Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Dienstag, 1. Dezember 2020
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Verschiedenes

 
Gutschein* fĂĽr einen Sonntagsbrunch im Schloss Reinach
Das Buffet der 1.000 Köstlichkeiten: Beim Sonntagsbrunch im herrschaftlichen Saal Reinach erleben Sie zu zweit ungezwungene Gastlichkeit. Das beeindruckende Buffet lässt die Genießerherzen höher schlagen. Wir verlosen einen Gutschein*, der für zwei Personen im Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen gültig ist. Um an dieser Verlosung teilzunehmen, bitte bis 27.06.16 einschreiben. Viel Glück!
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* nicht an den Adventssonntagen, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, an Ostern und am Muttertag gĂĽltig
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FWTM ehrt Marktbeschickerinnen und -beschicker für langjährige Münstermarkttreue
Maria Scherzer und Emilie Wiedemann halten dem Freiburger MĂĽnstermarkt seit 65 Jahren die Treue, Anni Scherzer blickt auf 60 Jahre Markterfahrung zurĂĽck

Für ihr jahrzehntelanges Engagement auf dem Freiburger Münstermarkt zeichnet die FWTM auch in diesem Jahr zahlreiche Marktbeschickerinnen und -beschicker aus. Maria Scherzer und Emilie Wiedemann aus Eichstetten verkaufen seit 65 Jahren auf der Münsternordseite eigenerzeugtes Obst und Gemüse sowie Blumen. Das ‚diamantene Marktjubiläum’ von 60 Jahren Markterfahrungen feiert Anni Scherzer. Auf 40 Jahre Marktgeschehen können zwei der Ausgezeichneten zurückblicken, zwei weitere auf 35 Jahre und eine Marktbeschickerin auf 30 Jahre. Zu den „Nachwuchskräfte“ zählen sechs Beschicker und -innen, die seit 25 sowie 20 Jahren auf dem Münstermarkt anzutreffen sind.

„Die Marktbeschicker und -beschickerinnen tragen mit ihrem Angebot und ihrer persönlichen Anwesenheit zur Einzigartigkeit und Schönheit des Marktes rund um das Freiburger Wahrzeichen bei. Bei Wind und Wetter sind sie für ihre Kunden da“, zollt FWTMGeschäftsführer Bernd Dallmann den Marktbeschickerinnen und -beschickern seinen Respekt.

Bei der feierlichen Übergabe im Kaminsaal des Historischen Kaufhauses am 02. März erhalten alle Geehrten ein Geschenk sowie eine Urkunde als Dankeschön und zum Andenken an die gemeinsame Zeit auf dem Freiburger Münstermarkt.

Folgende Beschickerinnen und Beschicker werden geehrt:

20 Jahre MĂĽnstermarkt
- Otmar und Antonia Gugel, Schallstadt-Mengen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse
- Herbert Rinklin, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse
- Hildegard Trautwein, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse

25 Jahre MĂĽnstermarkt
- Josef Kleine-König, Freiburg, Nordseite, eigenerzeugtes Bio- Obst und Gemüse
- Gerd und Willi Sexauer, Ihringen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse
- Christian Wisser, Glottertal, Nordseite, Winzerhof, Bauernbrot, Wurstwaren

30 Jahre MĂĽnstermarkt
- Gouri Chaudhuri-Schwöppe, Freiburg, Südseite, Holzwaren

35 Jahre MĂĽnstermarkt
- Walter und Inge Bär, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und Gemüse
- Wolfgang Bühler, Hartheim, Nordseite, Bachkresse, Bärlauch

40 Jahre MĂĽnstermarkt
- Thomas NĂĽbling, Denzlingen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse
- GĂĽnter Stebner, Bahlingen, Nordseite, Imkerei

60 Jahre MĂĽnstermarkt
- Anni Scherzer, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse, Blumen

65 Jahre MĂĽnstermarkt
- Maria Scherzer, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse, Blumen
- Emilie Wiedemann, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂĽse, Blumen
 
 

 
Ă–KO-TEST Obstsalate zum Mitnehmen
Keime und Schimmelpilze to go

Sind Obstsalate zum Mitnehmen praktische Vitaminbomben oder eklige Keimschleudern? Dieser Frage ist das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen März-Ausgabe nachgegangen. Das Resümee: Obst to go enthält weniger Vitamine, ist teilweise vergammelt und dreimal so teuer wie selbst gemachter Obstsalat.

Die aktuelle Untersuchung des ÖKO-TEST-Magazins zeigt, dass viele fertig gekaufte Obstsalate nicht zu empfehlen sind. Einige Produkte im Test waren so verdorben, dass die geschulten Sensoriker sie gar nicht mehr probieren wollten. Zudem sind viele auch wahre Keimschleudern: Mit Ausnahme von einem Produkt überschritt jede Marke zumindest einen Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) für Hefen und Schimmelpilze. Bei den Enterobakterien – das sind Keime, die bei empfindlichen Personengruppen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können – hat das Labor in manchen Proben sogar Werte über dem Warnwert der DGHM gemessen.

Das Verbrauchermagazin hat zudem den Gehalt an Vitamin C messen lassen. Denn Obst verliert, nachdem es aufgeschnitten wird, Vitamine. Es zeigte sich, dass viele Proben nicht mehr frisch sind. Viel FlĂĽssigkeit im Becher ist ebenso ein Zeichen fĂĽr mangelnde Frische.

Ă–KO-TEST empfiehlt, die Obstsalate besser selber zu machen. Denn die sind nicht nur frischer und gesĂĽnder, sondern auch erheblich billiger: Die Produkte to go kosten das Doppelte bis Dreifache.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2016 gibt es seit dem 25. Februar 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

 
Freiburg: Neuvergabe zweier Standplätze für Imbiss-Stände auf dem Münstermarkt
Nach dem Ausfall zweier Anbieter vergibt die FWTM zum 01. April bis zum 31. Dezember 2016 zwei Standplätze auf der Südseite des Freiburger Münstermarktes, dem zentralen Einkaufspunkt für frische und regionale Produkte. Verkauft werden dürfen Wurstangebote der „langen Roten“ und Bratwurst in verschiedenen Varianten.

Das Imbissangebot auf dem Freiburger Münstermarkt ist zurzeit eingeschränkt, da zwei Wurststände nicht weiter betrieben werden. Die Familie von Paul Karle-Hämmerle wird "Pauls Imbiss" nicht weiterführen. Der beliebte Marktbeschicker verstarb Ende November 2015 überraschend an Herzversagen. Auch die Endinger Metzgerei Dirr wird ihren Stand, der auf Grund eines Gasaustrittes im Oktober nieder gebrannt war, nicht weiter betreiben. Daher schreibt die FWTM aktuell die beiden Standplätze neu aus.

„Die zwei neuen Wurstständen werden das beliebte Angebot auf dem Münstermarkt wieder vervollständigen“, so FWTM Geschäftsführer Bernd Dallmann. Zum 1. Januar 2017 werden dann erneut alle Imbissstände auf dem Freiburg Münstermarkt neu ausgeschrieben.

Bewerbungen für die Standplätze auf der Südseite des Freiburger Münstermarktes können bis zum 29. Februar 2016 bei der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, Rathausgasse 33, 79098 Freiburg eingereicht werden. Die vollständige Ausschreibung, die Richtlinien sowie das offizielle Bewerbungsformular können unter www.muenstermarkt.freiburg.de herunter geladen werden.
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Weißlacker und Milbenkäse: Milchprodukte auf der Arche des Geschmacks
Dutzende von Käsesorten stehen uns an der Käsetheke zur Verfügung, eine bunte Vielfalt an Formen der Milch: zart oder hart, mild oder kräftig, mit weißem, rotem oder blauem Schimmel, mit Kräutern oder Gewürzen, aus Kuh-, Schafs-, Ziegen- oder Büffelmilch.

Handwerkliche Käsesorten sind eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden, was sich im Geschmack und Geruch niederschlägt. So lässt sich bei handwerklichen Käsesorten zum Beispiel oft auf die Art der Tiernahrung schließen: Weidet das Tier frei auf der Alm? Ein Käse eines Tieres, das auch im Winter mit Heu gefüttert wurde, entwickelt eine charakteristische Geschmacksnote und unterscheidet sich allein schon deshalb von industriellem Käse.

Die geschmackliche Einzigartigkeit handwerklicher Milchprodukte kann durch industrielle Produktion nicht erreicht werden. Die Industrie setzt auf Standardisierung statt Vielfalt: Traditionelle und lokale Nuancen in Geschmack und Geruch, sowie Form- und Farbvielfalt von Milchprodukten werden zunehmend durch zeitoptimierte industrielle Herstellungstechniken und künstliche Hilfs- und Zusatzstoffe ersetzt. Die Zugabe von künstlichen Starterkulturen, unabhängig von der Herkunft, führt zur Vereinheitlichung des Geschmackes. Es geht nicht nur die Produktvielfalt und damit die Vielfalt auf dem Teller verloren, sondern auch enormes traditionelles Wissen um handwerkliche Verarbeitungs- und Reifetechniken und das Fortbestehen verschiedener Kulturlandschaften, wie den Almregionen.

Die Slow Food Arche des Geschmacks, das internationale Projekt zum Schutz der biologischen und kulturellen Vielfalt, schützt neben Nutztierarten und Kulturpflanzen unter anderem auch besondere handwerkliche Erzeugnisse. Sie beherbergt derzeit drei spezielle Käsesorten, die beim Riechen, Schmecken und im Bruch die eigene Entstehungsgeschichte erzählen:

Der Nieheimer Käse aus Nordrhein-Westfalen ist ein Sauermilchkäse aus Kuhmilch, der in Nieheim (Kreis Höxter, Ostwestfalen-Lippe) nach traditionellem Rezept hergestellt wird. Er wird aus fettarmem Sauermilchquark hergestellt. Der trockene, nur leicht saure Quark wird fein gemahlen oder geklopft. Nach einer Reifung von drei bis fünf Tagen wird der Käse mit Salz, Kümmel und Wasser zu Handkäse verarbeitet. Der Nieheimer Käse wurde vermutlich schon Anfang des 19. Jahrhunderts in Hauskäsereien hergestellt. 1927 bestanden in Nieheim noch ca. 80 Hauskäsereien, nach dem Krieg waren es rund 30 Häuser, in denen gekäst wurde. Heute vertreiben nur noch zwei Käsereien am Ort ihre selbst gemachten Produkte. Die Region um Nieheim hat eine lange Käsetradition. Dies hängt mit der charakteristischen Flechtheckenlandschaft zusammen. Im Schutze der Flechthecken (ein natürlicher "lebender" Zaun aus Haselnusshecken und eingeflochtenen Weidenzweigen) wuchsen am Rande der Wiesen und Weiden besonders viele nahrhafte und wohlschmeckende Kräuter, wodurch die Milch einen besonders guten Geschmack bekam.

Der Weißlacker aus Bayern ist ein Käse ohne Rinde, mit weißlicher, lackartiger Schmiere. Erfunden wurde der Weißlacker von den Wertacher Gebrüdern Josef und Anton Kramer im Jahre 1874. Ziel war, einen "Backsteinkäs" durch Erhöhen des Salz- und Fettgehalts haltbarer zu machen. Der Fettgehalt liegt bei 45%, der Salzgehalt bei 5%. Hergestellt wird dieser einzige authentische Käse des Allgäus nur aus Milch und Salz. Die Milch kommt von Bergbauern, deren Höfe über 800m über dem Meeresspiegel liegen. Auf artgerechte Tierhaltung wird großer Wert gelegt. Nach dem Einlaben wird der Bruch vorsichtig walnussgroß geschnitten, nach 2-3 Stunden auf Spanntischen ausgeschöpft. Nach dem Wenden werden die Käse für 2 Tage in ein 20%iges Salzbad gelegt. Sechs Wochen verbringt der Käse dann in einem warmen Raum, wo er zweimal pro Woche mit Salz "geschmiert" wird. Anschließend reift er neun Monate in einem Kaltlager. Die Herstellung ist heikel und nicht ohne Risiko. Der Weißlacker bereitet dem wahren Genießer ein auf der ganzen Welt einmaliges Geruchs- und Geschmackserlebnis.

Der Würchwitzer Milbenkäse aus Sachsen-Anhalt ist ein "Trüffel" unter den Käsesorten, seine ungewöhnliche Geschmacksvielfalt ist sehr geschätzt. Er wird aus getrocknetem Magerquark hergestellt. Die Grundlage sind dafür Ziegen-, Schafs- oder Kuhmilch.Der Käse lagert viele Wochen in Kisten mit speziellen Käsemilben. Hier erfährt der Quark seinen Reifeprozess. Die Milben fermentieren den Käse. Damit er nicht von ihnen aufgefressen wird, werden die Milben mit Roggenmehl gefüttert. Dieser Prozess kann ein viertel bis hin zu einem halben Jahr in Anspruch nehmen und erfordert eine intensive und individuelle Betreuung. Weil die Milben im Winter eine Ruhephase haben, kann der Käse auch nur saisonal vom Frühjahr bis zum Herbst hergestellt werden. Das Besondere des Milbenkäses ist die extrem lange Haltbarkeit, die bei einzelnen Exemplaren bis zu 30 Jahren nachgewiesen werden konnte.

Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder "aus der Mode" gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56:
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Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de
Ausgabe fĂĽr Freiburg & Umgebung: 2x essen, 1x zahlen & vieles mehr

Im blauen Gastro- und Freizeitführer stellen sich zahlreiche Restaurants vor und spendieren u.a. das zweite Hauptgericht. Außerdem enthält jedes Buch viele weitere 2für1- und Wert-Gutscheine für Kultur, Wellness, Freizeit und Shopping.

Unter dem Label Gutscheinbuch.de publiziert die Kuffer Marketing GmbH aus Regensburg zusammen mit rund 20 Partnerfirmen Gutscheinbücher mit hochwertigen Angeboten. Der blaue Gastro- und Freizeitführer „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“ bietet nach dem Motto „2x genießen, 1x zahlen und vieles mehr“ verschiedenste Gutscheine aus den Bereichen Gastronomie, Freizeit, Wellness, Kultur und Shopping. Die „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“ ist in rund 150 regionalen Ausgaben in ganz Deutschland erhältlich und der ideale Begleiter zum Genießen und Sparen.

„Mit der Idee, einen Naturalrabatt in Form eines kostenlosen zweiten Hauptgerichts zu gewähren, überzeugten wir vom Start weg viele Gastronomen“, sagt Josef Kuffer, Gründer und Geschäftsführer der Kuffer Marketing GmbH. Die Bündelung von Gutscheinen in regionalen Restaurant- und Freizeit-Führern ermöglicht den teilnehmenden Unternehmen, sich den Kunden professionell und nachhaltig vorzustellen – und das mit Erfolg! 80 Prozent Wiederholungsquote der Gutschein-Anbieter sprechen für sich.
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Olivenöl: Jedes zweite Olivenöl ist mangelhaft
3 von 26 Olivenölen der Güteklasse „nativ extra“ sind „mangelhaft“, weil sie zum Teil hoch mit Schadstoffen belastet oder sensorisch fehlerhaft sind und in fünf Fällen die Laboranalyse die Herkunftsangabe nicht bestätigt hat. Auch vier der sechs Bio-Olivenöle im Test sind „mangelhaft“. Nur ein Öl der höchsten Güteklasse ist „gut“. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Allein sieben Öle schmecken stichig, modrig, ranzig oder gar wurmstichig – so wie Früchte, die von der Olivenfliege befallen waren. Ihre sensorische Qualität ist „mangelhaft“, sie hätten nicht als „native Olivenöle extra“ verkauft werden dürfen. Fünf schneiden wegen Schadstoffbelastungen „mangelhaft“ ab: Vier sind hoch mit Mineralöl-Kohlenwasserstoffen vom Typ MOAH belastet. Die gelten als möglicherweise krebserregend. Ein weiteres Öl enthält sehr viele Mineralöl-Kohlenwasserstoffe vom Typ MOSH. Sie können sich im Körper anreichern. Für fünf Öle bestätigt die Laboranalyse die Herkunftsangabe auf den Etiketten nicht.

Korrekte Angaben auf dem Olivenöl-Etikett sollen Verbraucher vor Täuschungen schützen. Was draufstehen muss, schreibt die EU-Verordnung vor. Kein einziger Anbieter hält sich komplett daran.

„Gut“ ist nur ein einziges Olivenöl im Test – aus Spanien. Es kostet 40 Euro je Liter und ist online und im Feinschmeckerhandel zu haben. Zu empfehlen sind vier weitere Öle zu Preisen zwischen 14,20 und 20 Euro pro Liter, die insgesamt „befriedigend“ abschneiden. Eins davon ist ein Olivenöl aus dem Biohandel.

Der ausführliche Test Olivenöl erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test (seit 29.01.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/olivenoel abrufbar.

Fragen an Dr. Birgit Rehlender, Projektleiterin

Frage: Wie schmeckt ein gutes Olivenöl?
Frisches, sehr gutes Olivenöl sollte kräftig fruchtig sein. Es darf bitter schmecken und auch scharf sein. Und wenn diese Geschmackseindrücke in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und der Geschmack lange im Mund anhält, dann gibt es sehr gute oder zumindest gute Noten.

Kann man den Geschmack wirklich objektiv testen?
Den Geschmack eines Lebensmittels lässt sich objektiv prüfen. Hierzu macht die Olivenöl-Verordnung beispielsweise ganz konkrete Vorgaben. Werden die Bedingungen eingehalten, dann ist das durchaus möglich. Die Olivenöl-Verordnung schreibt vor, wie die Prüfung zu erfolgen hat. Es gibt einen Prüfbogen, der abgearbeitet werden muss. Aber ganz wichtig ist, dass die Prüfergruppe – sie besteht aus 8 bis 12 Prüfern – in der Ölverkostung trainiert ist. Wichtig ist aber auch, dass nicht das Ergebnis eines einzelnen Panels zählt, sondern ein zweites zu demselben Ergebnis kommen muss, bevor ein Öl in seiner Kategorie herabgestuft wird.

Besteht eine Gesundheitsgefahr aufgrund der Schadstoffbelastungen?
Wir haben alle Olivenöle auf viele Schadstoffe geprüft, beispielsweise auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, auf Weichmacher auf Pflanzenschutzmittel, auf Lösemittel und Mineralöle. Fünf Öle waren so hoch mit Mineralöl-Kohlenwasserstoffen belastet, dass wir sie mit mangelhaft bewerteten. Dennoch: Eine akute gesundheitliche Gefahr dürfte von keinem der Öle ausgehen.

Die Hälfte der getesteten Olivenöle der deklarierten Güteklasse „nativ extra“ sind „mangelhaft“ – was führte zu diesem Ergebnis?
Zu einem mangelhaften test-Qualitätsurteil führten sensorische Fehler, die ein Olivenöl der höchsten Güteklasse nicht haben darf, aber neben gravierenden Kennzeichnungsmängeln auch Schadstoffbelastungen und große Diskrepanzen zwischen Herkunftsangabe und Laboranalyse.

Welche Angaben auf dem Etikett sind vorgeschrieben?
Für Olivenöl der höchsten Güteklasse sind unter anderem folgende Angaben vorgeschrieben: es muss NATIVES OLIVENÖL EXTRA heißen, die Güteklasse ist zu charakterisieren mit dem Wortlaut: „Erste Güteklasse, direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen“. Und es muss eine Herkunft angegeben sein. Zusätzlich sind auch noch Lagerungsempfehlungen Pflicht, damit der Verbraucher weiß, wie er das Olivenöl in seiner Qualität bewahren kann.

Waren die Herkunftsangaben immer korrekt?
Wir haben die Olivenöle durch Laboranalysen hinsichtlich ihrer Herkunft überprüft. Abweichungen zwischen der angegebenen Herkunft und der Laboranalyse gab es bei 5 Ölen. Hier waren die Diskrepanzen so groß, dass wir die Öle mit „Mangelhaft“ bewertet haben. Schließlich verlässt sich der Verbraucher auf die angegebene Herkunft – nicht selten trifft er sogar seine Kaufentscheidung danach. Olivenöle aus Italien stehen zum Beispiel hierzulande hoch im Kurs. Bestätigte das Ergebnis der Herkunftsanalyse nicht die deklarierte Herkunft, haben wir dies mit „Mangelhaft“ bewertet. Das ist gerechtfertigt, denn der Verbraucher wird getäuscht.

Warum konnte bei diesen Produkten ein sehr guter Geschmack nicht fĂĽr Ausgleich sorgen?
Die Qualität eines Lebensmittels besteht nicht nur darin, dass es gut oder sogar sehr gut schmeckt – wie vier Öle im Test. Vielmehr kommt es auch auf Schadstoffbelastungen an und auch darauf, was auf der Flasche oder Dose geschrieben steht und abgebildet ist. Die Kennzeichnung informiert den Kunden über das Produkt. Stimmt sie nicht, schlägt sich das selbstverständlich auch in der Bewertung nieder – in gravierenden Fällen sogar in einer mangelhaften Gesamtnote.
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Ă–KO-TEST Energieriegel
Fett statt fit

ÖKO-TEST hat in der aktuellen Februar-Ausgabe 19 Energieriegel unter die Lupe genommen. Die meisten fallen im Test durch. Denn in manchen Produkten steckt so viel Fett wie in einem Mars oder einem Snickers. Dazu kommen noch Aromen, unnötige Vitamin- und/oder Mineralstoffzusätze, der Schadstoff Chlorat, Pestizide und gentechnisch verändertes Soja.

Sportlerriegel sollen für einen schnellen Energienachschub sorgen. Doch abgesehen davon, dass Freizeitsportler ihr Energiedepot über die normale Ernährung ausreichend füllen, sind die meisten Produkte auch für Leistungssportler nicht zu empfehlen. Das hat verschiedene Gründe: So ist die Nährstoffzusammensetzung teilweise schlecht. Fast alle Riegel enthalten etwa zu wenig Energie aus Kohlenhydraten. Dagegen meinen es manche Hersteller mit dem Fett etwas zu gut. Bei einem Produkt stammen satte 41 Prozent der Kalorien aus Fett. Doch ein Zuviel davon kann die Leistungsfähigkeit von Sportlern beeinträchtigen.

ÖKO-TEST kritisiert zudem, dass in fast allen Riegeln Aromen stecken. Völlig unnötig sind auch die teils zugesetzten Vitamine und/oder Mineralstoffe – denn diese haben keinerlei nachgewiesenen Nutzen für Sportler. Darüber hinaus wies das Labor in vielen Energieriegeln Spuren von insgesamt bis zu zehn verschiedenen Pestiziden und in drei Produkten Spuren von gentechnisch veränderten Organismen nach. In einer Marke steckte so viel Chlorat, dass ein einziger Riegel schon ausreicht, um mehr als die Hälfte der von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) festgelegten täglichen tolerierbaren Aufnahmemenge zu sich zu nehmen. Im menschlichen Organismus kann der Stoff die roten Blutkörperchen schädigen und die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen.

Das Ă–KO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 



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