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Deutscher Tourismustag in Freiburg
Schwabentor / Foto: Artur JĂ€ger
 
Deutscher Tourismustag in Freiburg
Deutscher Tourismusverband erwartet neuen Rekord fĂŒr 2014 und fordert beim Thema Nachhaltigkeit eine StĂ€rkung der Regionen. Baden-WĂŒrttemberg und Freiburg ziehen positive Zwischenbilanz

Freiburg, 23. Oktober 2014: „Insgesamt lĂ€sst sich eine positive Zwischenbilanz fĂŒr 2014 ziehen“, sagte Reinhard Meyer, PrĂ€sident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV), beim Deutschen Tourismustag 2014 in Freiburg.

Laut Statistischem Bundesamt nahm die Zahl der GĂ€steĂŒbernachtungen in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 % auf 288,7 Millionen zu. Davon entfielen 51,6 Millionen Übernachtungen auf GĂ€ste aus dem Ausland (+ 5,3 %) und 237,1 Millionen auf inlĂ€ndische GĂ€ste (+ 1,9 %). „Die Sommersaison war geprĂ€gt durch einen starken Juni, gefolgt von einem RĂŒckgang im Juli um 4 % im Vorjahresvergleich, sicher auch bedingt durch den spĂ€ten Ferienbeginn und die Fußball-WM, die viele zu Hause verfolgt haben“, sagte Meyer. „Dieser Trend konnte allerdings durch einen starken August mit einem Zuwachs von 5,3 % auf 53,3 Millionen Übernachtungen wieder aufgefangen werden.“

FĂŒr das Gesamtjahr rechne der DTV mit einem Zuwachs zwischen 2 und 2,5 Prozent der Übernachtungszahlen. Damit wĂ€re die Bestmarke von 411,9 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr nochmals ĂŒbertroffen und das fĂŒnfte Rekordjahr in Folge erreicht. „Doch diese glĂ€nzenden Zahlen mĂŒssen wir uns immer wieder neu erarbeiten“, betonte Meyer. „HierfĂŒr mĂŒssen wir die entscheidenden Zukunftsthemen des Tourismus im Auge behalten. Das Thema Nachhaltigkeit ist hierbei ein ganz zentraler Aspekt, den wir mit gutem Grund in den Mittelpunkt des Deutschen Tourismustages 2014 gestellt haben.“ Neben ökologischen Faktoren spielten hierbei auch soziale und ökonomische Aspekte eine wichtige Rolle, sagte Meyer und hob in diesem Zusammenhang das große Potenzial auf dem deutschen Markt hervor. Innerhalb des wachsenden Trends „Erleben und Genießen von intakter Natur“, so Meyer, habe sich in den letzten Jahren zunehmend eine Nachfrage nach regionalen Produkten herausgebildet. „Wir brauchen daher eine StĂ€rkung der Regionen sowie die Sicherung regionaler Wertschöpfungsketten, um dort LebensqualitĂ€t und touristische AttraktivitĂ€t gleichermaßen zu fördern.“

Baden-WĂŒrttemberg: Nachhaltiger Tourismus soll WettbewerbsfĂ€higkeit sichern
Nach drei Rekordjahren in Folge ist der Tourismus in Baden-WĂŒrttemberg auch 2014 weiter auf Erfolgskurs. Von Januar bis August legten die statistisch erfassten AnkĂŒnfte um 4 und die Übernachtungen um 2,4 Prozent zu. Seit einigen Jahren verzeichnet der Anteil internationaler GĂ€ste in den Reisegebieten Baden-WĂŒrttembergs ĂŒberdurchschnittliche Wachstumsraten. Im gleichen Zeitraum lag das Wachstum internationaler GĂ€ste bei 5,6 Prozent bei den AnkĂŒnften und 4,7 Prozent bei den Übernachtungen. „Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland und des VerdrĂ€ngungswettbewerbs im Inland werden die GĂ€ste aus dem Ausland kĂŒnftig ein entscheidender touristischer Wachstumstreiber sein“, sagte der baden-wĂŒrttembergische Tourismusminister Alexander Bonde.

Bei der auf den SĂ€ulen Erholungstourismus, Gesundheitstourismus und GeschĂ€ftsreisen basierenden Struktur des baden-wĂŒrttembergischen Tourismus zeigten sich laut Minister Bonde im laufenden Jahr lediglich im Bereich Kur und Reha leichte ÜbernachtungsrĂŒckgĂ€nge. „Baden-WĂŒrttemberg ist mit nahezu 48 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr und rund 380 Millionen TagesgĂ€sten eines der bedeutendsten TourismuslĂ€nder in Deutschland. Der Tourismus im Land bietet ĂŒber 280.000 Voll-ArbeitsplĂ€tze. Angesichts der enormen Bedeutung ist es der Landesregierung ein wichtiges Anliegen, den Tourismus nachhaltig und zukunftsfĂ€hig aufzustellen und qualitativ weiterzuentwickeln“, so der Minister. Bonde verwies darauf, dass neben Angebotsfaktoren wie Natur, Kultur, Kulinarik und Wellness der Faktor Nachhaltigkeit – beispielsweise umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten, barrierefreie ZugĂ€nge zu touristischen Attraktionen sowie ein Angebot regionaler Produkte fĂŒr die GĂ€ste eine zunehmend wichtigere Rolle spiele. Dies gelte fĂŒr den StĂ€dtetourismus ebenso wie fĂŒr den Tourismus im LĂ€ndlichen Raum. Das Land habe daher mit dem Nachhaltigkeits-Check ein bundesweit einzigartiges Instrument geschaffen. „Mit dem Nachhaltigkeits-Check fĂŒr Tourismusdestinationen unterstĂŒtzt die grĂŒn-rote Landesregierung die Tourismusregionen dabei, sich gleichzeitig nachhaltig entwickeln und attraktiv am Markt positionieren zu können. Bei dem Zertifizierungsverfahren werden alle drei SĂ€ulen der Nachhaltigkeit beleuchtet: die Ökologische, die Ökonomische und die Soziokulturelle“, erklĂ€rte Bonde abschließend.

Freiburg: „Green City“ mit Bettenauslastung von ĂŒber 75 Prozent
„Freiburg ist ein stark wachsender Standort. Die Bevölkerung wird ĂŒber 2035 hinaus stark wachsen, rund 1000 ArbeitsplĂ€tze entstehen jedes Jahr neu“, sagte Dr. Bernd Dallmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Ebenso hervorragend entwickle sich der Tourismus. „Die Übernachtungen haben sich seit 1987 von knapp 700.000 auf 1,4 Millionen im Jahr 2013 mehr als verdoppelt. Dabei konnte der Anteil an auslĂ€ndischen ÜbernachtungsgĂ€sten von 24 Prozent auf 33 Prozent gesteigert werden. Die Bettenauslastung der Hotellerie stieg zwischen 2003 und 2013 von 45,9 Prozent auf 56,2 Prozent. Damit liegt Freiburg bundesweit auf Platz drei. Im August 2014 erreichte die Bettenauslastung mit 75,7 Prozent sogar einen der höchsten je erzielten Werte.“

Durch die sehr gute Bettenauslastung, die einer Zimmerauslastung von 76 Prozent entspreche, so Dallmann, rĂŒcke Freiburg in den Fokus von Hotelinvestoren. „Derzeit werden an vier Standorten Hotelneubauten realisiert, ein Super 8-Hotel der Wyndham-Gruppe, ein Hampton by Hilton, ein Haus der Intercontinental-Gruppe und ein Motel One mit insgesamt 700 Zimmern, was einer Steigerung um rund 25 Prozent entspricht“.

Tourismusförderung ist in Freiburg laut Dallmann Teil einer ganzheitlichen Standortmarketing- und Standortentwicklungsstrategie. „Die FWTM positioniert Freiburg als erfolgreichen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, als „Green City“ mit hoher LebensqualitĂ€t, als Kongress- und Messestadt und als attraktives touristisches Ziel im Zentrum einer zukunftsfĂ€higen Region mitten in Europa. Stadtmarketing aus einer Hand, realisiert durch die FWTM, ist einer der Erfolgsfaktoren fĂŒr die sehr positive Entwicklung.“
 
Eintrag vom: 23.10.2014  




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