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Mittwoch, 23. Oktober 2019
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Tag des Deutschen Butterbrots: Brot und Butter w√ľrdigen
Tag des Butterbrots (c) Slow Food Deutschland
 
Tag des Deutschen Butterbrots: Brot und Butter w√ľrdigen
Am letzten Freitag im September w√ľrdigen die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ihre geliebte Stulle. Es ist der Tag des Deutschen Butterbrots. Zum Aktionstag nimmt Slow Food gemeinsam mit der Dorfk√§serei Geifertshofen (B√ľhlerzell, Baden W√ľrttemberg) Rohstoffe und Verarbeitung handwerklich hergestellten Brots und Butter in den Blick. Denn erkl√§rtes Ziel des Vereins ist es, die regionale Vielfalt von Nahrungsmitteln und das dahinterstehende Lebensmittelhandwerk zu bewahren.

Brot geh√∂rt in Deutschland zu den beliebtesten Grundnahrungsmitteln. Die UNESCO z√§hlt die deutsche Brotkultur seit 2014 zum Weltkulturerbe. Jedoch sind weder regionaltypische Brotsorten noch handwerklich erzeugte Butter, K√§se oder Wurst ausreichend gesch√§tzt und gesch√ľtzt. Schnell- und Selbstbedienungsb√§cker, deren Aufbackware aus weit entfernten L√§ndern kommt, d√ľrfen sich hierzulande B√§ckerei nennen und Handwerk simulieren. Dazu findet wie auch in anderen Bereichen des Lebensmittelhandwerks ein Strukturwandel statt. Kleine und mittlere Betriebe schlie√üen, handwerkliches Wissen und regionale Strukturen der Lebensmittelversorgung gehen verloren. Und nicht wenig h√§ufig werden Traditionsb√§ckereien durch Backshops, Discounter-Backstuben und Supermarktregale mit abgepacktem Industriebrot ersetzt.

Ob Brot und Butter handwerklich oder industriell erzeugt wurden, erkenne man nicht nur am Geschmack, erkl√§rt die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson: ‚ÄěBeim Brot beeinflussen die Qualit√§t des verwendeten Getreides und Zutaten wie N√ľsse und √Ėle, die Backtechnik sowie die ausreichende L√§nge der Teigf√ľhrung auch ma√ügeblich die Bek√∂mmlichkeit‚Äú. Und die Butter? ‚ÄěWenn wir nicht aufpassen, nimmt uns die Industrie die ‚Äögute‚Äė Butter bald ganz vom Brot. Daf√ľr n√§mlich braucht es handwerklich arbeitende Molkereien und Bauern, die ihre K√ľhe wesensgem√§√ü halten‚Äú. Mit industriellen Schnellverfahren, die auf kontrollierbare und kosteng√ľnstige Prozesse und Ergebnisse setzen, k√∂nnen solche Nahrungsmittel nicht entstehen.

Bei Veranstaltungen versucht Slow Food Verbraucherinnen und Verbraucher √ľber vergleichende Verkostungen von industriell und handwerklich erzeugten Nahrungsmitteln auf den ‚Äöguten‚Äė Geschmack zu bringen. Auch die Bereitschaft, f√ľr Brot sowie Butter angemessene und somit h√∂here Preise zu zahlen soll erh√∂ht werden. Von Politik und Wirtschaft fordert Slow Food, die Handwerksberufe f√ľr den Nachwuchs attraktiver zu gestalten und unn√∂tige b√ľrokratische Reglementierungen, die kleinere Betriebe nicht konkurrenzf√§hig machen, zur√ľckzuschrauben.

Am diesj√§hrigen Tag des Butterbrots in der Dorfk√§serei Geifertshofen in B√ľhlerzell lernen die G√§ste gemeinsam mit Chef Alliance Koch Maximilian Korschinsky, Gastronomischer Leiter B√§uerliche Erzeugergemeinschaft Schw√§bisch Hall, Butter zu veredeln ‚Äď mit Salz, Gew√ľrzen, Senf, Meerrettich. Die Details zur Veranstaltung finden Sie online ...
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Eintrag vom: 24.09.2019  




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