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Mittwoch, 25. November 2020
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Freiburger Mundenhof wird saniert und augebaut
Der Gastronomiebereich und die öffentlichen Toiletten im Mundenhof werden im Winter 2017/2018 fĂŒr rund 696.000 Euro saniert und ausgebaut

Die Stadt finanziert einen Anteil von 609.000 Euro

Der Mundenhof ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen Freiburgs fĂŒr die ganze Familie. Das Konzept „Haus- und Nutztierrassen aus aller Welt“, mit dem sich der Mundenhof seit Beginn der 1990er Jahre prĂ€sentiert, hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebĂŒĂŸt. Im Gegenteil: Von 2004 bis 2016 sind die Besucherzahlen von rund 190.000 auf rund 360.000 Besucherinnen und Besucher angewachsen. Durch die stetig steigenden Besucherzahlen stoßen sowohl die HofgaststĂ€tte als auch die Toilettenanlagen an ihre KapazitĂ€tsgrenze. Im Winter 2017/2018 werden daher fĂŒr rund 696.000 Euro sowohl der Gastronomiebereich als auch die Toiletten saniert und ausgebaut.

In Anbetracht der immer grĂ¶ĂŸer werdenden Stadt ist davon auszugehen, dass die Besucherzahlen auch in Zukunft ansteigen werden. Gleichzeitig wurde im Laufe der Jahre zunehmend deutlich, dass erhebliche Investitionen in die Unterhaltung des in Teilen denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udebestands und die Sanierung der veralteten SanitĂ€r- und Heizungsinfrastruktur erfolgen mĂŒssen, um die AttraktivitĂ€t und QualitĂ€t des Mundenhofs weiterhin beibehalten zu können und den Hof mit all seinen Angeboten fĂŒr die aktuellen Nutzungen und zukĂŒnftigen Entwicklungen zu rĂŒsten.

DafĂŒr wurde in den vergangenen Jahren bereits einiges getan: Der Eingangsbereich wurde neugestaltet, der alte Kuhstall statisch ertĂŒchtigt, ein Heizungsnetz fĂŒr die FernwĂ€rmeversorgung mit erneuerbarer Energie eingerichtet und die schadhaften Wasserleitungen erneuert.

Nun besteht noch dringender Handlungsbedarf fĂŒr die Sanierung und den Ausbau des Gastronomiebereichs mit der Erweiterung der Besuchertoiletten. Denn durch die wachsende Besucherzahlen und dem erhöhten Bewirtungsumfang der HofgaststĂ€tte sind sowohl die KapazitĂ€ten der öffentlichen Toiletten als auch der Betrieb und die Ausgabemöglichkeiten der Hofwirtschaft deutlich ĂŒberschritten.

Aufgrund der unzureichenden baulichen Situation bei der Speisenausgabe im Biergarten musste bereits im FrĂŒhjahr 2017 mit der vom Wirtschaftskontrolldienst geforderten Trennung von Speisenausgabe und GeschirrrĂŒcknahme in einen reinen und unreinen Bereich begonnen werden. Das erforderte vom PĂ€chter eine Neuorganisation des gesamten Theken- und Anrichtebereiches. Dies war jedoch nicht ohne eine zusĂ€tzliche Öffnung der denkmalgeschĂŒtzten Fassade realisierbar. Nach entsprechender Bauantragsgenehmigung wurde die Durchreiche vorgenommen.

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik freut sich ĂŒber die Entscheidung des Gemeinderats, der in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause (25. Juli) einer Investition in Höhe von 609.000 Euro durch die Stadt zugestimmt hat. „Mit den Baumaßnahmen im Gastronomie- und Toilettenbereich wird die Infrastruktur des Mundenhofs weiter ausgebaut, um so den Anforderungen an weiter steigende Besucherzahlen gerecht zu werden und die AttraktivitĂ€t des Mundenhofs als Naherholungsort weiter zu erhöhen.“

Die notwendigen Baumaßnahmen im Gastronomie- und Toilettenbereich können im Winter 2017/18 wĂ€hrend der Schließzeiten der HofgaststĂ€tte vorgenommen werden. Die bestehenden Besuchertoiletten werden von drei auf zwölf erweitert sowie barrierefrei gestaltet. Außerdem wird der KĂŒchenbereich ausgeweitet und die Lebensmittelzubereitung vom Schmutzbereich getrennt. Zudem werden Umkleide- und SanitĂ€rrĂ€ume fĂŒr das Gastronomiepersonal eingerichtet. Hierzu ist es notwendig, die Deckenhöhe anzuheben. Die Lager und Zuliefermöglichkeiten werden vergrĂ¶ĂŸert und neu organisiert. In diesem Zuge wird die Raumnutzung durch den Mundenhof und durch die Hofwirtschaft rĂ€umlich voneinander getrennt.

Die Gastronomie ist seit 2004 an den derzeitigen PĂ€chter verpachtet. Der aktuelle Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis 2022. Er regelt die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr erforderliche Unterhaltungsmaßnahmen entsprechend der regelmĂ€ĂŸig angewendeten Aufteilung: Die Stadt als VerpĂ€chter ist fĂŒr das GebĂ€ude verantwortlich, der PĂ€chter fĂŒr die EinrichtungsgegenstĂ€nde. Somit besteht eine eindeutige und klare Verantwortlichkeit.

Die Stadt finanziert folglich den Anteil der Baumaßnahmen am GebĂ€ude mit rund 309.000 Euro in diesem Jahr und mit rund 300.000 Euro im Jahr 2018. Der PĂ€chter hingegen finanziert die Ausstattung in den Bereichen Ausgabe, Service und SozialrĂ€ume sowie die zugehörigen Baunebenkosten in Höhe von 87.000 Euro brutto. Das Gesamtvolumen der Maßnahme betrĂ€gt somit rund 696.000 Euro brutto.

Damit der PÀchter sich an der Gesamtinvestition beteiligen kann, soll der Pachtvertrag bis 2027 verlÀngert werden.
 
Eintrag vom: 04.08.2017  




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