Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Freitag, 2. Januar 2026
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#Gastroliebe – Aus Liebe zur Gastronomie
(c) gastroliebe.de
 
#Gastroliebe – Aus Liebe zur Gastronomie
Wie lange wurde auf diesen Moment hin gefiebert: Die Gastronomie hat endlich wieder geöffnet! Die Gastronomie musste hohe Einbußen verzeichnen. Restaurantbesitzende freuen sich daher umso mehr, endlich wieder Gäste begrüßen und verwöhnen zu dürfen. Es darf wieder im ersehnten Ambiente geschlemmt werden – außerhalb der eigenen vier Wände. Auf so vieles musste monatelang verzichtet werden. Umso größer nun die Freude, jetzt unbeschwert einen geselligen Abend genießen zu können.

Jetzt Gastronomie unterstützen
Mit der Kampagne #Gastroliebe unterstützt das Gutscheinbuch.de Schlemmerblock-Team die Gastronomie in dieser besonderen Zeit. #Gastroliebe steht für Zusammenhalt und Unterstützung und schafft Mut für den gemeinsamen Neustart. Unter dem Motto „Gemeinsam (r)ausgehen!“ wird nachgeholt, was die letzten Wochen vermisst wurde: Ausgelassene Stimmung, gesellige Abende und kulinarische Highlights zusammen mit den Liebsten.

#Gastroliebe zeigen auf Social-Media
Der Fokus von #Gastroliebe liegt im Social-Media-Bereich, um eine möglichst hohe Reichweite und damit maximalen Support zu erreichen. Der Support erfolgt durch das Nachstellen eines Herzes mit den Händen im Lokal vor Ort. Die Bilder werden dann mit dem Hashtag #Gastroliebe geteilt. Weiter werden die Bilder auch über die Schlemmerblock-Kanäle verbreitet. Damit wird #Gastroliebe nach draußen getragen und motiviert immer mehr Menschen, die lokale Gastronomie zu unterstützen.
#Gastroliebe ist so vielfältig wie die Küche der Schlemmerblock-Teilnehmenden.

Mit dem 2:1-Prinzip Schlemmen und Gastronomie unterstützen – auch von zu Hause aus Mit dem Gutscheinbuch.de Schlemmerblock und seinen 2:1-Gutscheinen tut man nicht nur sich selbst, sondern auch den teilnehmenden Gastronomiebetrieben etwas Gutes: Zum Beispiel erhält man bei einem Restaurantbesuch zu zweit das zweite, wertgleiche oder günstigere, Hauptgericht gratis und kann sich dann noch mit einem weiteren Getränk oder Dessert verwöhnen lassen. Alle Gastronomie-Teilnehmenden erhalten ihre Anzeige im Schlemmerblock kostenlos und können Gutschein-Einlösung von der Steuer absetzen. Viele Gutscheine können auch von Singles, Familien und Freunden eingelöst werden. Die individuellen Regelungen sind über eine einfache Symbolik direkt auf den einzelnen Gutscheinen ersichtlich.

Ganz bequem kann mit den „Corona-Angeboten“ auch für Homeservice oder Abholung bei Gastronomen bestellt und ganz nach dem Motto „2x Genuss, 1x Rabatt, 1x Support“ gespart werden. Die Zusatzangebote sind in den Teilnehmerlisten auf Gutscheinbuch.de mit folgenden Symbolen gekennzeichnet: A, H, C (Abholung/Homeservice/Corona-Angebote).

Mit dem 2:1-Prinzip Schlemmen und Gastronomie unterstützen – auch von zu Hause aus Mit dem Gutscheinbuch.de Schlemmerblock und seinen 2:1-Gutscheinen tut man nicht nur sich selbst, sondern auch den teilnehmenden Gastronomiebetrieben etwas Gutes: Zum Beispiel erhält man bei einem Restaurantbesuch zu zweit das zweite, wertgleiche oder günstigere, Hauptgericht gratis und kann sich dann noch mit einem weiteren Getränk oder Dessert verwöhnen lassen. Alle Gastronomie-Teilnehmenden erhalten ihre Anzeige im Schlemmerblock kostenlos und können Gutschein-Einlösung von der Steuer absetzen.

Viele Gutscheine können auch von Singles, Familien und Freunden eingelöst werden. Die individuellen Regelungen sind über eine einfache Symbolik direkt auf den einzelnen Gutscheinen ersichtlich.

Ganz bequem kann mit den „Corona-Angeboten“ auch für Homeservice oder Abholung bei Gastronomen bestellt und ganz nach dem Motto „2x Genuss, 1x Rabatt, 1x Support“ gespart werden. Die Zusatzangebote sind in den Teilnehmerlisten auf Gutscheinbuch.de mit folgenden Symbolen gekennzeichnet: A, H, C (Abholung/Homeservice/Corona-Angebote).

Titel: Gutscheinbuch.de Schlemmerblock 2021

Preis pro Block: 16,90 Euro (39,90 Euro UPE) mit Code GASTROLIEBE-PR bei telefonischen und Online-Bestellungen angeben und Block zum Sonderpreis erhalten.
Code gültig bis 29.08.2021.
Alle Schlemmerblöcke 2021 können gemischt werden.
Ab zwei bezahlten Exemplaren versandkostenfreie Lieferung, darunter zzgl. 3,96 € Versandkosten pro Bestellung.

2+2-Aktion: Pro 2 bezahlten Schlemmerblöcken 2021 gibt es 2 Schlemmerblöcke 2021 nach Wahl gratis dazu. Die Blöcke können gemischt werden. Nur solange der Vorrat reicht.

Gültigkeit Block: bis 01.12.2021

Erhältlich: im Handel, unter www.gutscheinbuch.de oder unter der BestellHotline 01806-202607 (20ct/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 60ct/Anruf aus dem Mobilfunk)
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„Plaza Culinaria Edition 2021“
Die Plaza Culinaria findet in diesem Jahr in kleiner Ausgabe statt

Die Fans der Plaza Culinaria dürfen sich schon jetzt auf den November freuen: Nach Corona-bedingter Pause im letzten Jahr wird die beliebte Genussmesse in diesem Jahr wieder stattfinden, allerdings in kleiner Version als „Plaza Culinaria Edition 2021“. Vom 12. bis 14. November 2021 werden die Hallen 1 bis 3, das Zentralfoyer und das Freigelände der Messe Freiburg zum Schauplatz für erlesene kulinarische Produkte. Da einige Gastronomen aufgrund von Personalmangel absagen mussten und ein Teil der Aussteller die Realisierbarkeit der mit der Corona-Verordnung einhergehenden Maßnahmen als Herausforderung ansieht, wird es in diesem Jahr unter anderem kein Genussfestival und kein Charity Event geben. Auch die Anzahl der ausstellenden Gastronomiebetriebe wird im November geringer ausfallen, weshalb die Halle 4 nicht geöffnet sein wird. Aus diesem Grund hat sich die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) als Veranstalterin dazu entschieden, die Öffnungszeiten der Situation anzupassen: Die Plaza Culinaria Edition 2021 hat am Freitag, 12. November von 14 bis 21 Uhr, am Samstag, 13. November von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag, 14. November von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Online-Eintrittspreis beträgt 6 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder (ab 0 Jahre). Der Verkauf erfolgt über die Webseite www.plazaculinaria.de, Tickets können online auch während der Veranstaltung zum Vorzugspreis erworben werden. Vor Ort liegen die Preise bei 10 Euro pro Person, der ermäßigte Eintritt beträgt 8 Euro, Kinder zahlen 2 Euro.

„Neben vielen Stammausstellern werden die Besucherinnen und Besucher auf der Plaza Culinaria Edition 2021 einige neue Aussteller entdecken“, so FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki. „Mit dabei ist beispielsweise die Start-up-Plattform Food Rockerz, die wieder mit innovativen Produkten begeistert, sowie der Weihnachtszauber im Messefoyer, der mit ausgesuchten Geschenk- und Dekorationsideen kleiner Kunsthandwerksbetriebe für vorweihnachtliche Stimmung sorgt. Am Samstag gibt es ein besonderes Highlight: Der bekannte TV-Koch Tim Raue wird in der Kochshow des Plaza Culinaria-Kochstudios außergewöhnliche Gerichte und Kreationen zaubern.“

Für den Besuch der Plaza Culinaria Edition 2021 gilt aktuell die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in den Gängen, die Einhaltung des Mindestabstands und die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Weiterhin ist eine vorherige Online-Registrierung mit den persönlichen Daten für den Fall einer möglichen Nachverfolgung erforderlich. Liegt die Inzidenz vor Beginn der Veranstaltung sowie während des Veranstaltungszeitraums zwischen 10 und 35, wird es zusätzlich verschiedene Time Slots mit jeweils maximal 6000 Besucherinnen und Besuchern geben. Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 sind Time Slots mit jeweils ca. 3000 Besucherinnen und Besuchern vorgesehen. Die FWTM wird vor Veranstaltungsbeginn über die dann geltenden Maßnahmen sowie die entsprechenden Time Slots informieren. Der Vorverkauf wird Ende September/Anfang Oktober starten.
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Der Eschholzpark: ein alternativer und attraktiver Aufenthaltsort
Junge Menschen können mit Picknickdecke den Sommer im Park genießen

Foodtruck bietet Getränke an

Der Sommer ist da und viele junge Menschen verbringen ihre Freizeit draußen. Die Folge: Seit Mai werden die öffentlichen Plätze immer voller. Deshalb hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung geprüft, welche Alternativen es zum Platz der Alten Synagoge und dem Augustinerplatz gibt.

Das Ergebnis ist der Eschholzpark. Er ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, liegt in Innenstadtnähe und bietet mit seinen großen Grünanlagen viel Platz für allerlei Sportaktivitäten. Ein weiterer Vorteil ist der ausreichend Abstand zur nächsten Wohnbebauung.

„Dem vielfach geäußerten Wunsch von den Jugendvertretungen und Gemeinderatsfraktionen können wir heute nachkommen und mit dem Eschholzpark einen gut mit ÖPNV erreichbaren Aufenthaltsort mit viel Grün und ohne Konsumzwang anbieten“, sagte Bürgermeister Stefan Breiter. Die Stadt hat den Bürgerverein Stühlinger Anfang dieser Woche über das Konzept informiert.

Bis zum 30. Juli wird der Eschholzpark kurzfristig umgestaltet und so konnten zahlreiche Wünsche aus Politik und Stadtgesellschaft erfüllt werden: Holzstämme dienen als einfache Sitzmöglichkeiten und vor Ort gibt es WC-Anlagen mit regelmäßigen Reinigungen, Mülleimer und einen Sicherheitsdienst.

„Mit dem Eschholzpark wird nun eine neue Alternative für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Freiburg angeboten. ImHinblick auf den nächsten Sommer machen wir uns aber schon jetzt Gedanken, wie wir weitere Räume in der Öffentlichkeit attraktiv umgestalten können“, so Jugendbürgermeisterin Christine Buchheit.

Vorbeischauen lohnt sich: Bis zum 11. September bietet ein Foodtruck nichtalkoholische oder alkoholische Getränke an. Er öffnet jeden Freitag ab 17 Uhr und samstags ab 15 Uhr.

"Wir freuen uns, dass wir mit unserer Aktion “Freiräume für junge Menschen” etwas bewirken konnten und der Eschholzpark zum Feiern umgestaltet wird. Besonders begrüßen wir die öffentlichen Toiletten, da das Fehlen dieser für viele Menschen und insbesondere Frauen eine Zumutung darstellt", sagte der Vorstand des Rings politischer Jugend Freiburg.

Für den Getränkeverkauf ist ein Pfandsystem mit Spendenmöglichkeit geplant, um unnötigen Müll zu vermeiden. Die Spenden kommen verschiedenen kulturellen Institutionen zugute.
 
 

Natürliches Mineralwasser: Von sehr gut bis entzaubert
 
Natürliches Mineralwasser: Von sehr gut bis entzaubert
Viele der 32 stillen Wässer sind sehr gut oder gut und die günstigsten davon schon für 13 Cent pro Liter zu haben. Zwei der fünf Bioprodukte im Test gehören nicht dazu. Ebenfalls enttäuschend: Zwei Edelmarken zu Preisen von 3,40 bzw. 3,60 Euro pro Liter.

Kritische Stoffe oder oberirdische Verunreinigungen sind in den Mineralwässern nur vereinzelt zu finden. In einem wiesen die Tester krebserregendes Benzol nach, in vier Produkten Spuren von Pestizidabbauprodukten. Am Ende schneiden insgesamt 8 sehr gut ab, 18 gut.

Die teuersten Produkte überzeugen wenig. Die Mineralwässer von Voss und Healsi präsentieren sich zwar im edlen Design, aber mit vielen Kennzeichnungsmängeln. Auch Geschmack und Mineralstoffbilanz sind nicht premium. Zwei Wässer mit Bio-Label entsprechen nicht der eigens auferlegten Bio-Richtlinie. Eines schmeckt nach Kunststoff und Karton. Im anderen fanden sich unter anderem oberirdische Verunreinigungen.

Stilles Wasser kommt auch aus der Leitung. Ob Trinkwasser besser ist als Mineralwasser, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Tester haben die Fakten gegenübergestellt. Das Wasser aus der Leitung kostet nur rund einen halben Cent pro Liter und der Co-Fußabdruck liegt quasi bei Null.

Der Mineralwasser-Test findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/mineralwasser online abrufbar.
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Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen
Tag der nachhaltigen Gastronomie (c) Marion Hunger
 
Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen
Zum Tag der nachhaltigen Gastronomie (18.6.) verweist Slow Food Deutschland (SFD) auf die zentrale Bedeutung der Gastronomie für die Transformation unseres Ernährungssystems. Der Verein appelliert an Politik und Verbraucher*innen, Gastronom*innen zu unterstützen, die sich in fairen regionalen Netzwerken engagieren und lokale Märkte stärken. Zukunftsfähig arbeitende Chefs und Chefinnen sind mehr als Zubereiter*innen von Mahlzeiten. Sie sind Botschafter*innen für ein faires Lebensmittelsystem, ob in Restaurant, Kantine oder Mensa. Viele von ihnen sind kulinarisch und politisch bei Slow Food beheimatet: in der Köch*innen-Vereinigung Chef Alliance sowie im Genussführer.

Köch*innen stehen ebenso wie ihre Gäste unter dem Eindruck des Lockdowns. Dieser hat verdeutlicht: Restaurants und Lokale sind mehr als „nur“ Orte des Essens und Genießens. Sie sind Orte für soziales Miteinander und die kulinarischen Visitenkarten einer Region. Es sind Orte, an denen Gastronom*innen die Brücke zwischen Bauch und Kopf schlagen können: Indem sie ihre Gäste über den Genuss für eine planetenfreundliche Ernährungsweise inspirieren. Köch*innen aus dem Slow-Food-Netzwerk haben bereits vor Jahren damit begonnen, den Genuss um die Verantwortung zu ergänzen. Dass sich immer mehr auf diesen Weg machen, spiegelt sich im stetig wachsenden Netzwerk der Chef Alliance sowie im Genussführer wieder. Beides sind wichtige Orientierungshilfen für Verbraucher*innen bei der Suche nach Gastronom*innen, die nachhaltig wirksam sind; die neue Genussführer-App ebnet den Weg mit nur wenigen Klicks. „Wir hoffen, dass Verbraucher*innen die App nutzen, um die Gastronomie nach den langen herausfordernden Monaten des Lockdown zu unterstützen“, erklärt Wieland Schnürch, Leiter des Genussführer-Herausgeberteams.

Chefs und Chefinnen aus dem SFD-Netzwerk sind Multiplikator*innen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Gast. Der Weg zum Ursprung ihrer Lebensmittel ist für ihre Gäste transparent. Indem die Köch*innen vielfältige, frische und regionaltypische Lebensmittel mit kurzen Transportwegen bevorzugen, tragen sie zum Schutz von Mensch, Tier sowie Umwelt und Klima bei. Dieses Engagement habe Vorbildcharakter und verdiene Wertschätzung, meint Jens Witt. Er leitet die Chef Alliance: „Wenn diese ‚Netzwerkgastronomie‘ weiter wächst, sich ihr immer mehr Köch*innen der Außerhausverpflegung anschließen, gewinnen wir an Strahlkraft und ermutigen eine wachsende Anzahl an Menschen, ganzheitlich gesunde Ernährung mit guten Grundnahrungsmitteln auch in den eigenen vier Wänden umzusetzen. Wir brauchen diesen Dominoeffekt für die so wichtige Ernährungswende, die wir nicht aufschieben können.“

Um nachhaltigen Gastronom*innen ihre wichtige Arbeit zu erleichtern, fordert Slow Food politische Unterstützung und Förderung. Stätten regionaler Wertschöpfung, vor allem die des Lebensmittelhandwerks, sind vielerorts der Industrialisierung zum Opfer gefallen. Hier braucht es eine Kehrtwende. „Seit der Corona-Pandemie genießt Regionalität bei vielen Verbraucher*innen wieder einen höheren Stellenwert. Diesem Interesse sollte die Politik Folge leisten und Anreize für verlässliche Versorgungsangebote in den Regionen schaffen“, fordert Nina Wolff, amtierende SFD-Vorsitzende. Und die Verbraucher*innen? Auch sie können ihren Beitrag leisten, in dem sie bereit sind, für gute Erzeugnisse faire Preise zu zahlen.
 
 

Mit Slow Food gut Kirschen essen
Mittelrheinkirschen: Perle von Filsen (c) Annette Braun-Lüllemann --
 
Mit Slow Food gut Kirschen essen
46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche

Der neue Arche-Passagier von Slow Food setzt sich aus 38 Süß-, vier Sauer- und vier Bastardkirschen zusammen. Gemeinsam ist ihnen ihre Heimat: Das Obere Mittelrheintal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die alten Kirschsorten umfassen eine Vielfalt in Form, Größe, Festigkeit sowie Farbe und Geschmack, die in Supermärkten sowie an den meisten Straßenverkaufsständen heute nicht mehr zu finden ist. Sie eignen sich für den Frischverzehr ebenso wie für alle Arten der Verarbeitung für Marmeladen, Liköre oder Säfte, in Balsamico als Begleiter für herzhaften Speisen oder als Kuchenzutat. Mit der Aufnahme in die Arche möchte Slow Food diese Vielfalt für Mensch und Natur erhalten.

Bopparder Krächer, Geldklose, Perle von Filsen, Westfälische Braune Leber oder Minister von Podbielski – alte Kirschsorten mit diesen klangvollen Namen suchen die meisten Verbraucher*innen heute vergeblich. Dabei prägten Kirschbäume bis in die 1960er Jahre hinein maßgeblich das Landschaftsbild des Oberen Mittelrheintals. Insgesamt zählt die Region fast 90 Kirschsorten, die ältesten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese Vielfalt und die passenden klimatischen Bedingungen machten das Mittelrheintal zu einem der größten Kirschanbaugebiete Deutschlands. Der wirtschaftliche Erfolg des ‚Kirschbooms‘ prägte das Alltagsleben vieler Familien; Kirschmärkte und -feste dominierten das Dorfleben. Aushängeschild der Mittelrhein-Kirschen war die 'Geisepitter’; sie ist für einheimische Gourmets bis heute die beste Einkochkirsche.

Mit den veränderten Ansprüchen des Handels, seiner Nachfrage nach einheitlicher, transportfester Ware sowie sinkender Abnahmepreise v. a. durch südeuropäische Konkurrenz fand die Ära der Mittelrhein-Kirschen in den 1960er Jahren sukzessive ein Ende. Inzwischen sind nach Erhebungen durch Dr. Annette Braun-Lüllemann allein über 80 Prozent der Süßkirschsorten gefährdet. Auch das Wissen um die alten Sorten geht verloren, weil die meisten der alten Obstanbäuer*innen im Rentenalter oder schon verstorben sind.

Diesen kulturellen und kulinarischen Verlust möchte der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal aufhalten und entwickelte dafür u. a. eine Spezialitätenmarke für Kirscherzeugnisse aus der „Mittelrhein-Kirsche“. Passionierte Kirschfreund*innen und Erzeuger*innen stärken mit Picknicks und Genuss-Wanderungen entlang des „Kirschenpfads Filsen“ das Bewusstsein für die Region als traditionelle Obstbauregion. Hinzu kommen Schnitt- und Pflegeseminare sowie Bildungsangebote für Schulen.

Dieses Engagement unterstützt auch Slow Food Deutschland ab sofort. Produkte, die zu 100 Prozent aus den in die Arche aufgenommenen Sorten bestehen, können mit der Arche des Geschmacks beworben werden. Gerhard Schneider-Rose, Leiter der Arche-Kommission, begründet das Slow-Food-Engagement für die Kirsche: „Es ist heute richtig schwierig, frische Kirschen zu kaufen, die weder durch halb Europa gereist sind noch dem Standard von groß, makellos und lange haltbar entsprechen. Diese Umstände unterstreichen aus Slow-Food-Sicht die Leistung des Zweckverbands Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal sowie die Notwendigkeit zu handeln. Er hat ein beispielhaftes Netzwerk mit Vertreter*innen aus Gartenbau, Obstverarbeitung, Tourismus und Bildung geknüpft. Das lässt auf eine zeitgemäße Wiederbelebung der Tradition hoffen.“
 
 

DIE ZIEGEN SIND LOS!
Connis Käsemanufaktu (c) TMBW / Oliver Raatz
 
DIE ZIEGEN SIND LOS!
Das erinnert an Ferien wie früher: Beim Dorfurlaub im Schwarzwald entspannt man in der Natur, trifft herzliche Gastgeberinnen und regionale Produzenten und erlebt, dass die Kinder endlich mal wieder unbeschwert toben können. Zum Beispiel in Loßburg

Vorsichtig greift Benedikt nach dem Ei im mobilen Hühnerstall, angelt es heraus und legt es behutsam im Karton ab. „Guck mal, da hinten ist noch eins“, ruft er Carla Staiger zu, die hier in Loßburg-Schömberg im Schwarzwald mit einer Gruppe Gleichgesinnter den großen alten Hofbauernhof bewirtschaftet. Benedikts kleine Schwester Lina bleibt auf Mamas Arm, darf aber ein Huhn streicheln. „Ganz weich“, sagt sie und lacht. Die Familie hat im Laden des Hofbauernhofs eingekauft und bekommt nun noch eine Führung gratis: Die Kleinen dürfen die Schwäbisch-Hällischen Schweine füttern, eine Runde Kettcar fahren und zu den Hühnern auf die Wiese.

Herzliche Gastgeberinnen und eine schöne, ländliche Natur

Loßburg liegt ziemlich lauschig im Tal der Kinzig – es ist eine von insgesamt 21 Gemeinden, die sich zum Dorfurlaub Schwarzwald zusammengeschlossen haben. Das Konzept: Gäste in freundlichen kleinen Schwarzwald-Orten am Dorfleben teilhaben lassen – perfekt auch für Familienferien. Dazu gehören herzliche Gastgeberinnen, schöne Natur rundherum und die Möglichkeit, bei lokalen Produzenten einzukaufen. Auf der Website wird das so erklärt: „Dorfurlaub-Gemeinden überraschen mit besonderen Erlebnissen. Es herrscht ein anderer Rhythmus als in der Stadt. Vieles ist im Werden, nichts ist wirklich "perfekt" und unveränderbar. Die Dörfer sind wie der Schwarzwald selbst: herausfordernd, entspannend, kontrastreich, ursprünglich und im Kern echt.“

Zauberland am Kinzigsee

Benedikts und Linas Eltern haben sich für einen solchen Dorfurlaub entschieden, weil die Kinder dort etwas ganz anderes erleben können als zu Hause. Und weil auch die beiden Erwachsenen Lust auf Natur, authentische Produkte und unbeschwerte Sommerferien hatten. Die Kinder haben mittlerweile nach einem kleinen Ortswechsel ihre Schuhe ausgezogen und erkunden die Wassererlebnisrunde im Zauberland am Kinzigsee. Das ist ein Naturerlebnispfad rund ums Wasser am Kinzigursprung. Etwas weiter warten noch eine Station mit großen Wasserspritzpistolen und eine Stelle, wo die Kleinen am Bach spielen können. Benedikt klettert das schattige Bachbett hinauf, während Lina versonnen Steine ins Wasser wirft und schaut, welche Lichtspiele dabei auf der Wasseroberfläche entstehen.

Loßburger „Vesperdäschle“

Nach einem Picknick mit regionalen Produkten, das die Familie im Loßburger „Vesperdäschle“ bei ihrem Dorfurlaub-Gastgeber vorbestellt hat, klettert das Quartett auf den Vogteiturm. Und während die Kleinen es aufregend finden, dass die Stahlkonstruktion so luftig ist, genießen die Eltern die weite Aussicht über die Höhenzüge des Schwarzwalds.

Mit Ziegen spazieren

„Komm Toff, komm Frida“, ruft Esther Föttinger vom Kultierhof ihren Schützlingen zu, und die rennen nach kurzem Zögern fröhlich Esther hinterher. Nein, es sind keine Pferde, die mit uns durchs Dorf spazieren – es ist eine übermütige Ziegenbande. Esther Föttinger erzählt, dass ihr Vater den Bauernhof vor ein paar Jahren gekauft hat – und dass sie sich mit den Tieren einen Kindheitstraum erfüllt hat. „Ziegen sind so emphatische Tiere“, erzählt sie, „ich weiß nicht so ganz genau, warum, aber ich wollte eigentlich schon immer welche haben.“ Hier in Betzweiler-Wälde bei Loßburg werden die Ziegen weder geschlachtet noch gemolken. Ab und zu mit Gästen auf Tour durch den Ort und den Wald zu gehen, ist der einzige Job der Tiere. Nebenbei bietet der Kultierhof auch Konzerte in der Scheune – und auch da dürfen die Ziegen ab und zu als Zuhörerinnen dabei sein.

Die Tiere bleiben zusammen

„Papa, Papa, die sind so schnell“, ruft Benedikt, der furchtlos zwischen den Ziegen umherläuft. Und wirklich: Die Gruppe aus acht, neun Ziegen rennt durch den Ort, hält hier und da kurz vor einem Schaufenster inne und erstarrt, wenn sich ein Auto nähert. Doch dann geht es auch schon wieder mit hohem Tempo weiter. „Das ist schon immer ein bisschen aufregend“, gibt Esther zu, „aber eigentlich geht unterwegs kein Tier verloren, die bleiben zusammen.“ Und am Ende sind auch alle wieder im Stall – gemütlich im Heu und hinter Riegel.

Ein Sägewerk, fast wie früher

Eigentlich sollen Lina und Benedikt jetzt von den Großeltern, die mit in den Urlaub gekommen sind, abgeholt werden. Aber sie zetern, wollen mit in Connis Käsemanufaktur auf dem Schwenkenhof. Dort kann man nämlich Kühe auf der Weide beobachten (und umgekehrt auch von ihnen angestarrt werden, sie kommen nämlich gern angelaufen, wenn Besuch kommt). Und man darf dort im Laden Biokäse probieren. Landwirtin Cornelia Reich erzählt währenddessen vom Leben auf einem Bio-Bauernhof und vom Käse, den sie gern mit regionalen Kräutern und Zutaten verfeinert. Zwischendurch kommt ein Notruf: Ein Kälbchen ist auf der Weide geboren wurden und braucht Hilfe. Aber ansonsten bleibt es ruhig im Idyll. Die Eltern verkosten einige Käse, während die Kinder am Boden Puzzle legen, die Conni für kleine Gäste in einem Korb bereit hält.

Mühlenwelt am Heimbach

Ohne die Kinder machen die Eltern noch eine Wanderung in der Mühlenwelt am Heimbach. Karl-Heinz Mäder, dessen Vorfahren in dem Schwarzwaldtal einst Mühlen betrieben, begleitet die beiden und erzählt: wie man früher im Wirtshaus „Linde“ beim Viertele darauf gewartet hat, dass die Dorfsäge ihre Arbeit verrichtet, welcher Wanderweg der schönste ist, wie das Konzept in seiner „Oberen Mühle“ ist (regionale Produkte auf der Speisekarte, alles einfach, aber gut) und warum er gerne die alte Säge in der Scheune anwirft. Na, das muss man nicht erklären, das sieht man: Mäder wuchtet mit Hilfe einer Maschine einen Fichtenstamm zur Säge, die zwar sehr alt ist, aber leider nicht mehr mit Wasserkraft angetrieben werden kann. Karl-Heinz Mäder dreht an Knöpfen, probiert, kontrolliert, flucht ein bisschen, probiert wieder und lächelt schließlich zufrieden. Das Monster setzt sich langsam in Bewegung, schnauft und faucht. Die Sägeblätter werden schneller und schneller, der Baumstamm wird in Latten geteilt. „Das dauert auch heute noch“, meint Karl-Heinz Mäder. „Aber ich bleibe lieber dabei, das Viertele gibt’s später bei mir im Restaurant.“ Sagt er und justiert schon wieder etwas. Auch das ist ein Stück Dorfurlaub – Tüftler zu treffen, die bewusst in die Heimat zurückgekommen sind, um nebenberuflich die Tradition des Dorfes und die der eigenen Familie am Leben zu halten.

Alle Informationen zum Dorfurlaub im Schwarzwald findet man online ...
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Essbare Trinkhalme: Wegknabbern statt wegwerfen
Trinkhalm-Alternativen aus Stärke, Getreide und Zucker (c) Stiftung Warentest
 
Essbare Trinkhalme: Wegknabbern statt wegwerfen
Ab Juli ist der Einwegstrohhalm aus Plastik verboten. Die Stiftung Warentest hat sechs essbare Alternativen aus Stärke, Getreide und Zucker geprüft. Die aus Zucker sind Murks, die aus Getreide relativ stabil. Auch wiederverwendbare Alternativen stehen zur Wahl.

Von sechs essbaren Trinkhalmen im Test sind drei aus Hartweizengrieß, einer aus Reis und Tapioka und zwei aus Zucker. Schadstoffe fanden die Tester, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen, die nicht ins Gewicht fallen. Den Unterschied macht die Standfestigkeit. Am verlässlichsten präsentieren sich die Röhrchen aus Getreide, am instabilsten die aus Zucker.

Die essbaren Halme aus Zucker schmecken kräftig süß und ein Röhrchen entspricht mehr als zwei Stück Würfelzucker. Das ist unnötig. Am gefälligsten lassen sich die drei Getreideprodukte wegknabbern. Zwei von ihnen sind mit 7 Cent pro Stück die günstigsten im Test. Beide sind allerdings in Plastik verpackt.

Neben den essbaren Halmen gibt es auch wiederverwendbare aus Metall oder Glas. Sie erfordern zwar in der Herstellung mehr Energie als solche aus Kunststoff, mit jeder Nutzung reduziert sich aber die Belastung.

Der Test essbare Trinkhalme findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/trinkhalme abrufbar.
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