Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Freitag, 9. Dezember 2022
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Verschiedenes

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Kochen ohne Strom - Das Notfallkochbuch"
Die 50 besten Rezepte fĂŒr Alltag, Camping und Notfall
Mit wichtigen Tipps zu Stromausfall, Vorratshaltung, Wasserversorgung u.v.m.
herausgegeben vom Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Was tun, wenn nach einer Katastrophe der Strom zum Kochen ausfĂ€llt, frische Lebensmittel nicht verfĂŒgbar, aufgebraucht oder verdorben sind? Katastrophenhelfer*innen wissen: Vorbereitung ist die beste Vorsorge! Deshalb haben das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie wichtige Hilfsorganisationen einen großen Rezeptwettbewerb gestartet. Das Ziel war, kreative und krisentaugliche Gerichte zu sammeln: Die Zubereitung soll auch im Fall eines lĂ€nger andauernden Stromausfalls möglich sein, wenn zugleich die Wasserversorgung ausfĂ€llt und frische Lebensmittel nicht mehr verfĂŒgbar sind. Aus ĂŒber 500 eingereichten VorschlĂ€gen wurden die besten 50 Rezepte ausgewĂ€hlt und in diesem Buch zusammen mit vielen wichtigen Tipps und Infos von Expert*innen fĂŒr die BĂŒrger*innen aufbereitet. Ein Buch, das in keinem Haushalt fehlen sollte!

Verlag Bassermann 2021, 152 Seiten, € 9,99 [D], 9,99 [A] / SFr 14,50
ISBN: 978-3-8094-4515-9
 
 

 
Preisanpassung bei ImbissstĂ€nden auf dem MĂŒnstermarkt Freiburg
Aufgrund der aktuell stark erhöhten Produktionskosten werden zwei Imbissbetriebe auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt die Preise ihrer angebotenen Wurstwaren anpassen. Nachdem ein Großteil der WurststĂ€nde auf dem MĂŒnstermarkt bereits im Mai 2022 ihre Preise um circa 15 Prozent erhöht haben, ist dies nun die zweite Preisanpassung aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen von Energie und Lebensmitteln.

Die Preissteigerungen liegen bei den beiden ImbissstĂ€nden zwischen 5 und 10 Prozent. Die aktuellen VertrĂ€ge mit den Imbissbetrieben laufen seit 1. April 2022, die Bewerbungen fĂŒr einen Standplatz auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt sind allerdings bereits vor Beginn des Ukrainekriegs und der damit einhergehenden Steigerungen der Energie- und Lebensmittelpreise eingegangen. Auch die in der Bewerbung getĂ€tigten Angaben in Bezug auf das jeweilige Warenangebot können im Nachhinein nicht eigenmĂ€chtig von den Betrieben verĂ€ndert werden. Da die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) als Veranstalterin des MĂŒnstermarktes auch weiterhin eine hohe regionale QualitĂ€t der auf dem MĂŒnstermarkt angebotenen Waren gewĂ€hrleisten möchte, wurde der beantragten Erhöhung in Abstimmung mit der Stadt Freiburg zugestimmt.

Weitere Erhöhungen sollen bis einschließlich 2023 nicht erfolgen. Die weiteren Imbissbetriebe auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt können ihre Preise im Rahmen der bereits genehmigten Preiserhöhung ebenfalls anpassen.
 
 

Genussmesse „Plaza Culinaria“
© FWTM / Sven Ketz
 
Genussmesse „Plaza Culinaria“
Vom 11. bis 13. November in der Messe Freiburg mit Starköchen und zahlreichen kulinarischen Highlights

Mit der Plaza Culinaria, die vom 11. bis 13. November 2022 in der Messe Freiburg stattfindet, bietet die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) wieder eine große Vielfalt an erlesenen Produkten und ausgesuchten Ausstellerinnen und Ausstellern rund um das Thema Kulinarik. Die Besucherinnen und Besucher dĂŒrfen sich in den Hallen 1 bis 4 sowie im Zentralfoyer und Foyer auf ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Highlights wie der Charity Night, dem „JRE Genussfestival“ mit Genuss-Pass oder dem Kochstudio freuen. Im Rahmen der „Food Rockerz“ begeistern Start-ups mit ihren innovativen Produkten und Fernweh kommt im neuen Themenbereich „Kulinarische Reisen“ auf, hier werden Reiseziele rund um das Thema Kulinarik prĂ€sentiert. Nicht zuletzt die PrĂ€senz bekannter TV-Köche sorgt dafĂŒr, dass die Plaza Culinaria zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. FĂŒr eine entspannte AtmosphĂ€re ist in jedem Fall gesorgt: Es gibt extra breite GĂ€nge und ausreichend Sitzmöglichkeiten, sodass in geselliger AtmosphĂ€re und dennoch mit Abstand geschlemmt werden kann. Geöffnet hat die Plaza Culinaria am Freitag von 14 bis 22 Uhr, am Samstag von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr.
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MarktfĂŒhrer im Gutschein-Segment wirbt im ZDF
Martin Klempnow (c) Claudio Di Lucia
 
MarktfĂŒhrer im Gutschein-Segment wirbt im ZDF
Gutscheinbuch.de Schlemmerblock prĂ€sentiert Die KĂŒchenschlacht im ZDF

Die Wormser VMG, Vertriebs-Marketing-Gesellschaft mbH platziert TV-Sponsoringtrailer vor bekanntem Wettstreit der Kochkunst im ZDF. Im November prĂ€sentieren die Rheinland-PfĂ€lzer ihren Gastronomie- und FreizeitfĂŒhrer deutschlandweit als perfekte Geschenkidee. Prominente Stimme des Schlemmerblocks ist der Comedian und Schauspieler Martin Klempnow.

Das mittelstĂ€ndische Unternehmen VMG, Vertriebs-Marketing-Gesellschaft mbH aus der Nibelungenstadt Worms bemĂŒht sich erstmalig mit einem Sponsoringtrailer um die Zuschauenden der beliebten Sendung Die KĂŒchenschlacht im Zweiten Deutschen Fernsehen – denn welches TVFormat könnte hier besser zum Schlemmerblock passen. In der Vorweihnachtszeit prĂ€sentiert sich der MarktfĂŒhrer fĂŒr Gutscheinhefte damit beim beliebtesten deutschen Fernsehsender. Mit Martin Klempnow leiht dabei ein Comedian, Schauspieler und Moderator Gutscheinbuch.de Schlemmerblock seine Stimme, der Bekanntheit durch Film, Fernsehen und Radio erlangte.

Die KĂŒchenschlacht, die montags bis freitags von 14:15 Uhr bis 15:00 Uhr ihren festen Sendeplatz im Nachmittagsprogramm des ZDF hat, ist ein Erfolgsformat des deutschen Fernsehens. Die Erstausstrahlung erfolgte 2008 und seitdem werden wöchentlich fĂŒnf Folgen prĂ€sentiert. In ĂŒber 14 Jahren Laufzeit sind mehr als 3.000 Sendungen mit kleineren Änderungen, Highlights und Specials entstanden. Das Grundkonzept ist stets ein Wettstreit der Kochkunst: Mehrere Teilnehmende prĂ€sentieren Gerichte, um die Gunst der Juroren zu erlangen. Am Ende winken Preisgelder, die immer wieder auch wohltĂ€tigen Zwecken gespendet werden.

Martin Klempnow bekannt als die Stimme des kleinen Hungers, MĂŒller Milchreis und Yello Strom sowie aus Musikvideos der deutschen Punk-Pop-Band Die Ärzte. SpĂ€ter ĂŒbernahm er Rollen im Theater und in Fernsehserien wie Die Bergretter, Comedysendungen wie Switch reloaded und die heute-show. Mit seiner fiktiven Figur Dennis aus HĂŒrth tourt er mit seinem Comedy-Solo-Programme durch Deutschland. „Als Synchronsprecher und Parodist kann ich in viele prominente Charaktere schlĂŒpfen. Umso mehr erfreue ich mich, hier dem Schlemmerblock meine Stimme geben zu dĂŒrfen und damit allen die perfekte Weihnachtsgeschenkidee zu prĂ€sentieren“, plaudert Martin Klempnow auch etwas aus dem NĂ€hkĂ€stchen.

Mit dem neuen Spot prĂ€sentiert der deutschlandweite MarktfĂŒhrer fĂŒr 2:1 Gastronomie- und Freizeitgutscheine zwischen Herbst und Adventszeit den Gutscheinbuch.de Schlemmerblock und arbeitet so daran, seine fast 20-jĂ€hrige Erfolgsgeschichte seit der Fusion mit der Kuffer Marketing GmbH fortzuschreiben. Dabei stellt der Sendeplatz vor einer werktĂ€glich ausgestrahlten und prominent besetzten Sendung einen großen Schritt Richtung Erfolg dar: „Heute vertreiben wir ĂŒber 1,5 Millionen Schlemmerblöcke jĂ€hrlich in 190 Regionen. Mit unserem so beliebten Produkt ermöglichen wir allen Schlemmerblock-Besitzenden auch zukĂŒnftig, trotz Preiserhöhungen im Lebensmitteleinzelhandel, in Bezug auf Nebenkosten etc., nicht auf genussvolle Momente und schöne Erlebnisse verzichten zu mĂŒssen. Und diese sind doch gerade zu Weihnachten die perfekte Geschenkidee.“ berichtet Jens Helmer, Leiter Marketing, Presse & Kooperationen der VMG, Vertriebs-Marketing-Gesellschaft mbH.
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Kartoffelchips: Superknusprig bis hoch schadstoffbelastet
Kartoffelchips im PrĂŒflabor (c) Stiftung Warentest
 
Kartoffelchips: Superknusprig bis hoch schadstoffbelastet
Insgesamt 25 Produkte hat die Stiftung Warentest untersucht, darunter Kartoffel- und Stapelchips sowie Kartoffel-Snacks. Sie fanden dabei viele Knabbereien mit auffĂ€lligen Schadstoffgehalten. Acht Produkte schneiden insgesamt gut ab, fĂŒnf mangelhaft. Unter den Testverlieren sind nur Marken- und Bio-Chips.

Kartoffelchips sind in Scheiben geschnittene Knollen, die in Öl frittiert werden. Stapelchips und Kartoffelsnacks werden ebenfalls frittiert, bestehen aber aus Teig, dessen Basis Kartoffelmehl und -stĂ€rke ist. Geschmacklich am ĂŒberzeugendsten fanden die Tester die Kartoffelchips Krosse Kerle – super knusprig, aromatisch, vielfĂ€ltig gewĂŒrzt und noch dazu mit dem geringsten Fett- und Salzgehalt.

Neben Knabberlust gab es fĂŒr das Test-Team aber auch jede Menge Schadstofffrust. Vier Produkte sind wegen zu hoher Schadstoffbelastung mangelhaft, darunter die Chips von Youtuber CrispyRob, die den Richtwert fĂŒr Acrylamid um fast das Doppelte ĂŒberschreiten. Auch Pringles – der Platzhirsch unter den Stapelchips – gehören wegen sehr hoher Belastung mit Mineralölkohlenwasserstoffen (Mosh) zu den Testverlierern. Akute Magen-Darm-Beschwerden riskiert, wer einen zu hohen Gehalt an Glykoalkaloiden aufnimmt. Das sind Pflanzengifte, die sich vor allem in der Kartoffelschale befinden. In zehn Produkten ist der Gehalt bauchschmerzverdĂ€chtig.

Ob Chips aus GemĂŒse oder HĂŒlsenfrĂŒchten eine gesĂŒndere Alternative sind sowie die ausfĂŒhrlichen Testergebnisse finden sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/kartoffelchips.
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Ein gesegneter Landstrich
Basilika St. Peter und Paul auf der Reichenau (c) TMBW / Raatz
 
Ein gesegneter Landstrich
Große KunstschĂ€tze, Weinbau und eine lebendige SpiritualitĂ€t tragen zum Reichtum am Bodensee bei. GeprĂ€gt wurde die Region lange Zeit auch durch ihre vielen Klöster. Besuch auf der Insel Reichenau und in Salem

Diese Insel hat wirklich beides: eine fast schon mediterrane Leichtigkeit und eine große spirituelle und kulturelle Tiefe. Seit dem Jahr 2000 gehört die Klosterinsel Reichenau zum Weltkulturerbe der UNESCO. Und GĂ€stefĂŒhrer Uwe Anker ist ĂŒberzeugt, dass es dabei nicht nur um die Architektur ihrer drei berĂŒhmten Kirchen geht, sondern auch um die bis heute gelebte Alltagskultur, die teilweise noch in der klösterlichen Tradition steht. Der Katholik ist auf der Reichenau aufgewachsen und kann sich ein Leben woanders gar nicht vorstellen. Als Pfarrgemeinderat, ChorsĂ€nger und Leiter des Bildungswerks engagiert er sich persönlich dafĂŒr, dass der Glaube lebendig bleibt. „Wir haben drei religiöse Inselfeiertage, die begangen werden“, erzĂ€hlt er und ergĂ€nzt: „Im Mittelalter war die Reichenau eine Zeit lang das geistliche Zentrum des Heiligen Römischen Reichs.“

Seit einigen Jahren leben wieder Mönche auf der Insel

Das kann man sich nicht so recht vorstellen, diese vom GemĂŒseanbau geprĂ€gte Insel wirkt so klein und idyllisch. Man muss weit in die Vergangenheit reisen, um das besser zu verstehen: Im Jahr 724 grĂŒndete ein gewisser Pirmin auf der Insel Reichenau das erste Benediktinerkloster auf deutschem Boden. Seine Nachfolger wurden mĂ€chtige KirchenmĂ€nner, hatten mitunter den Posten des Erzkanzlers des Reiches und des Erzbischofs von Mainz in Personalunion inne.

Drei eindrucksvolle Kirchen erbauten die Mönche auf der Reichenau – St. Maria und Markus in Mittelzell, St. Peter und Paul in Niederzell und St. Georg in Oberzell. Und jede von ihnen birgt einzigartige KulturschĂ€tze wie die Heiligblutreliquie im MĂŒnster St. Maria und Markus, das ApsisgemĂ€lde aus dem 11. Jahrhundert in St. Peter und Paul oder den noch Ă€lteren riesigen Bilderzyklus mit Szenen aus dem Leben Jesu in St. Georg. Es macht Freude, mit Uwe Anker die klösterliche Vergangenheit der Insel zu erkunden, die seit ein paar Jahren auch wieder eine bescheidene Zukunft hat: Drei Benediktiner und zwei Schwestern sind auf die Reichenau gekommen. Sie leben in der kleinen Cella St. Benedikt und lassen mit ihren Stundengebeten und Gottesdiensten alte Traditionen aufleben.

Ein uralter KrÀutergarten

Zwei Orte mag Uwe Anker besonders: zum einen den Aussichtspunkt Hochwart in der Inselmitte. Von dort genießt man wunderbare Blicke auf die Reichenau, kann bis zum Schweizer Ufer und bis nach Konstanz schauen. Außerdem gibt’s dort oben die Werkgalerie, die Kunst, Keramik und Kaffee ebenso anbietet wie schattige PlĂ€tze im CafĂ©-Garten. Zum anderen streift der glĂ€ubige Katholik und Naturmensch gern durch Strabos KrĂ€utergarten, der ursprĂŒnglich schon um etwa 840 von einem Abt namens Walahfrid Strabo angelegt wurde. Strabos KrĂ€utergarten ist so etwas wie der Archetyp eines klösterlichen KrĂ€utergartens. Und in seinem Gedicht Hortulus erklĂ€rte der Abt die Wirkung der Heilpflanzen – es gilt als das erste Gartenbuch ĂŒberhaupt. Der heutige KrĂ€utergarten zwischen MĂŒnster und Bodenseeufer ist dem Original von einst nachgepflanzt und fĂŒr Interessierte frei zugĂ€nglich.

Reichsabtei Salem

Wir fahren weiter ans nördliche Bodenseeufer und besuchen die einst mĂ€chtigste Abtei der Region: Kloster und Schloss Salem, erbaut ab 1134. 1802 ĂŒbernahmen die Markgrafen von Baden im Zuge der SĂ€kularisierung den Besitz, seit 2009 gehören weite Teile des GebĂ€udeensembles dem Land Baden-WĂŒrttemberg. Dort erwartet GĂ€ste erstaunlich viel Pracht und Prunk und ein weitlĂ€ufiges GelĂ€nde mit einem wundervollen, barocken Hofgarten. Wenn man durch die langen GĂ€nge mit den Bildnissen einstiger KirchenmĂ€nner und durch den Prunksaal spaziert, dann fĂ€llt es schwer, sich Salem als strenges, von Arbeit und Gebet geprĂ€gtes Zisterzienserkloster vorzustellen. Die Anlage wirkt eher wie ein riesiges Schloss.

„Das liegt daran, dass dieser Ort hier in einer kalten MĂ€rznacht im Jahr 1697 eine riesengroße Katastrophe erlebte“, erzĂ€hlt Schlossverwalterin Birgit RĂŒckert. Ein Ofen ĂŒberhitzte und explodierte, und bis auf die WirtschaftsgebĂ€ude und die Kirche brannte in kĂŒrzester Zeit alles nieder. GlĂŒcklicherweise hielt das MĂŒnster den Flammen stand. Es gehört heute mitsamt seiner Inneneinrichtung zu den großen SchĂ€tzen Salems: 1285 begonnen, ist es nach Ulm und Freiburg der drittgrĂ¶ĂŸte gotische Kirchenbau in Baden-WĂŒrttemberg. Der Wiederaufbau des eigentlichen Klosters wurde nach dem Brand sofort in Angriff genommen, berichtet Birgit RĂŒckert weiter. Aber mit der klösterlichen Bescheidenheit nahm man es nicht mehr ganz so genau, denn auch die Äbte von Salem waren mittlerweile wichtige KirchenmĂ€nner. Das Kloster besaß riesige LĂ€ndereien, betrieb Obst- und Weinbau, bewirtschaftete WĂ€lder und legte Fischteiche an. Die Landschaft rundum ist immer noch geprĂ€gt davon.

Feuerwehren von anno dazumal

Mönche wohnen in Salem heute keine mehr. Aber vieles erinnert an die damaligen Zeiten, zum Beispiel das Feuerwehrmuseum. Nach dem großen Feuer installierten die Zisterzienser auf Salem natĂŒrlich einen fĂŒr damalige Zeiten hochmodernen Brandschutz – und der bildete den Grundstock fĂŒr eine spannende und wertvolle Ausstellung mit historischem KatastrophengerĂ€t: Feuerlöschspritzen aus vier Jahrhunderten kann man dort besichtigen, alte SchlĂ€uche und Leitern ebenso wie die ersten Brandversicherungen. Neben diesem Spezialmuseum beherbergt Salem aber auch ein richtiges Klostermuseum, das die Geschichte des Ortes erzĂ€hlt und seine wichtigsten KunstschĂ€tze zeigt – es ist ein Standort des Badischen Landesmuseums. Besonderes Augenmerk verdient dort das berĂŒhmte Nachtbild von Bernhard Strigel fĂŒr den Marienaltar.

Lernort fĂŒr Menschen aus aller Welt

Und wer zu guter Letzt doch noch Mönche sehen möchte, die in Salem einem ganz normalen, einfachen Klosteralltag nachgehen, der schaut auch noch im ehemaligen Speisesaal vorbei. Der riesige barocke Kachelofen dort zeigt MĂ€nner, die ackern, fischen, handwerken, in der KĂŒche arbeiten und in der Bibliothek BĂŒcher studieren. Auf dem Weg zum Refektorium kommt man ĂŒbrigens auch am Wohntrakt der jungen Leute aus aller Welt vorbei, die in der Schule Schloss Salem leben und lernen. Das Internat hat 1920 unter anderem Max von Baden gegrĂŒndet, lĂ€ngst ist es berĂŒhmt. So lebt eine wichtige klösterliche Tradition bis jetzt fort: Bildung zu fördern und zu leben.

INFO:

Mehr Informationen zu den KulturschÀtzen am Bodensee findet man online
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Fest „Erlebnis Schlossberg“ am Sonntag, 25. September
Zeitspirale (c) Stadt Freiburg
 
Fest „Erlebnis Schlossberg“ am Sonntag, 25. September
Freiburger Schlossberg durch Wegeleitsystem, Infotafeln und Erlebnisstationen touristisch jetzt besser erlebbar

OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „Der Schlossberg ist eines der Wahrzeichen unserer Stadt und ist sowohl bei Freiburgerinnen und Freiburgern sowie Touristen enorm beliebt. Mit den neuen Wegeschildern, Infotafeln und Erlebnisstationen verbessern wir den Freizeitcharakter und den natĂŒrlichen Charme des Schlossbergs als bedeutenden Teil unserer Innenstadt.“

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) hat das Projekt „Erlebnis Schlossberg“, das als eine Maßnahme des Tourismuskonzeptes unter dem Arbeitstitel „Touristisches Aufwertungsprogramm Schlossberg (TAPS)“ geplant und realisiert wurde, erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, den besonderen und stadtnahen Naturraum Schlossberg fĂŒr ortsfremde GĂ€ste, aber auch fĂŒr Einheimische einfacher erlebbar zu machen. Dabei sollten die landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten attraktiv herausgestellt werden. Im Rahmen des Projektes hat der Schlossberg ein neues Wegeleitsystem, Informationstafeln zur Festungsgeschichte und der Natur sowie zahlreiche Erlebnisstationen erhalten.

Mit dem Tourismuskonzept hat der Gemeinderat im Jahr 2019 ein Handlungsinstrument zur StĂ€rkung des Freiburg Tourismus verabschiedet. Das Konzept sieht insgesamt 82 Maßnahmen vor, die von der FWTM und anderen Partnerinnen und Partnern einem Zeitraum von fĂŒnf Jahren sukzessive umgesetzt werden. FĂŒr die Umsetzung stehen der FWTM seit dem Jahr 2019 jĂ€hrlich Mittel aus der der Übernachtungssteuer zur VerfĂŒgung. Die Kosten fĂŒr das Projekt „Erlebnis Schlossberg“ liegen bei insgesamt circa 265.000 Euro.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn: „Der Schlossberg ist eines der Wahrzeichen unserer Stadt und ist sowohl bei Freiburgerinnen und Freiburgern sowie Touristen enorm beliebt. Mit den neuen Wegeschildern, Infotafeln und Erlebnisstationen verbessern wir den Freizeitcharakter und den natĂŒrlichen Charme des Schlossbergs als bedeutenden Teil unserer Innenstadt.“

Bei einem Presserundgang ĂŒber den Berg bedankte sich OberbĂŒrgermeister Horn bei der FWTM und bei den stĂ€dtischen Ämtern, die das Konzept erfolgreich umgesetzt haben. Zudem bei dem Kuratorium Schlossberg und weiteren bĂŒrgerschaftlichen Gruppen, die sich engagiert um die Weiterentwicklung des Schlossbergs gekĂŒmmert haben.

Der Schlossberg bietet fĂŒr Einheimische und GĂ€ste Bekanntes, aber auch viel Neues, das es zu entdecken gilt. Obwohl dicht erschlossen, fehlte ein schlĂŒssiges Wegeleitsystem sowie eine durchgĂ€ngige thematische FĂŒhrung: „Viele Markierungen waren in die Jahre gekommen, teilweise eingewachsen oder unvollstĂ€ndig und erfĂŒllten ihre Funktionen nicht mehr. Insbesondere fĂŒr GĂ€ste erschwerte dies die Orientierung“, sagt Dr. Franziska Pankow, FWTM-Abteilungsleiterin Tourismus, Convention Bureau & Events. „In Kooperation mit dem Schwarzwaldverein e.V. haben wir ein neues Wegeleitsystem ausgearbeitet, das in das vorhandene Leitsystem am Schlossberg integriert wurde.“

Das neue Wegeleitsystem enthĂ€lt drei neue Themenwege, die zwischen 2,5 und 14,2 Kilometern lang sind, mit 25 Informationstafeln zur Festungsgeschichte und der Natur am Schlossberg sowie einer barrierefreien Flaniermeile auf dem Burghaldenring. ErgĂ€nzt wurden die Themenwege durch Ruheliegen, sogenannte Zeitspiralen, Himmelsliegen, 3D-Guckis, eine Kugelbahn, ein 3D-Tastmodell der ehemaligen Festungsanlage sowie vier Panoramatafeln mit einer Übersicht ĂŒber die SehenswĂŒrdigkeiten in und um Freiburg. Die bisherigen Informationstafeln des Kuratoriums Freiburger Schlossberg e.V. wurden zu acht Kindertafeln, auf denen die Geschichte des Schlossbergs auch fĂŒr die kleinen GĂ€ste verstĂ€ndlich erklĂ€rt wird. ErgĂ€nzt wurde die Beschilderung durch vier weitere Übersichtstafeln zum gesamten GelĂ€nde und den Themenwegen.

Den Zuschlag fĂŒr die Konzeption und die Produktion der Informationstafeln und Erlebniselemente erhielt die Agentur „aufwind group – creative solutions“ aus Malterdingen im Zuge einer Ausschreibung. Um die Besucherströme am Schlossberg zu entzerren, wurde bei der Konzeption der Themenwege darauf geachtet, nicht nur den stadtnahen Bereich vom Stadtgarten ĂŒber das Schlossbergrestaurant Dattler bis zum Kanonenplatz mit Ludwigshöhe und zum Greiffeneggschlössle, sondern auch die hinteren Bereiche rund um Fort CarrĂ©, Kommandantengarten und dem ehemaligen Oberen Schloss einzubeziehen. Im Hinblick auf den Naturschutz und um weniger stark frequentierte RĂ€ume fĂŒr Ruhesuchende zu schaffen, wurden die Erlebnisstationen sowie die WegefĂŒhrung an vielen Stellen gebĂŒndelt.

AnlĂ€sslich der Fertigstellung wird am Sonntag, 25. September 2022 ein großes Eröffnungsfest veranstaltet. Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einer offiziellen BegrĂŒĂŸung von OberbĂŒrgermeister Martin Horn und FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Hanna Böhme auf dem Kanonenplatz. Den ganzen Tag wird ein buntes Programm fĂŒr Groß und Klein geboten – alle Angebote sind an diesem Tag kostenfrei. DarĂŒber hinaus wird es verschiedene gastronomische Angebote und Sondertarife fĂŒr die Schlossberg-Bahn geben. Das gesamte Programm ist online de zu finden.
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WIE RESONANZ DAS REISEN DER ZUKUNFT VERÄNDERT
TMBW-Tourismustag diskutiert ĂŒber Perspektiven fĂŒr die Branche

STUTTGART, 15. September 2022 – Um die Zukunft der Tourismusbranche in Baden-WĂŒrttemberg ging es am heutigen Donnerstag beim TMBW-Tourismustag im Stuttgarter Hospitalhof. Rund 250 Tourismusschaffende aus Deutschlands SĂŒden trafen sich auf Einladung der Tourismus Marketing GmbH Baden-WĂŒrttemberg (TMBW) erstmals wieder in PrĂ€senz, um die anstehenden Herausforderungen und Chancen der Branche zu diskutieren.

„Nach zwei Jahren Pandemie und anderen Krisen, die fĂŒr den Tourismus vieles auf den Kopf gestellt haben, ist es an der Zeit, dass wir als Branche gemeinsam eine positive neue Vision fĂŒr das Reisen und fĂŒr den Tourismus entwickeln“, sagte TMBW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Braun zu den teilnehmenden Tourismusmanagerinnen und LeistungstrĂ€gern. Auch wenn sich der Tourismus im Land gerade erhole und fast wieder an alte Erfolge anknĂŒpfen könne, sei dennoch klar: „Reisen und Tourismus verĂ€ndern sich aktuell grundlegend, wir stellen uns als Branche auf diesen Wandel ein und mĂŒssen akzeptieren, dass es ein einfaches ‚Weiter so‘ nicht geben kann.“

Beim Blick auf die aktuellen VerĂ€nderungen des Reisens half die Trendforscherin Anja Kirig vom Frankfurter Zukunftsinstitut, die in ihrer Keynote die Sehnsucht nach Resonanz als kĂŒnftiges Motiv von Urlaubsreisen in den Fokus rĂŒckte. Diesen Trend hĂ€tten die Erfahrungen der Pandemie sogar noch verstĂ€rkt, so Kirig: „Durch eine neue Wertigkeit des Reisens wurde auch die individuelle Frage wichtiger, was ich eigentlich von meiner Auszeit erwarte und mitnehmen möchte.“

Die Sehnsucht nach Resonanz, nach persönlichen Begegnungen, nach Erfahrungen, die einen im Leben weiterbringen, werde daher im Urlaub noch stĂ€rker an Bedeutung gewinnen: „Eine solche Resonanzerfahrung kann auf ganz unterschiedlichen Ebenen erfolgen“, so Kirig, „in der Begegnung zwischen Menschen, im Kontakt mit RĂ€umen oder Dingen, oder eben auch in Beziehung zu einem Narrativ, einem Thema.“ Destinationen und Betrieben wĂŒrden sich dabei viele Möglichkeiten bieten, ihren GĂ€sten entsprechende ResonanzrĂ€ume zu öffnen, ist die Zukunftsforscherin ĂŒberzeugt. „Unsere Gesellschaft entwickelt sich aus einer Spaß- und Erlebnisgesellschaft in eine Erfahrungsgesellschaft. Gerade auf Reisen geht es nicht lĂ€nger um ein kurzfristiges Erlebnis, sondern um anhaltende Erfahrungen.“

In einer anschießenden Zukunftswerkstatt tauschten sich die anwesenden Touristikerinnen und Touristiker intensiv zu drĂ€ngenden Fragen der Branche aus. Das Spektrum der Themen reichte von den Herausforderungen des Klimawandels ĂŒber verĂ€nderte Aufgaben von Tourismusorganisationen bis zu einem neuen Bild des Tourismus jenseits aller Krisen.

FĂŒr Andreas Braun zeigten die Thesen und Diskussionen des Tages, dass die Zukunft der Tourismusbranche in Baden-WĂŒrttemberg in einer noch stĂ€rker qualitĂ€tsorientierten Ausrichtung liegt: „Unsere Themen und Angebote ermöglichen es schon heute vielen Menschen, in ihrem Urlaub nicht nur Erholung zu finden, sondern auch Impulse fĂŒr ihre persönliche Entwicklung. Wenn wir unseren GĂ€sten in Zukunft noch mehr dabei helfen können, solche Erfahrungen zu machen und ein StĂŒck weit bereichert nachhause zu fahren, beweist der Tourismus einmal mehr, dass er auf gesellschaftliche Trends reagieren und sich immer wieder neu erfinden kann.“

Hintergrundinformation:

In der jĂŒngsten Ausgabe des TMBW-Magazins „Tourismus Aktuell“ Ă€ußert sich die Zukunftsforscherin Anja Kirig im Interview ausfĂŒhrlich zu den Themen Resonanz und Resilienz. Eine digitale Ausgabe steht online zur VerfĂŒgung
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Mittagstisch-in-Freiburg


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