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WIE RESONANZ DAS REISEN DER ZUKUNFT VERÄNDERT
TMBW-Tourismustag diskutiert ĂŒber Perspektiven fĂŒr die Branche

STUTTGART, 15. September 2022 – Um die Zukunft der Tourismusbranche in Baden-WĂŒrttemberg ging es am heutigen Donnerstag beim TMBW-Tourismustag im Stuttgarter Hospitalhof. Rund 250 Tourismusschaffende aus Deutschlands SĂŒden trafen sich auf Einladung der Tourismus Marketing GmbH Baden-WĂŒrttemberg (TMBW) erstmals wieder in PrĂ€senz, um die anstehenden Herausforderungen und Chancen der Branche zu diskutieren.

„Nach zwei Jahren Pandemie und anderen Krisen, die fĂŒr den Tourismus vieles auf den Kopf gestellt haben, ist es an der Zeit, dass wir als Branche gemeinsam eine positive neue Vision fĂŒr das Reisen und fĂŒr den Tourismus entwickeln“, sagte TMBW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Braun zu den teilnehmenden Tourismusmanagerinnen und LeistungstrĂ€gern. Auch wenn sich der Tourismus im Land gerade erhole und fast wieder an alte Erfolge anknĂŒpfen könne, sei dennoch klar: „Reisen und Tourismus verĂ€ndern sich aktuell grundlegend, wir stellen uns als Branche auf diesen Wandel ein und mĂŒssen akzeptieren, dass es ein einfaches ‚Weiter so‘ nicht geben kann.“

Beim Blick auf die aktuellen VerĂ€nderungen des Reisens half die Trendforscherin Anja Kirig vom Frankfurter Zukunftsinstitut, die in ihrer Keynote die Sehnsucht nach Resonanz als kĂŒnftiges Motiv von Urlaubsreisen in den Fokus rĂŒckte. Diesen Trend hĂ€tten die Erfahrungen der Pandemie sogar noch verstĂ€rkt, so Kirig: „Durch eine neue Wertigkeit des Reisens wurde auch die individuelle Frage wichtiger, was ich eigentlich von meiner Auszeit erwarte und mitnehmen möchte.“

Die Sehnsucht nach Resonanz, nach persönlichen Begegnungen, nach Erfahrungen, die einen im Leben weiterbringen, werde daher im Urlaub noch stĂ€rker an Bedeutung gewinnen: „Eine solche Resonanzerfahrung kann auf ganz unterschiedlichen Ebenen erfolgen“, so Kirig, „in der Begegnung zwischen Menschen, im Kontakt mit RĂ€umen oder Dingen, oder eben auch in Beziehung zu einem Narrativ, einem Thema.“ Destinationen und Betrieben wĂŒrden sich dabei viele Möglichkeiten bieten, ihren GĂ€sten entsprechende ResonanzrĂ€ume zu öffnen, ist die Zukunftsforscherin ĂŒberzeugt. „Unsere Gesellschaft entwickelt sich aus einer Spaß- und Erlebnisgesellschaft in eine Erfahrungsgesellschaft. Gerade auf Reisen geht es nicht lĂ€nger um ein kurzfristiges Erlebnis, sondern um anhaltende Erfahrungen.“

In einer anschießenden Zukunftswerkstatt tauschten sich die anwesenden Touristikerinnen und Touristiker intensiv zu drĂ€ngenden Fragen der Branche aus. Das Spektrum der Themen reichte von den Herausforderungen des Klimawandels ĂŒber verĂ€nderte Aufgaben von Tourismusorganisationen bis zu einem neuen Bild des Tourismus jenseits aller Krisen.

FĂŒr Andreas Braun zeigten die Thesen und Diskussionen des Tages, dass die Zukunft der Tourismusbranche in Baden-WĂŒrttemberg in einer noch stĂ€rker qualitĂ€tsorientierten Ausrichtung liegt: „Unsere Themen und Angebote ermöglichen es schon heute vielen Menschen, in ihrem Urlaub nicht nur Erholung zu finden, sondern auch Impulse fĂŒr ihre persönliche Entwicklung. Wenn wir unseren GĂ€sten in Zukunft noch mehr dabei helfen können, solche Erfahrungen zu machen und ein StĂŒck weit bereichert nachhause zu fahren, beweist der Tourismus einmal mehr, dass er auf gesellschaftliche Trends reagieren und sich immer wieder neu erfinden kann.“

Hintergrundinformation:

In der jĂŒngsten Ausgabe des TMBW-Magazins „Tourismus Aktuell“ Ă€ußert sich die Zukunftsforscherin Anja Kirig im Interview ausfĂŒhrlich zu den Themen Resonanz und Resilienz. Eine digitale Ausgabe steht online zur VerfĂŒgung
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Eintrag vom: 18.09.2022  




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