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Montag, 23. April 2018
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Verschiedenes

BundesbĂŒrger lieben Sommerferien im Schwarzwald
© Heike Budig, Projekt D
 
BundesbĂŒrger lieben Sommerferien im Schwarzwald
Die Zahl der SommergĂ€ste im Schwarzwald ist deutlich gestiegen: Im Juli kamen fast eine Million Urlauber und damit fast fĂŒnf Prozent mehr als im Vorjahr in die Ferienregion. WĂ€hrend der Anteil der auslĂ€ndischen GĂ€ste nur leicht um 0,8 Prozent auf 334.823 Urlauber anstieg, kamen aus dem Inland 7,2 Prozent mehr GĂ€ste in den Schwarzwald. Die Zahl der BundesbĂŒrger, die im Schwarzwald Urlaub machten, kletterte damit auf 614.418 GĂ€ste.

Damit setzte sich der positive Trend in der Ferienregion fort: In den ersten sieben Monaten stieg die Zahl der AnkĂŒnfte im Schwarzwald um 2,6 Prozent auf 4,55 Mio. Urlauber und die der Übernachtungen um 2,2 Prozent auf fast 12 Mio.

Dass die Übernachtungen auslĂ€ndischer Touristen im Juli gegenĂŒber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent zurĂŒck gegangen ist, liegt an teils deutlichen RĂŒckgĂ€ngen aus den HerkunftslĂ€ndern Niederlande, Großbritannien und Nordirland, Arabische Golfstaaten, China und Israel. Über die ersten sieben Monate gesehen, verzeichnete das Statistische Landesamt fĂŒr Betriebe mit mehr als neun Betten immer noch einen Zuwachs von 1,1 Prozent Übernachtungen bei den AuslĂ€ndern. Das Plus bei den Inlandsurlaubern lag im gleichen Zeitraum bei 2,5 Prozent. Der Schwarzwald ist damit auch nach den Vorjahresrekorden noch einmal deutlich in der Gunst der BundesbĂŒrger gestiegen.
 
 

Neu auf dem Markt: Freiburger MĂŒnstermarkttasche
MĂŒnstermarkttasche / (c) FWTM
 
Neu auf dem Markt: Freiburger MĂŒnstermarkttasche
Fair produzierte Jutetasche ab sofort erhÀltlich

In der Tourist Information und an 21 MarktstĂ€nden auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt ist ab sofort die Freiburger MĂŒnstermarkttasche erhĂ€ltlich. Die gerĂ€umige Jutetasche, geschmĂŒckt mit dem MĂŒnstermarktlogo, kann fĂŒr fĂŒnf Euro erworben werden.

„Die nachhaltig produzierte Freiburger MĂŒnstermarkttasche ist fĂŒr Freiburger BĂŒrger als auch fĂŒr Touristen eine gute Alternative zu PlastiktĂŒten, ganz im Sinne der Green City Freiburg, und bietet Platz fĂŒr den gesamten Markteinkauf“, so FWTM-TourismusAbteilungsleiter Franziska Pankow.

Die Einkaufstasche hat die Maße 40 x 34 x 18 cm und ist aus robusten Jutegewebe und Baumwolle hergestellt. Die Tasche verfĂŒgt ĂŒber schulterlange, rundgewebte Baumwolltragegriffe, welche ein bequemes Tragen des Einkaufs mit der Schulter ermöglichen. Die Innenbeschichtung aus lebensmittelgerechtem LDPE macht die Tasche auswischbar und unanfĂ€llig gegen Verschmutzung.
 
 

Suppen: Mit 80 Suppen um die Welt
 
Suppen: Mit 80 Suppen um die Welt
Ob Klassiker wie der ukrainische Borschtsch, die HĂŒhnersuppe mit MatzeklĂ¶ĂŸchen aus Israel oder Phở aus Vietnam. Suppen sind allerorts der Inbegriff einer wohltuenden Mahlzeit. Das neue Kochbuch der Stiftung Warentest „Suppen – mit 80 Rezepten um die Welt“ nimmt mit auf eine Reise durch die KĂŒchen von Amerika bis Asien und erzĂ€hlt ganz nebenbei Geschichten einer kulinarischen Tradition.

In jahrelanger Entdeckungsarbeit haben die Autoren authentische Rezepte zusammengetragen – fast die HĂ€lfte ist vegetarisch. Bei jeder Reise ins Ausland haben sie neue KrĂ€uter und GewĂŒrze probiert und neugierig in fremde Töpfe geschaut.

Die meisten der köstlichen Suppenrezepte wurden direkt von Freunden und Bekannten aus aller Welt ĂŒberliefert, andere sind das Ergebnis langer Recherchen und mĂŒhsamer TĂŒftelei. Neben liebevoll illustrierten Warenkunden zu außergewöhnlichen Zutaten der verschiedenen LĂ€nder, erzĂ€hlen kurze Geschichten von Herkunft und Bedeutung der Currys, BrĂŒhen und Eintöpfe und machen dieses Kochbuch zu einem einzigarten Schatz fĂŒr kulinarische Weltenbummler, Gelegenheitsköche mit Fernweh und ambitionierte Genießer.

Die Autorin und Foodstylistin Ulrike Skadow und der Fotograf Nicolas Leser leben in Paris und arbeiten seit 25 Jahren im Team. Als Liebhaber authentischer Rezepte und gesunder ErnĂ€hrung hatten beide schon immer ein Faible fĂŒr Suppen. Auf ihren vielen Reisen haben sie diese Leidenschaft vertieft und fleißig Rezepte notiert.

„Suppen aus aller Welt“ hat 176 Seiten und ist zum Preis von 19,90 Euro im Buchhandel erhĂ€ltlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/suppen
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Immer mehr Begeisterung fĂŒr Milchkönigin Charlotte Mark
Charlotte Mark mit der neuen SchÀrpe / Foto: Matthias Reinbold
 
Immer mehr Begeisterung fĂŒr Milchkönigin Charlotte Mark
Hoheit erhĂ€lt jetzt SchĂ€rpe von SchwarzwĂ€lder Art fĂŒr ihre Termine

Buchenbach/Freiburg (mr). Charlotte Mark, erste Milchkönigin in Baden-WĂŒrttemberg aus Buchenbach (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) bei Freiburg hat seit ihrem Amtsantritt mittlerweile zahlreiche Termine rund um das Thema Milch und Landwirtschaft absolviert. Knapp 100 Tage im Amt, also Zeit eine erste "Bilanz" zu ziehen.

FĂŒr die Hoheit war es anfangs nicht immer einfach, bei ihren Auftritten zu vermitteln, was ihre Aufgabe ist. Doch jetzt, mit zunehmender Routine und charmanter Ausstrahlung im feschen Dirndl von Happy Hour Shop in Kirchzarten erzĂ€hlt sie locker und lĂ€chelnd von der umfangreichen Arbeit in der Landwirtschaft. NatĂŒrlich spricht die 21-jĂ€hrige angehende Landwirtin dabei aus eigener tĂ€glicher Erfahrung und sprĂŒht dennoch vor Eifer den Menschen ihr Thema zu vermitteln. Ja dieses Amt fĂŒllt sie mit Begeisterung aus und zeigt es auch immer wieder gerne. Keine Frage bleibt unbeantwortet und so kann sie in jeder Diskussionsrunde dazu beitragen, mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr die schwierige Situation in der Milch- und Landwirtschaft zu wecken, das aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern immer fachlich fundiert. Und dass es so bleibt, daran hat sie keine Zweifel, schließlich ist sie fĂŒr zwei Jahre Anfang Juni im Rahmen der ersten Milchtage in Stegen als "DreisamtĂ€ler Milchkönigin" gewĂ€hlt worden. Allerdings natĂŒrlich eine Premiere in Baden-WĂŒrttemberg und damit auch Neuland fĂŒr die Initiatoren um die beiden Medienmacher Hanspeter Schweizer (Kirchzarten) und Matthias Reinbold (Freiburg), die sich seither fĂŒr die Hoheit engagieren und sie fördern.

Ganz allein sind die beiden Initiatoren jedoch mit ihrer "Vorliebe" fĂŒr das Thema Milch und Landwirtschaft zwischenzeitlich nicht mehr. Immer mehr UnterstĂŒtzung gibt es nun wie etwa von Stefans KĂ€sekuchen (Ebringen) oder mit dem Unternehmen SchwarzwĂ€lder Art aus Todtmoos mit deren Inhaberin Sabine Keuneke-Grötz. Von dort, der Heimat der BollenmĂŒtze, kommt jetzt am heutigen Samstag (20.8.) mit der Übergabe am Street Food Market auf dem GelĂ€nde der Messe Freiburg eine besondere SchĂ€rpe zur besseren Erkennbarkeit der Hoheit.

Aber ebenso gibt es immer öfter Termine fĂŒr die erste Milchkönigin in Baden-WĂŒrttemberg ĂŒber den Street Food Market in Freiburg hinaus. So war Charlotte Mark immerhin schon wĂ€hrend ihrer kurzen Amtszeit bei einem Naturpark Markt in Todtmoos dabei oder dem Naturpark Brunch sowie bei Diskussionsveranstaltungen rund um Milch und Landwirtschaft. Und bei der Baden Messe Freiburg ist sie ebenfalls am Freitag, 16.September 2016, 18 Uhr, dabei. Am Sonntag, 4.September 2016, ist die Hoheit dann am Tag der offenen TĂŒr im Haus der Bauern an der Merzhauser Straße in Freiburg Gast.

zum Bild oben:
Sabine Keuneke-Grötz von SchwarzwĂ€lder Art ĂŒberreicht die SchĂ€rpe an die Milchkönigin Charlotte Mark. / Foto: Matthias Reinbold
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„Schwarzwaldperle“ mit sehr dynamischem Wachstum
Foto: Schwarzwald Tourismus GmbH
 
„Schwarzwaldperle“ mit sehr dynamischem Wachstum
Die Peterstaler Mineralquellen GmbH und die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) wollen ihre seit fast 10 Jahren bestehende Marketing-Partnerschaft fortsetzen und weiter ausbauen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen AktivitĂ€ten sollen auch kĂŒnftig abgestimmte Marketingaktionen und Messebeteiligungen stehen. Auch im Lebensmitteleinzelhandel und im GetrĂ€nkefachgroßhandel ist die Partnerschaft optisch prĂ€sent: Der 2009 gestarteten Mineralwassermarke „Schwarzwaldperle“ bescheinigte Peterstaler-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus BĂ€hr ein „sehr dynamisches Wachstum mit weit ĂŒberdurchschnittlichen Zuwachsraten und einen unerwartet hohen Verkaufserfolg“.

Die Marke „Schwarzwaldperle“ mache das Mineralwasser aus Bad Peterstal „zu einem StĂŒck Heimat, das der Kunde mit nach Hause nehmen und genießen kann“, sagte BĂ€hr bei den KooperationsgesprĂ€chen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christopher Krull von der Schwarzwald Tourismus GmbH sieht in der Mineralwassermarke „eine gute ErgĂ€nzung zur Marke „Schwarzwald – herz.erfrischend.echt“. Sie stĂŒtze die Tourismusmarke und erleichtere die Identifikation mit der Region.

Zu den bisherigen Messeauftritten und gemeinsamen AktivitĂ€ten sollen zusĂ€tzliche Werbekampagnen fĂŒr die Ferienregion und Gewinnspiele im Einzelhandel und auf den Etiketten der Mineralwasserflaschen kommen.

Die Mineralquelle aus dem Schwarzwald fĂŒhrt neben Peterstaler noch weitere Marken in seinem umfangreichen Sortiment an alkoholfreien GetrĂ€nken: Neben „Schwarzwaldperle“ auch „Black Forest still“, das sich national und im benachbarten Ausland zunehmend gut verkauft.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH ist der Dachverband der Tourismusorganisationen in den zwölf Land- und vier Stadtkreisen und Marketingorganisation der mehr als 11.100 Quadratkilometer großen Ferienregion Schwarzwald.

zum Bild oben: v.l.n.r. Klaus BĂ€hr, GF Peterstaler; Christopher Krull, GF STG; Markus Pont, Vertriebsleiter Peterstaler; Michael Kasprowicz, Marketingleiter STG.
 
 

 
Leitungs- und Mineralwasser
NatĂŒrliches Mineralwasser nicht besser als Leitungswasser

Am Hahn zapfen statt Flaschen schleppen: Mineralwasser ist nicht besser als Leitungswasser und ĂŒberbewertet. Vor allem Mineralstoffe im Mineralwasser sind ein Mythos. Ein Liter Leitungswasser kostet rund einen halben Cent, das teuerste Mineralwasser im Test 70 Cent pro Liter. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Stiftung Warentest, die fĂŒr die August-Ausgabe ihrer Zeitschrift test Trinkwasser aus 28 StĂ€dten und Gemeinden sowie 30 stille natĂŒrliche MineralwĂ€sser getestet hat. Veröffentlicht sind die Ergebnisse auch unter www.test.de/wassercheck.

Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und hat eine gute QualitĂ€t. Alle Proben entsprachen der strengen Trinkwasserverordnung. Die Hightech-Analysemethoden offenbaren zwar Spuren von Chemikalien, die Konzentrationen sind aber gesundheitlich unbedenklich. „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar gĂŒnstig und umweltschonend obendrein“, sagte der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Beim Test von stillen MineralwĂ€ssern enthĂ€lt fast jedes zweite wenig Mineralstoffe, nur 8 der 30 WĂ€sser enthalten mehr Mineralstoffe als das mineralstoffreichste Trinkwasser im Test. 6 der stillen WĂ€sser enthalten so viele Keime, dass sie fĂŒr Immunschwache riskant sein können. FĂŒr Gesunde sind sie nicht kritisch. In 5 der 30 stillen MineralwĂ€sser fanden die Tester oberirdische Verunreinigungen von Pflanzenschutzmitteln, einem SĂŒĂŸstoff und einem Abbauprodukt, das vom umstrittenen Pestizid Glyphosat oder aus Wasch- und Reinigungsmitteln stammt. Die Spuren sind gesundheitlich unbedenklich, weisen aber darauf hin, dass die Quellen nicht ausreichend geschĂŒtzt sind.

Zehn stille MineralwĂ€sser im Test sind geschmacklich einwandfrei, enthalten keine oberirdischen Verunreinigungen oder nennenswerte Mengen anderer kritischer Stoffe, sind auch fĂŒr Immunschwache geeignet und auf ihre Kennzeichnung ist Verlass. Die beiden gĂŒnstigsten sind Celtic und NestlĂ© Pure Life fĂŒr jeweils 33 Cent pro Liter.

Der ausfĂŒhrliche Test Leitungs- und Mineralwasser erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.07.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/wassercheck abrufbar.
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FĂŒrstenberg Bier-Etiketten zeigen „Heimatmarke mit Tradition“
 
FĂŒrstenberg Bier-Etiketten zeigen „Heimatmarke mit Tradition“
Bierkultur und Brauleidenschaft „Vom Ursprung der Donau, Donaueschingen“


Donaueschingen, Juli 2016. „Die FĂŒrstenberg Brauerei macht ihre seit 1283 bestehende Bierkultur und die Verwurzelung in der Region jetzt noch deutlicher.“ Mit diesen Worten kĂŒndigt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Georg Schwende neue Bier-Etiketten an, die ab August zunĂ€chst bei den Hauptsorten Premium Pilsener, Original Export und Radler zu sehen sein werden. „Unsere Brauerei-Geschichte ist von Beginn an untrennbar mit unserer Heimat verbunden.“ Deshalb tragen alle Etiketten kĂŒnftig den Hinweis „Vom Ursprung der Donau, Donaueschingen“. Seit Jahrhunderten braut FĂŒrstenberg in direkter Nachbarschaft zur Donauquelle seine QualitĂ€tsbiere. „Darauf sind wir und unsere Verbraucher sehr stolz“, betont Georg Schwende. „Unsere Biere haben Charakter und Geschmack. Wir sagen ‚Ja‘ zur Heimat, denn das Bekenntnis zu unserer Herkunft ist wichtiger denn je.“

Wie bei allen anderen FĂŒrstenberg-Bieren steht der Sortenname auf dem Etikett kĂŒnftig fĂŒr sich und ist noch deutlicher als bisher zu erkennen. Der Zusatz „Premium“ bleibt beim Pilsener erhalten, da diese Bezeichnung weiterhin etwas ĂŒber die hohe QualitĂ€t des Produkts aussagt. Die Hopfendolde strahlt insgesamt NatĂŒrlichkeit aus und unterstreicht den feinherben, hopfenbetonten Charakter.

Marketingleiterin Regina Gerschermann freut sich ĂŒber den gelungenen neuen Markenauftritt. „Wir gehen den 2011 begonnenen Weg weiter und setzen die Markenidee „Wir im SĂŒden: Bierkultur seit 1283“ konsequent um.“ Ein Weg, der beim Verbraucher gut ankommt, wie den Brauern auch jĂŒngste Verbraucherbefragungen bestĂ€tigen. So ist FĂŒrstenberg lĂ€ngst eine moderne, erfolgreiche „Heimatmarke mit Tradition“ geworden.
 
 

 
Kölner Palm und Wassenberger SÀmling
Zwei neue Arche-Passagiere aus dem Rheinland in der Slow Food Arche des Geschmacks

Rettungsring fĂŒr zwei seltene SpezialitĂ€ten aus dem Rheinland: Die geschmacklich intensive Feldsalatsorte Kölner Palm und die langlebige Pfirsichsorte Wassenberger SĂ€mling wurden kĂŒrzlich in die Arche des Geschmacks von Slow Food aufgenommen. Die Slow-Food-Arche schĂŒtzt traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Aussterben und erhĂ€lt damit die lokale kulturelle und biologische Vielfalt. Insgesamt gibt es derzeit 58 Arche-Passagiere in Deutschland. Auch der Maiwirsing "Bonner Advent", der Nieheimer KĂ€se, die Bohnensorten Paas Lintorfer FrĂŒhe aus dem DĂŒsseldorfer Raum und das Ahrtaler Köksje sowie die Burger Brezel aus dem bergischen Land gehören zu den geschĂŒtzten regionalen Lebensmitteln.

Der Kölner Palm

Der Gemeine Feldsalat ist eine Ackerwildpflanze, die mit dem Getreide bereits in der Jungsteinzeit nach SĂŒddeutschland gelangt ist. Er wurde ĂŒber Jahrhunderte hinweg an AckerrĂ€ndern und Weinbergen als Wildsalat gesammelt. Neben der Wildsammlung bildete sich nach 1700 eine in GĂ€rten gezogene Kulturpflanze heraus. Der Kölner Palm ist eine alte Kultursorte aus der Ville bei Köln. Der Feldsalat der Sorte "Kölner Palm" ist in der Roten Liste der gefĂ€hrdeten einheimischen Nutzpflanzen in Deutschland (BLE 2013) und erfĂŒllt somit den Nachweis der Bedeutsamkeit als pflanzengenetische Ressource der deutschlandweit bekannten GemĂŒseanbau-Region Vorgebirge (Rheinland). Die BlĂ€tter sind hellgrĂŒn, lĂ€nglich und hasenohrförmig. Er ist resistent gegen die Phoma-FĂ€ule und den echten wie falschen Mehltau. Er ist winterhart und blĂŒht er sehr viel spĂ€ter als andere Sorten. Dies ermöglicht noch eine gute Ernte im FrĂŒhjahr. Das macht ihn besonders fĂŒr die Direktvermarktung und den hĂ€uslichen GemĂŒsegarten geeignet. Sein Geschmack ist deutlich intensiver als die modernen Sorten.

Der Wassenberger SĂ€mling

Der Wassenberger SĂ€mling ist eine langlebige Pfirsichsorte aus dem Rheinland, die aus SĂ€mlingen vermehrt wird. Die filzige Schale der Frucht ist weißlich gelb mit teilweise tiefroter Deckfarbe. Das Fruchtfleisch ist grĂŒnlich weiß, um den Fruchtstein dunkel gerötet und saftreich-schmelzend. Im Geschmack hat er deutliche SĂ€ure und ist etwas herb. Trotz des festen Fruchtfleisches ist der Pfirsich nicht lagerfĂ€hig. Der Wassenberger SĂ€mling eignet sich besonders fĂŒr die Weiterverarbeitung als Konserve und Marmelade, dort entfaltet er sein Aroma. Auf den lockeren, sandigen Böden rund um Wassenberg wurde er in zahlreichen Obstplantagen angebaut, heute gibt es nur noch eine kleine Plantage und RestbestĂ€nde in HausgĂ€rten. Der starke RĂŒckgang im kommerziellen Anbau hat seine GrĂŒnde im Niedergang der Einmach- und Marmeladenkultur in privaten Haushalten und in der Frostempfindlichkeit von Pfirsichen, die den Anbau in sĂŒdlichen LĂ€ndern zuverlĂ€ssiger machen.

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Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung fĂŒr BiodiversitĂ€t schĂŒtzt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unwww.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/ter den gegenwĂ€rtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder "aus der Mode" gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es ĂŒber 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 58: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

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Über Slow Food

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich fĂŒr eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt fĂŒr die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen. Die Arbeit von Slow Food stĂŒtzt sich weltweit auf den Einsatz vieler engagierter Mitglieder, die es Slow Food durch ihre Mitgliedschaft ermöglichen, Projekte zum Schutz der BiodiversitĂ€t und zur ErnĂ€hrungs- und Geschmacksbildung voran zu treiben und Kampagnen und Events zu organisieren. Viele der Mitglieder und Convivien engagieren sich durch verschiedenste AktivitĂ€ten vor Ort. Als Slow-Food-Mitglied ist man Teil einer großen, bunten, internationalen Gemeinschaft, die das Recht jedes Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel vertritt.

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegrĂŒndet und ist ein eingetragener Verein mit GeschĂ€ftsstelle in Berlin. Die Slow-Food-Bewegung zĂ€hlt Mitte 2016 in Deutschland ĂŒber 13.500 Mitglieder in 85 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in ĂŒber 170 LĂ€ndern. www.slowfood.de
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