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Innovationspreis Tourismus für Ferienhof mit Zeitreisen-Charme
Hederle - Ferien im Baudenkmal (c) Thomas B. Jones
 
Innovationspreis Tourismus für Ferienhof mit Zeitreisen-Charme
Tourismus-Verband vergibt den Preis zum zweiten Mal auf der CMT 2025

STUTTGART, Januar 2025 – Der Tourismus-Verband Baden-Württemberg (TVBW) hat auf der Urlaubsmesse CMT erneut mustergültige Projekte mit dem Innovationspreis Tourismus ausgezeichnet. Schwerpunkt der Verleihung an diesem Mittwoch war das Thema „Räume im Wandel“. Der Preis nahm in diesem Jahr Initiativen in den Fokus, die öffentliche oder private Räume wiederbeleben und sie damit zu attraktiven Anlaufstellen für Einheimische und Gäste machen. Über den ersten Platz freut sich das Projekt „Hederle – Ferien im Baudenkmal“, das seine Übernachtungsgäste auf eine Zeitreise einlädt. Der Innovationspreis Tourismus ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Das Hederle zeigt in hervorragender Weise, wie sich aus alten Räumen etwas völlig Neues gestalten lässt“, sagte Verbandspräsident Dr. Patrick Rapp in seiner Laudatio. „Die Eigentümer Constanze und Christoph Freudenberger haben diesen jahrhundertealten Hof nicht nur vor dem Abriss bewahrt, sondern ihn auch mit all seinem historischen Charme für Gäste geöffnet. Damit schaffen sie ein ganz besonderes Urlaubserlebnis bei uns im Süden.”

Das Bauernhofensemble aus dem Jahr 1740 liegt mitten im Schwarzwald in Elzach-Oberprechtal. Nach dem international verbreiteten Konzept „Ferien im Baudenkmal“ ermöglichen Constanze und Christoph Freudenberger einen Urlaub, der auf moderne Ansprüche weitestgehend verzichtet und dem es dennoch nicht an Komfort mangelt: Seit 2018 hatten sie den Hof über fünf Jahre originalgetreu saniert und damit ein Stück Schwarzwaldkultur am Leben erhalten. Heute tauchen Gäste in das Lebensgefühl vergangener Zeiten ein und leisten mit ihrer Buchung einen Beitrag zum Erhalt des Hofensembles. Die Jury bewertete diesen Aspekt äußerst positiv, wie auch die konsequente Entscheidung, bei der Sanierung außen wie innen das originale Erscheinungsbild des Hofes zu bewahren. Das Hederle sei ein historisches Kleinod, das Urlaubsgäste auf neue Weise abschalten und in eine andere Welt eintauchen lasse, womit auch ein touristischer Trend aufgegriffen werde.

Auf Platz zwei wählte die Jury das Daheim-Indoorcamping in Triberg. Mit dem Projekt wurde eine alte Industriehalle mit neuem Leben gefüllt: 16 unterschiedlich designte Vintage-Wohnwägen, sieben Themenhütten und fünf Safarizelte sowie Wohnmobilstellplätze im Außenbereich stehen nun für ein gleichermaßen innovatives wie abwechslungsreiches Übernachtungsangebot in der Schwarzwaldgemeinde. Abgerundet wird das Erlebnis durch ein hauseigenes Pub und die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für Events zu buchen. Die Jury lobte den einzigarten Charakter des Camping-Projekts und hob insbesondere hervor, dass damit der rückläufigen Zahl der Übernachtungsangebote in Triberg ein Erlebnis der ganz besonderen Art entgegengesetzt wurde. Daher sei das Daheim-Indoorcamping ein bemerkenswertes Beispiel für einen Raum im Wandel, bei dem wahrer Innovationsgeist sichtbar werde.

Platz drei ging an das Stadtentwicklungsprojekt „Quartier im Wandel – Kooperative Entwicklung des Marktplatzes Karlsruhe zum touristischen Erlebnisraum“. Eingereicht wurde es von der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG), die an dem seit 2022 laufenden Prozess mit dem Ziel beteiligt ist, das Karlsruher Marktplatz-Quartier zu einem Erlebnisraum mit hoher Aufenthaltsqualität und zum lebendigen Herzstück der Stadt zu entwickeln. Wegen zahlreicher Umbaumaßnahmen wurde der Marktplatz dieser Funktion über längere Zeit nicht mehr gerecht. Die KTG ist erstmals in ein Stadtentwicklungsprojekt involviert und trägt unter anderem mit Kulturveranstaltungen zur Belebung des Quartiers bei. Damit verleiht sie den positiven Effekten besonderen Nachdruck, die der Tourismus auf Lebensqualität und Standortattraktivität hat. Für die Jury ist ebendiese Einbindung des Tourismus in die Stadtplanung vorbildlich. Sie betont, das Konzept „Räume im Wandel” könne auch größer gedacht werden und wie in diesem Fall einen ganzen Marktplatz umfassen. Destinationsmanagement bedeute heute auch Lebensraumgestaltung.

„Unsere drei Favoriten zeigen, wie unterschiedlich Räume im Wandel interpretiert werden können“, sagte TVBW-Präsident Dr. Patrick Rapp. „Bei den 29 Einreichungen gab es viele beispielhafte und auch überraschende Initiativen, die uns die Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Die drei nominierten Projekte konnten uns als Jury allerdings durchweg überzeugen und das Hederle vereint so viele herausragende Aspekte in sich, dass an Platz eins kein Weg vorbeiführte.“

Mit dem seit 2024 verliehenen Innovationspreis Tourismus fördert der Tourismus-Verband Baden-Württemberg kreative Ideen, ungewöhnliche Lösungen und innovative Projekte. Die Auszeichnung wird auf der Urlaubsmesse CMT jährlich mit einem anderen inhaltlichen Schwerpunkt vergeben.

zum Bild oben:
Gewinner des Innovationspreises Tourismus 2025: Hederle - Ferien im Baudenkmal (c) Thomas B. Jones
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Räucherlachs im Test
Der Fang ist durchwachsen

Die Stiftung Warentest hat ihr Netz in Supermärkten und Discountern ausgeworfen. 17 Produkte mit Räucherlachs sowie einige vegane Alternativen haben die Tester an Land gezogen, verkostet und ins Labor geschickt.

An den Feiertagen und vor Silvester boomt das Geschäft mit dem Räucherlachs und das, obwohl die Preise stetig steigen. 45 Prozent teurer als vor 10 Jahren ist Zuchtlachs vom Discounter. Bei Markenprodukten sind die Preise teilweise noch deutlicher gestiegen.

Im Test: 17 vielverkaufte Räucherlachs- und Ersatzprodukte in Scheiben – 10-mal Zuchtlachs, 3-mal Wildlachs und vier vegane Alternativen.

„Echte Gaumenfreude bietet nur ein Bio-Produkt. Es ist mit 8 Euro pro 100 Gramm aber auch der teuerste Fisch im Test. Einige andere schmecken gerade noch gut, darunter auch eine Veggie-Alternative – Gourmetansprüche erfüllen sie aber nicht,“ erklärt Ina Bockholt, Ernährungsexpertin bei der Stiftung Warentest.

Lachs steht im Ruf, gesund zu sein. Doch stimmt das auch? Die für Räucherlachs typischen hohen Salzgehalte und der hohe Fettgehalt sprechen erst einmal dagegen. Tatsächlich bietet Räucherlachs aber auch Gesundes: relevante Mengen an Omega-3-Fettsäuren zum Beispiel. „Sie wirken positiv auf den Blutfluss und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,“ beschreibt Bockholt.

Für die Schadstoffanalyse landeten alle Lachsproben im Labor. Das Ergebnis ist erfreulich: Kritische Umweltsubstanzen wie Fluorchemikalien (PFAS) oder Schwermetalle waren kein Thema, ebenso wenig polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Räucherprozessen. Auch gab es keine Hinweise auf Rückstände von Antibiotika.

Weniger Salz und mehr Geschmack: für den Testsieger ist das kein Problem. Alle Ergebnisse gibt es unter www.test.de/raeucherlachs und in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test.
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Mit Slow Food auf kulinarischer Reise durch Deutschland
 
Mit Slow Food auf kulinarischer Reise durch Deutschland
Die besten Gasthäuser und Restaurants

In Zeiten der Inflation und des Restaurantsterbens richtig gute Häuser entdecken, die nach Slow Food-Kriterien unbedingt empfehlenswert sind, und dort bewusst und unbeschwert genießen? Aber ja doch! Der neue »Slow Food Genussführer« ist der perfekte Begleiter für alle, die handwerklich zubereitetes, ehrliches und schmackhaftes Essen schätzen. Liebhaber*innen der nachhaltigen Küche können den Restaurantführer im Handel erwerben.

Der »Slow Food Genussführer 2025/26« präsentiert seine Auswahl der besten Gasthäuser und Restaurants Deutschlands. Die Mission ist unverändert: Restaurants zu finden, die ihren Gästen Gutes tun, indem sie auf unverfälschtes Kochhandwerk und die Umwelt gleichermaßen achten. Hier gibt es Gerichte ohne unerwünschte Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Die verwendeten Lebensmittel kommen aus vertrauenswürdiger regionaler Erzeugung und werden mit bestem handwerklichem Können zubereitet. Echt »slow« eben!

Die sechste Ausgabe versammelt über 440 Restaurants und Gasthäuser. Sie bieten vorwiegend eine regional-traditionelle Küche an, die häufig zeitgenössisch angepasst ist. Doch finden sich auch neuere gastronomische Konzepte, die den Vorstellungen von Slow Food in besonderer Weise entsprechen. Bedeutende Kennzeichnungen für biozertifizierte Lokale, Brauereigasthöfe, Gasthöfe mit Weingut oder Restaurants mit herausragendem vegetarischem Angebot sind klar markiert und erleichtern die Auswahl. Das beliebte »ABC der regionalen Spezialitäten«, in dem regionale Köstlichkeiten und traditionelle Zubereitungsmethoden vorgestellt werden, wurde fortgeschrieben und bereichert den Serviceteil.

Statt Sterne zu vergeben oder Rankings aufzustellen, beeindruckt der Slow Food Genussführer mit liebevollen individuellen Beschreibungen der Gasthäuser und zahlreichen Details zu ihren Gerichten. Deren Preise werden genannt, um eine Auswahl entsprechend des eigenen Geldbeutels zu ermöglichen. Der Slow Food Genussführer leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung einer Gastronomie, die sich Fairness, Sauberkeit und Transparenz, Engagement für Natur und Umwelt und eine hohe handwerkliche Kochkunst auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Slow Food Deutschland e. V. (Hrsg.): »Slow Food Genussführer 2025/26. Die besten Restaurants und Gasthäuser in Deutschland «, oekom verlag 2024, 600 Seiten, ISBN 978-3-98726-097-1, Print: 38 € (D) / 39,10 € (A), eBook 29,99 € (D) / 30,99 (A)
 
 

 
Weihnachtsgebäck
Wieviel Schadstoff steckt in Lebkuchen, Kipferl und Co.?

Beim Plätzchen backen entsteht meist ein gesundheitskritischer Stoff: Acrylamid. Die Menge lässt sich aber geringhalten. Wie gut das Anbietern von Lebkuchen, Vanillekipferln und Spekulatius gelingt, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest.

Schon seit Ende August stehen sie in den Regalen: Lebkuchen, Kipferl und Co. In früheren Untersuchungen fiel manches Weihnachtsgebäck leider mit viel zu hohen Acrylamidgehalten auf. Der Stoff entsteht, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel gebacken, gebraten, geröstet oder frittiert werden. Weil Acrylamid als potenziell krebserregend eingestuft ist, hat die EU inzwischen Hersteller aufgefordert, den Acrylamid-Gehalt in ihren Produkten zu senken.

„Mit Erfolg, wie unser aktueller Test zeigt: 39 von 49 untersuchte Lebkuchen, Spekulatius und Vanillekipferln enthalten nur sehr wenig Acrylamid. Das ist eine richtig gute Nachricht“, freut sich Ina Bockholt, Ernährungsexpertin der Stiftung Warentest.

Wichtig für Hobbybäckerinnen und -bäcker: Acrylamid entsteht nicht nur in der industriellen Herstellung, sondern auch beim Backen zu Hause. Dagegen lässt sich etwas tun, weiß Bockholt: „Wir empfehlen, die Ofentemperatur bei Ober- und Unterhitze auf maximal 190 Grad Celsius begrenzen, bei Umluft auf 170 Grad Celsius. Das Gebäck sollte nur sanft bräunen.“ Außerdem hilft es, auf Zutaten wie vorgeröstete Mandeln zu verzichten und statt Hirschhornsalz lieber Natron zu nutzen.

Leider sind nicht alle Produkte im Test unbedenklich: Die Bio-Elisenlebkuchen von Rosengarten reißen den Richtwert und die Alnavit Bio-Elisenlebkuchen sowie die Spekulatius von Borggreve sind zum Beispiel auch deutlich belastet. Welche Produkte unbesorgt auf den Plätzchenteller können, erklärt die Stiftung Warentest unter www.test.de/acrylamid und in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test.
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Das Légère ist geschlossen
Foto: Café Légère
 
Das Légère ist geschlossen
Wir haben leider sehr schlechte Neuigkeiten für euch. Das Légère hat in den letzten fünf Jahren viele Krisen gemeistert. Corona, Energiekrise, Inflation. Jedes Mal ist das Légère wieder aufgestanden und hat sich berappelt. Zuletzt ist für insgesamt drei Monate die Lüftungsanlage ausgefallen, was einen gastronomischen Betrieb unmöglich gemacht hat. Dieses Mal haben wir es leider nicht geschafft. Das Légère hat geschlossen.

Wir bedanken uns bei allen Gästen, Partnern, Freunden und Wegbegleitern für die gemeinsamen Jahre!
 
 

 
Schauinslandbahn wegen Revision geschlossen
Die diesjährige Herbstrevision der Schauinslandbahn findet vom 18.11. bis 6.12. 2024 statt.

In dieser Zeit bleibt die Seilbahn außer Betrieb und auch das Restaurant Die Bergstation geschlossen.

Am 07.12. 2024 bis zur Frühjahresrevision im März 2025 fährt die Schauinslandbahn wieder wie gewohnt täglich von 9-17 Uhr, lediglich an Heiligabend, dem 24.12.24 bleibt die Seilbahn ganztägig geschlossen.
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Ausgezeichneter Weintourismus im Süden
(c) Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen
 
Ausgezeichneter Weintourismus im Süden
Im Weinsüden wurden zum 10. Mal beispielhafte Initiativen mit dem Weintourismus-Preis geehrt

Nach zweijähriger Pause wurden in Sasbachwalden wieder die Weintourismus-Preise Baden-Württemberg verliehen. Ausgezeichnet wurden die Veranstaltungsreihe „Rebenbeben“ der zur Winzergenossenschaft Schriesheim gehörenden Jungwinzer-Gruppe „Bergstreet Guys“ und die Steillagen-App „Echt. Schön. Schräg“, ein Projekt, das vom Landratsamt Ludwigsburg koordiniert wird. Ein Anerkennungspreis ging an das Weingut Seybold in Lauffen am Neckar für das Projekt „Historischer Eiskeller in den terrassierten Steillagen“.

Der zweite Anerkennungspreis ging an die Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen für ihr breites weintouristisches Engagement. Dem Kurort im Markgräflerland, einer der wichtigsten Weinbauregionen Badens, ist es gelungen, sich mit mehreren neu konzipierten Weinerlebnissen ein weiteres touristisches Standbein aufzubauen. Damit erweitert Bad Krozingen für Einheimische wie für Kur-, Reha- und Gesundheitsgäste das bestehende Angebot und erschließt sich darüber hinaus neue Zielgruppen. Damit ist die Stadt Bad Krozingen auch ein Vorbild für andere Gemeinden, die das Thema Wein bislang noch weniger stark in ihr Schaufenster gestellt haben. Staatssekretär Patrick Rapp überreichte den Preis gemeinsam mit Andreas Braun von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg

Das letzte touristische Angebot im aktuellen Jahr ist das kulinarische Weinerlebnis im Weingut Fritz Waßmer am 29. November 2024. Auch einige weitere Termine für das kommende Jahr stehen schon fest. Das kulinarischer Weinerlebnis im Weingut Martin Waßmer findet am 9. Mai 2025 statt. Die kulinarische Weinwanderung auf dem Bad Krozinger Rebberg findet wie auch bereits in den vergangenen Jahren im Frühjahr am 24. Mai 2025 und im Herbst am 4. Oktober 2025 statt. Des Weiteren gibt es noch die Veranstaltung „SummerWine“ im Rebberg am 15. August 2025.

Das Angebot Smarte Weinwanderung ist jederzeit möglich. Mit dem Smartphone erwarten Sie neun Stationen, die besondere Aussichtspunkte mit gemütlichen Plätzchen zum Öffnen und Genießen der vier Bad Krozinger Weine vereinen. Mit einem Kühlrucksack bleiben die Weißweine schön frisch und können je nach Größe der Gruppe probiert werden. Für alle weintouristischen Angebote ist eine verbindliche Anmeldung bei der Tourist-Information möglich, entweder persönlich, telefonisch unter 07633 4008-164 oder per mail unter touristinfo@bad-krozingen.info.

Die vielfältigen Aktivitäten zum Thema Weintourismus im Heilbad Bad Krozingen wurden von Staatssekretär Patrick Rapp und dem Geschäftsführer Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg Andreas Braun, feierlich in Sasbachwalden in der Winzergenossenschaft übergeben. Mit dabei war auch die frisch gekrönte Badische Weinkönigin Lucia Winterhalter aus Bad Krozingen-Schlatt. Die beteiligten Weingüter freuen sich riesig über den errungenen Preis.
 
 

Branchengrößen geben sich zugeknöpft
Foto: Tuane Fernandes (c) Stiftung Warentest
 
Branchengrößen geben sich zugeknöpft
Kaffee im Geschmacks- und Verantwortungs-Check

Mit 164 Litern pro Kopf und Jahr ist Kaffee hierzulande beliebter als Mineralwasser oder Bier. Im neuen Filterkaffee-Test überzeugen die 15 Kandidaten gut bis mittelprächtig. Branchengrößen wie Melitta und Jacobs zeigten allerdings kaum Engagement für Arbeitsbedingungen und Umweltschutz im Kaffeeanbau.

Eine Tasse Kaffee am Morgen gehört für viele zu einem unverzichtbaren Ritual. Meistens ist das Getränk gefiltert. Das Röstpulver ist zwar nicht so aromatisch wie die ganze Bohne, dafür genießt es sich günstig und ohne eigene Mühle.

In der Verkostung der Stiftung Warentest präsentierten sich die 15 gemahlenen Filterkaffees ohne geschmackliche Fehler. „Die Sensorik-Urteile reichen von Sehr gut bis Befriedigend“, erklärt Lebensmittelexpertin Sara Waldau. „Das liegt vor allem an der Ausgewogenheit der Kaffees, also wie Ausprägungen wie Bitterkeit, Säure, Fruchtigkeit und Schokoladennoten miteinander harmonieren. Ein guter Kaffee ist ausbalanciert.“ Schadstoffe waren kein Thema. Insgesamt erreichten von den untersuchten Kaffees acht ein gutes Gesamturteil.

Doch ausgerechnet viele Branchengrößen enttäuschten in der Untersuchung zur Unternehmensverantwortung, kurz CSR. Große Player wie Melitta und Jacobs legten ihre Lieferkette nicht bis zum Erzeuger offen. Fragen zur Plantage ließen sie unbeantwortet, genau wie Dallmayr. Tchibo und J. J. Darboven machten zwar Angaben zum Erzeuger, die aber waren kaum oder nicht durch Belege nachprüfbar.

Trotzdem ist sozial- und umweltverträglicher Kaffeegenuss möglich: Vier Fair-Trade- und Bioanbieter im Test engagieren sich sehr gut für Umwelt und Soziales und auch Handelsmarken mit ihren preisgünstigeren zertifizierten Kaffees überzeugen mit gutem Engagement.

Welche Filterkaffees Liebhaber mit gutem Gewissen genießen können und was die Testerinnen und Tester in Brasilien bei einer Vor-Ort-Recherche zu moderner Sklaverei auf Kaffeeplantagen erlebten, steht in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/kaffee.

zum Bild oben:
Kaffee­farm in Brasilien. Erntehelfer schlafen oft in provisorischen Unterkünften.
Foto: Tuane Fernandes (c) Stiftung Warentest
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