Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Montag, 23. April 2018
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

Michelin-Stern für das Restaurant „s Herrehus“ in Schloss Reinach
 
Michelin-Stern für das Restaurant „s Herrehus“ in Schloss Reinach
Hotelier René Gessler: „Das ist eine große Auszeichnung, mit der wir immer geliebäugelt haben!“

Sternekoch Oliver Rausch: „In allererster Linie geht es darum, die Anforderungen unserer Gäste zu erfüllen!“

Über Freiburg und Südbaden ist ein neuer Stern am Gourmet-Himmel aufgegangen: Küchenchef Oliver Rausch („Ich war immer schon fasziniert von Aromen und Düften, deshalb bin ich Koch geworden!“) und sein Sous-Chef Christian Koch vom Restaurant „s Herrehus“ in Schloss Reinach in Freiburg Munzingen sind im aktuellen Gourmetführer „Guide Michelin“ erstmals mit einem begehrten Michelin-Stern ausgezeichnet worden. „Es gibt rund 250 Sternerestaurants in Deutschland“, so Rausch. „Und wenn man sagen kann, dass man zu diesem engen Kreis gehört, dann ist das eine Auszeichnung, auf die man Stolz sein!“

Der Stern sei eine große Anerkennung für die langjährige, zielstrebige Arbeit im „s Herrehus“, so Hotelier René Gessler: „Dem Haus und seiner Außenwirkung tut das unglaublich gut!“ Was Gessler dabei besonders freut: „Die Prüfer sind allesamt Profis, die sehr sachlich und mit dem entsprechenden Fachwissen an die Sache herangehen“. Der Stern sei daher „ein Ritterschlag“ für sein Restaurant, auf den man seit Jahren hingearbeitet habe. „Wir wussten: Irgendwann ist es soweit, weil Oliver Rausch einfach eine tolle Küche macht“, bestätigt Gessler.

Rausch (35) ist ein „Teamplayer“, der seit sieben Jahren im „s Herrehus“ zusammen mit seinem Sous-Chef Christian Koch arbeitet, wobei Koch (26) in erster Linie für den Bereich Vor- und Nachspeisen zuständig ist. „Das geht bei uns alles Hand in Hand“, sagt Koch über die Zusammenarbeit, bei der Chef und Sous-Chef nach all den Jahren praktisch blind aufeinander vertrauen können. Hotelier René Gessler bestätigt die entspannte Herangehensweise, die nun zum ganz großen Erfolg geführt hat: „Wir hatten da keinen inneren Druck, der Stern war nicht die Nummer eins auf unserer Prioritätenliste. Das war und ist nach wie vor die Zufriedenheit unserer Gäste.“

Seit René und Beatrix Gessler das Schloss Reinach 2007 übernommen haben, war aber klar: Im „s Herrehus“ sind die Voraussetzungen für ein Restaurant im Sterne-Bereich ideal. „Wir haben unser Konzept hier mit Ruhe über die Jahre entwickelt“, berichtet der Hotelier. „Bis Oliver Rausch sich hier sozusagen mit dem, was er tut, gefunden hat und glücklich damit war.“ Diese behutsame, nachhaltige Entwicklung habe sich als der richtige Weg für das Restaurant erwiesen, wobei die Tatsache, dass Oliver Rausch einst in den Neunzigern bei René Gessler im Hotel Schloss Michelfeld sein Handwerk gelernt hat den Hotelier besonders freut: „Wir sind hier alle sehr, sehr froh: Der Stern ist eine große Auszeichnung, mit der wir immer geliebäugelt haben.“ „Sicher werden nun neue Gästegruppen, zum Beispiel Gourmet-Reisende, zu uns kommen, weil sie durch den Stern neugierig werden“, so René Gessler weiter. Dass neben dem „s Herrehus“ im Raum Freiburg auch „Zehners Stube“ in Pfaffenweiler und der „Raben“ in Horben einen Stern erhalten haben, sei in diesem Zusammenhang besonders erfreulich: „Man profitiert voneinander“, sagt Oliver Rausch. Der Raum Freiburg sei im Begriff, sich bundesweit endgültig als führende Gourmet-Region zu etablieren.

Ändert der Stern nun etwas an Stil, Ambiente und Qualität im „s Herrehus“? „Definitiv nicht“, sagen Oliver Rausch und René Gessler unisono: „In allererster Linie geht es uns darum, das erreichte Niveau zu halten und die Anforderungen unserer Gäste auch künftig im gegebenen hohen Maß zu erfüllen!“ Und Junior-Chef Johannes Gessler vom Schloss Reinach ergänzt: „Im Prinzip machen wir so weiter, wie bisher und bieten bezahlbaren Genuss, der nicht abgehoben und nicht zu steif sein will. Dafür wurden wir ja auch ausgezeichnet, also werden wir an unserem Konzept auch nichts ändern.“ Denn nun, da der Stern überm „s Herrehus“ aufgegangen ist, soll er dort auch künftig weiter leuchten.
Mehr
 

Freiburg: Plaza Culinaria mit Weinepertin Natalie Lumpp
Natalie Lumpp / Quelle: Klaus Hennig-Damasko
 
Freiburg: Plaza Culinaria mit Weinepertin Natalie Lumpp
8. – 10. November 2013, Messe Freiburg

Deutschlands führende Weinexpertin Natalie Lumpp präsentiert Wein und Schokolade auf der Messe

Sommelière Lumpp ist ein Fan der Plaza Culinaria der ersten Stunde: „Die Messe ist immer auch eine Inspiration für mich.“

Als im Jahr 2004 die erste Plaza Culinaria in Freiburg stattfand, war Deutschlands führende Weinexpertin Natalie Lumpp aus Baden-Baden einer der ersten prominenten Gäste im Messeprogramm: „Damals war ich schon mächtig stolz, bei dieser Messe mitmachen zu können“, sagt sie heute rückblickend. Nun ist sie auch beim zehnjährigen Jubiläum der Plaza Culinaria wieder mit dabei. Über ihre Pläne für die Messe, das Thema Weizenbier und einiges mehr haben wir uns mit ihr im Vorfeld der Plaza Culinaria unterhalten.

Frage: Hallo Frau Lumpp, haben Sie den Jubiläumswein für die 10.
Plaza Culinaria schon ausgesucht? Was wĂĽrden Sie denn zum
„Geburtstag“ empfehlen?

Frau Lumpp: Das ist schwer zu sagen, der 2012er Jahrgang in Baden ist ja
durchweg exzellent! Dabei jetzt einen bestimmten Wein herauszupicken,
das fällt mir wirklich schwer. Aber eins ist sicher: Die
badischen Burgunderweine des Jahrgangs 2012, egal ob weiĂź
oder rot, sind kaum zu ĂĽberbieten!

Frage: Sie kennen die Plaza Culinaria vor Beginn an und haben die
Entwicklung der Messe verfolgt. Wie erklären Sie sich den enormen
Erfolg der Veranstaltung?

Frau Lumpp: Gute Produkte und Genuss sind fĂĽr jeden attraktiv. Und bei der
Plaza Culinaria hat sich eben herumgesprochen, dass die Qualität
ĂĽberragend ist. Das ist die beste Werbung, da bin ich mir
sicher.

Frage: Was werden Sie den Messebesuchern in diesem Jahr im Rahmen
der Plaza Culinaria vorstellen?

Frau Lumpp: Ich bereite zwei Proben zum Thema „Wein und Schokolade“
vor. Das ist jetzt nicht das allerneueste Thema, aber der Genuss
ist einfach unvergleichlich, wenn hervorragende Weine auf qualitativ
hoch stehende Schokolade mit viel Kakao und wenig Zucker
treffen. Das ist eine Kombination, bei der man ständig mehr
haben will! Zusammen entfalten beide ĂĽbrigens auch nachgewiesen
positive Effekte auf die Gesundheit: Das reicht von der Entspannung
über die positive Wirkung auf die Herzkranzgefäße
und den Cholesterinspiegel. Dabei ist natĂĽrlich das MaĂź das Entscheidende.
Und das wiederum ist ein recht individuelles Thema.

Frage: Ihre Weinproben und Seminare stehen unter dem Motto „Wein
erleben!“. Was genau verstehen Sie darunter?

Frau Lumpp: Es geht mir zum Beispiel um das Erleben von Aromen. Wir brauchen
im Alltag unseren Geruchssinn kaum noch. Ich sage den
Leuten in meinen Seminaren also: Riecht doch mal genau hin!
Wenn ein Wein in der Nase pfeffrig ankommt, dann ist das immer
eine Shiraz, Paprika steht fĂĽr die Sauvignon-Traube, und so weiter.
Das versuche ich zu vermitteln.

Frage: Ich habe in Weinkarten schon vom Aroma von Gummibärchen
und Schokowaffeln gelesen. Das animiert nicht unbedingt zum
Trinken.

Frau Lumpp: Ja, auch bei der Weinsprache kommt es auf das richtige MaĂź
an, da schieĂźen manche heutzutage ĂĽbers Ziel hinaus. Vor 20
Jahren noch war es umgekehrt, da war jeder Wein einfach nur
„fruchtig“ und hatte „ein langes Schwänzle“.

Frage: Was ist eigentlich an dem GerĂĽcht dran, dass Sie Ihrem Mann
das Biertrinken abgewöhnt haben sollen?

Frau Lumpp: Na, so krass stimmt das natürlich nicht. Ich gönne jedem sein
Bier. Einmal im Jahr trinke ich vielleicht auch eins. Aber es
stimmt schon, bei uns daheim ist irgendwann der Bedarf an Bier
einfach nicht mehr dagewesen. Das haben wir festgestellt, als
Freunde meinen Mann darauf hingewiesen haben, dass sein
Weizenbier das Verfallsdatum ĂĽberschritten hatte.


Frage: Das heiĂźt, im Hause Lumpp dreht sich alles um den Wein?

Frau Lumpp: Ganz eindeutig! Ich bin sozusagen mit Haut und Haar dem
Thema Wein verfallen. Bei uns wird jeder Urlaub nach der jeweiligen
Weinregion geplant, und ich bin sehr froh und dankbar fĂĽr
meinen wunderbaren Beruf. Diese Begeisterung will ich den Besuchern
auch bei der Plaza Culinaria vermitteln.

Frage: Ist die Messe denn umgekehrt auch eine Inspiration fĂĽr Sie?

Frau Lumpp: Unbedingt! Mein Mann und ich kochen zum Beispiel sehr gern
zusammen. Er kĂĽmmert sich um die Saucen, ich um den Salat,
da verstehen wir uns nahezu blind. Und da ist so ein Messebesuch
fĂĽr mich auch immer eine Anregung und Inspiration, daheim
Neues auszuprobieren!

Die gebürtige Freiburgerin und Deutschlands führende Weinexpertin, Natalie Lumpp, hat ihrem Wissen rund um den Wein viel zu verdanken: Mit 20 Jahren wurde sie bereits sehr früh in ihrer Karriere Chef-Sommelière im Hotel Bareiss in Mitteltal. Auch im Schlosshotel Bühlerhöhe hat sie als Restaurantleiterin und Chef-Sommelière gepunktet. Mehrfach bereits wurde sie als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Unter dem Motto "Wein erleben!" ist die in Baden-Baden gefeierte und gefragte Weinexpertin mit Weinevents, Weinseminaren und Weinproben bis hin zu Weinreisen erfolgreich aktiv. Darüber hinaus hat Natalie Lumpp Bücher zum Thema Wein verfasst und ist auch im Fernsehen immer wieder als Expertin zum Thema Wein gefragt.
Mehr
 

Freiburg: Scheckübergabe an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V.
 
Freiburg: Scheckübergabe an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V.
Herbstfest auf dem MĂĽnstermarkt erzielt einen Spendenbetrag von ĂĽber 3.370,-- Euro

Am heutigen Dienstag, 05. November 2013 überreichten die Beschicker der Nordseite des Freiburger Münstermarktes dem Förderverein für krebskranke Kinder e.V. auf dem Freiburger Münstermarkt einen Scheck in Höhe von 3.370,-- Euro. Der Betrag entspricht den Einnahmen des Herbstfestes am Samstag, 5. Oktober 2013. Mit dieser Aktion werben die Marktbeschicker mit einer Tombola und mit saisonalen und regionalen Produkten wie Apfelküchle, Suppenkanone, Zwiebelkuchen, neuem Süßen und Herbstblumensträußen für den Münstermarkt.

Das Bild oben zeigt (v.l.n.r.): Gerald Burkhart, Claudia Schwehr (Weingut Schwehr), Idris Akkus (Rosen-Bähr), Michaela Fath (Forellenhof Fath), Nicole Gerteiser (Landmetzgerei Gerteiser), Claus Geppert (Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg), Walter Drayer, Michael Danner (beide FWTM-Marktmeister).
 
 

Martinsgans im Rössle Hotel Gasthof
Martinsgans - ein Gaumenschmaus / Foto: Daniel Jäger
 
Martinsgans im Rössle Hotel Gasthof
Der Tagestipp auf der Speisekarte im Gasthof Rössle in Freiburg-St. Georgen (Basler Landstr. 106, 79111 Freiburg, Tel. 0761 / 43313) ist bis Ende November eine knusprige Martinsgans mit Kartoffelbrei, Apfel-Rotkraut mit Maronen. Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Mehr
 

Plaza Culinaria: Ein Jahrzehnt ganz im Zeichen von kulinarischem Genuss
Plaza Culinaria / Foto: FWTM - Messe Freiburg
 
Plaza Culinaria: Ein Jahrzehnt ganz im Zeichen von kulinarischem Genuss
FWTM-Geschäftsführer Klaus W. Seilnacht im Gespräch über 10 Jahre Plaza Culinaria, die vom 8. – 10. November 2013 auf der Messe Freiburg stattfindet

Dass es ein gutes Konzept werden würde, das dürfte den „Machern“ der Plaza Culinaria in Freiburg schon damals klar gewesen sein, als sie die Genussmesse 2004 aus der Taufe hoben. Dass sich diese Messe aber bundesweit beispielhaft gut entwickeln würde und zur Vorreiterin in Sachen „Genießermessen“ werden würde, das hat dann doch manchen überrascht. Im Gespräch mit FWTM-Geschäftsführer Klaus W. Seilnacht lassen wir ein Jahrzehnt Plaza-Geschichte Revue passieren.

Frage: Herr Seilnacht: Die Plaza Culinaria findet zum 10. Mal statt. Gibt es dieses Mal eine „Jubiläumsausgabe“ mit besonderen Höhepunkten? Was erwartet die Besucher?

Herr Seilnacht: Die Jubiläumsausgabe ist vor allem gekennzeichnet durch die Fortführung und Verfeinerung dessen, wofür die Plaza Culinaria seit der ersten Stunde steht: Qualitativ hochwertige Produkte, ein hohes Maß an Regionalität, Genuss und illustre Gäste: Deutschlands führende Weinexpertin Natalie Lumpp wird die Messe bereits zum zweiten Mal mit ihren Weinkenntnissen bereichern, und die bekannte Fernsehköchin Cornelia Poletto ist zum Jubiläum erstmalig zu Gast. Und dann gibt es weitere Programmhöhepunkte, wie die Deutsche Meisterschaft der Konditoren mit der Wahl des „Konditor des Jahres“, die erstmals im Rahmen der Plaza Culinaria ausgerichtet wird. Übrigens: Frau Lumpp war 2004 bereits bei der Premiere zu Gast. Sie hat gesagt, dass sie damals „mächtig stolz“ gewesen sei, dass wir sie einladen. Und nun ist es an uns „mächtig stolz“ zu sein, dass wir sie erneut auf der Plaza Culinaria begrüßen dürfen! Zum 10-jährigen Jubiläum kann unsere Genussmesse erneut einen Ausstellerrekord verzeichnen. Das bedeutet ein noch größeres und vielfältigeres Angebot als bei den vergangenen Messen.

Frage: Plaza Culinaria im Herbst 2013 und im Herbst 2004 – vergleichen Sie: Wie sah die Messe bei ihrer Premiere aus, wie präsentiert sie sich heute? Waren die Anfänge schwierig, war es beispielsweise schwierig Aussteller für Ihre Idee zu begeistern?

Herr Seilnacht: Die Messe war zur Premiere natürlich wesentlich kleiner als heute. Das Angebot der rund 140 Aussteller in der Messehalle 2 überzeugte jedoch schon damals in seiner hohen Qualität und mit der Ausstellerzahl zur Erstveranstaltung waren wir ebenfalls hoch zufrieden. Aber selbstverständlich bedurfte es wie bei jeder neuen Messe großer Überzeugungskraft, um potentielle Aussteller zur Teilnahme zu bewegen. Man kann in dieser Phase ja nur ein noch nicht realitätsgeprüftes Konzept anbieten. Auch der Zuspruch der Besucher hat unsere Erwartungen zur Erstveranstaltung weit übertroffen, was einen hohen Zufriedenheitsgrad bei den Ausstellern bewirkte. In den folgenden Jahren wurde dieses Angebot stetig erweitert, allerdings immer nach dem Motto „Qualität vor Quantität“. Diese Erweiterung bezog sich nicht nur auf das Ausstellerangebot, sondern ebenfalls auch auf das Rahmenprogramm. Heute belegt die Plaza Culinaria alle 4 Messehallen sowie das Zentralfoyer und zum 10-Jährigen haben sich rund 350 Aussteller angemeldet. Hiermit wurde erneut der Rekord des Vorjahres übertroffen.

Frage: Wer kam auf die Idee zu dieser Messe? Gab es Vorbilder?

Herr Seilnacht: Die Idee, eine kulinarische Messe in Freiburg zu platzieren, geht bis in die 90er Jahre zurück. Angeregt durch regelmäßige Besuche von Messen wie der Grünen Woche in Berlin, der ANUGA in Köln oder der Biofach Messe in Nürnberg, aber auch durch die Beobachtung bei unseren eigenen Messen und Veranstaltungen, welch hoher Stellenwert gutes Essen und Trinken hier in Freiburg und Baden aufweist, war es für mich nur eine logische Konsequenz, dieses Thema mit einem eigenen Messekonzept inhaltlich abzubilden. Wenn eine kulinarische Messe Erfolg haben kann, davon war ich überzeugt, dann hier in Südbaden. Allerdings war die Umsetzung einer solchen Messe auf dem alten Messegelände aufgrund des veralteten Messelayouts und der unzulänglichen technischen Voraussetzungen nicht möglich. Die Chance bot sich dann mit dem Umzug auf das neue Messegelände mit seiner modernen Infrastruktur. Das bestehende alte Konzept musste gründlich überarbeitet werden. Und dann galt es, Partner und Aussteller für die Idee zu begeistern. Zu den Unterstützern der ersten Stunde und auch noch heute gehören das Colombi Hotel, die Badische Zeitung, die Brauereien Ganter und Fürstenberg, das Schlossbergrestaurant Dattler, die Zehner Stube in Pfaffenweiler, die DEHOGA, Slow Food, der Naturgarten Kaiserstuhl, der Forellenhof Fath, aber auch Fischers Küchenatelier, Lieler Schlossbrunnen, der Europa Park, Deko Service Südbaden, u.a.

Frage: Die Plaza Culinaria kann auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurückblicken. Jedes Jahr wartet die Messe mit neuen Rekordmeldungen auf: wachsende Besucherzahlen, zusätzliche Aussteller – wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Herr Seilnacht: Genuss ist „angesagt“, und herausragende Qualität ebenfalls. Beides bietet die Plaza Culinaria mit einer ausgesuchten Angebotspalette auf einem bemerkenswert hohen Niveau und einer dieser Messe ganz eigenen vorweihnachtlichen Atmosphäre. Das ist das Erfolgsgeheimnis!

Frage: Können Sie die Plaza Culinaria bezüglich Größe und Besucherzahl einordnen in das Freiburger Messejahr? Welchen Stellenwert nimmt sie ein?

Herr Seilnacht: Die Plaza Culinaria ist nach der BADEN MESSE und den cftfreizeitmessen die drittgrößte Messe für Endverbraucher im Portfolio der Messe Freiburg. Vom Stellenwert her sind die Messen jedoch durchaus vergleichbar. Die Plaza Culinaria wie auch die cft freizeitmessen und die BADEN MESSE sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich kontinuierlich selbst neu erfinden müssen, Stagnation wäre gleichzusetzen mit Rückschritt.

Frage: Wenn Sie zurĂĽckblicken: Welche Plaza Culinaria hat den bleibendsten Eindruck bei Ihnen hinterlassen?

Herr Seilnacht: Das ist schwierig zu sagen – jede Veranstaltung hatte ihre eigenen Höhepunkte und Besonderheiten. Mit der Premiere verbinde ich natürlich besonderes konkrete Erinnerungen: Wir wussten nicht wirklich, wie diese Messe in Freiburg ankommen würde und waren vom Erfolg überwältigt. Aber von der Anmutung her muss ich sagen: Sie gefällt mir immer wieder aufs Neue!

Frage: Was bedeutet es, solch eine Messe vorzubereiten? Wann fangen Sie damit an, und wie sieht die heiĂźe Phase der Vorbereitungen aus?

Herr Seilnacht: Eine Messe in dieser Größenordnung beschäftigt uns über das ganze Jahr hinweg: Der letzte Veranstaltungstag ist zu Ende gegangen, der Abbau ist noch nicht abgeschlossen und schon beginnen die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt dann vor den Sommerferien: Bis dahin steht das Programm im Kern, und wir gehen mit ersten Artikeln für die Fachpresse in die Besucherwerbung.

Frage: Was macht der Messechef am Sonntagabend, 10. November, wenn die Messehallen wieder geschlossen sind?

Herr Seilnacht: Das, was unsere Aussteller und meine Mitarbeiter dann auch machen: Feierabend!

Frage: Werfen Sie doch bitte zum Abschluss einen Blick in die Zukunft: Wo soll die Messe an ihrem 20. Geburtstag stehen? Wird sie weiter wachsen? Und müssen wir bei dieser Entwicklung womöglich befürchten, dass sie eines Tages, wie die Intersolar, aus Platzmangel abwandert?

Herr Seilnacht: Hierzu ein klares Nein! Erstens kann man die Plaza Culinaria nicht mit der Intersolar vergleichen. Sie ist eine Special Interest Messe für den Endverbraucher mit stark regionalem Bezug, dies selbst dann, wenn heute das Einzugsgebiet sich über die Region hinaus vergrößert hat. Unsere Intersolar ist hingegen eine internationale Fachmesse, die Weltleitmesse für die Solarbranche mit Ausstellern und Besuchern aus der ganzen Welt. Für eine Messe dieser Größenordnung reichen die Hallenkapazitäten in Freiburg nicht aus.
Zweitens ist der Erfolg der Plaza sehr stark mit ihrem Standort hier in Freiburg und dem südbadischen Lebensgefühl verbunden. Nach wie vor bin ich überzeugt, dass keine andere Region in Deutschland solch positive Grundvoraussetzungen für diese Messe aufweist wie unsere Region am Oberrhein. Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass die Plaza Culinaria noch viel Potential für ein quantitatives Wachstum unter qualitativen Gesichtspunkten hat und Qualität steht, wie schon gesagt, an erster Stelle.
Mit anderen Worten, auch in 10 Jahren sehe ich die Plaza Culinaria nach wie vor in Freiburg, mit dem ein oder anderen neuen Schwerpunkt, die wir heute noch nicht kennen. Aber im Grunde mit einem ähnlichen Erfolgsrezept wie heute.

Frage: Was wĂĽnschen Sie der Messe fĂĽr die Zukunft?

Herr Seilnacht: Eine fortwährend hohe Qualität der durch unsere Aussteller angebotenen Produkte und einen weiterhin positiven Publikumszuspruch. Ich glaube wie gesagt nicht, dass die Plaza Culinaria räumlich noch sehr viel Luft nach oben hat, wollen wir an unserem Qualitätsanspruch festhalten. Aber das hohe Niveau zu halten und immer neue Programmelemente zu finden, das ist für mich und mein Team auch heute noch der Anspruch für diese Messe. Im kulinarische Sinne könnte man sagen „das Salz in der Suppe“.
Mehr
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Tapas, Snacks und Fingerfood"
Mit kleinen Gerichten groĂźen Eindruck machen

Was man seinen Freunden anbietet, soll nicht nur schmecken, sondern auch toll aussehen. Minigerichte sind da optimal, sie bieten viel Potential für Kreativität und besondere Geschmackserlebnisse. Durch ihre geringe Größe haben sie auch weniger Kalorien als ein durchschnittliches Hauptgericht, weswegen man problemlos alles probieren kann. Im neuen Kochbuch „Tapas, Snacks und Fingerfood“ aus der Ratgeberreihe der Stiftung Warentest gibt es mehr als 140 Ideen für kreative Snacks, die Köchen Spaß und Gäste glücklich machen.
Mehr
 

Gewinnspiel - 3 x 2 Karten fĂĽr die Plaza Culinaria gewinnen!
Foto: Plaza Culinaria
 
Gewinnspiel - 3 x 2 Karten fĂĽr die Plaza Culinaria gewinnen!
Das Wochenende naht - Zeit für kulinarische Meisterwerke. Teilen Sie Ihr bestes und schönstes Kochergebnis vom Wochenende mit uns* und gewinnen Sie zwei Freikarten für die Plaza Culinaria.

Einfach Ihr selbst zubereitetes und schön angerichtetes Gericht fotografieren und als Kommentar zu diesem Beitrag auf Facebook mit einem schönen Foto kurz vorstellen.

Unter allen Fotoeinsendungen verlosen wir* 3 x 2 Freikarten fĂĽr die Plaza Culinaria. Teilnahmeschluss ist Dienstag, 29.10.2013 - 15:00 Uhr.

*Verlosung vom Plaza Culinaria Team
Die Plaza Culinaria wird veranstaltet von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG – Messe Freiburg.
Mehr
 

Kulinarischer Wettstreit beim Winzerduell am 26. Okt in Schloss Reinach
Foto: Stefanie Salzer-Deckert
 
Kulinarischer Wettstreit beim Winzerduell am 26. Okt in Schloss Reinach
Nord- oder Südbaden – Wer hat am Ende die Nase vorn?

„Hier werden keine Klingen gekreuzt, das Visier kann offen bleiben“, betont Hotelier René Gessler, wenn es um das „Winzerduell Nordbaden vs. Südbaden“ am 26. Oktober in Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen geht: Vier Weingüter treten zum Winzerwettstreit an, zwei davon aus Nordbaden, zwei aus dem Süden des Anbaugebietes. Exzellente Weine versprechen alle vier, sind sie doch alle Mitglieder im Spitzenverband VDP der Prädikatsweingüter. Doch bei näherer Betrachtung tun sich Unterschiede auf...

So ist der Kraichgau im Norden Badens vor allem als Rotweinregion der Vielfalt bekannt: Neben dem Spätburgunder gedeihen hier Sorten wie der Portugieser, der Schwarzriesling und der Lemberger, die nicht jeder Weinfreund gleich als „typisch badisch“ einstufen dürfte. Die beiden VDP-Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg in Tiefenbach und Sulzfeld bilden zusammen mit 90 ha Anbaufläche den größten ökologisch arbeitenden Weinbaubetrieb Deutschlands und setzen dabei den hohen Qualitätsanspruch des Weinmachers Claus Burmeister um, ökologisch produzierten Wein als Erlebnis erfahrbar zu machen: Alle Trauben werden von Hand gelesen, schonend und auf dem aktuellsten Stand der Kellertechnik verarbeitet und haben sich unter anderem im Segment der Rieslingweine, Lemberger und Burgunder und Auxerrois einen großen Namen gemacht.

Ebenfalls aus dem Kraichgau stammend und zu den besten Weingütern Deutschlands zählend, kann der Familienbetrieb Weingut Reichsgraf und Marquis zu Hoensbroech in Angelbachtal-Michelfeld auf mehr als 600 Jahre Familienwissen in Sachen Weinbau zurückgreifen, wenn es um die Produktion von überwiegend Burgundersorten auf einer Fläche von 15 ha geht. Moderne Trends wie Holzchips im Tank oder Barriquefässer sind in der Kellerwirtschaft genau so tabu, wie Erntemaschinen und Insektizide in den Reben. „Der Wein wächst im Weinberg“, so eine der Grundüberzeugungen des Betriebs, der vor allem für seinen Weißburgunder berühmt ist.

Und der Süden? Was kann der Kaiserstuhl so einer geballten Qualitätsoffensive entgegensetzen? Eine Menge! Das Vulkangebirge profitiert vom wärmsten Klima Deutschlands und ist das „klassische“ Burgunderland in Baden. Mit den VDP-Weingütern Heger und Stigler aus
Ihringen sind beim Winzerduell zwei der bekanntesten und sicherlich besten Weinproduzenten Deutschlands mit am Start, wenn es darum geht, dem Kraichgau geschmacklich die Stirn zu bieten. Das Weingut Heger, in dritter Generation als Familienbetrieb ganz vorn in der Spitze des Deutschen Weins beheimatet, wurde in diesem Jahr gleich zweimal vom Gault Millau und von Eichelmanns Weinführer mit dem Titel „Weingut des Jahres“ bedacht. Das hat Heger nicht allein seinem Können zu verdanken: Der Winklerberg in Ihringen, wo Joachim Heger seine Spitzenprodukte anbaut, gilt als Lage mit der Garantie für Spitzenweine, die bei Joachim Heger auch gern 18 Monate im Barrique liegen dürfen, bevor sie in die Flasche kommen. Auch das Weingut Stigler hat Reben unter anderem am Winklerberg stehen. Seit 1881 im Familienbesitz, verfolgt das Haus auf seinen 8,5 ha Rebfläche beim Weinbau die Philosophie „Wein ist Genuss und Muss!“ Andreas und Regina Stigler sagen von sich, dass sie nichts anderes tun, als ihre drei Vorgängergenerationen: Sie streben nach dem besten Produkt.

Womit für den Abend des Winzerduells in Schloss Reinach klar geworden ist: Der Genuss dürfte so oder so am Ende den Sieg davon tragen. Dafür wird nicht zuletzt auch das 5-Gänge-Menü sorgen, das Küchenchef Oliver Rausch und seine Garde präsentieren werden.

Reservierungen für das „Winzerduell Nordbaden vs. Südbaden“ (98,- € pro Person incl. 5-Gänge-Menü und Weine) am 26. Oktober 2013 um 20.00 Uhr in Schloss Reinach werden unter der u. g. Adresse gern entgegen genommen.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 

Mittagstisch-in-Freiburg


1

Copyright 2010 - 2018 Benjamin Jäger