Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Samstag, 22. September 2018
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Verschiedenes

 
Nuss-Nougat-Cremes: Der Klassiker liegt vorn
Die beste Nuss-Nougat-Creme im Test ist Nutella, aber auch fĂŒnf Konkurrenten sind „gut“. Bei sieben von 21 Produkten verderben Schadstoffe den Appetit, zwei Bio-Schokoaufstriche sind sogar „mangelhaft“. Die Untersuchung der Stiftung Warentest ist veröffentlicht in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und auf www.test.de.

Der MarktfĂŒhrer unter den Schokoaufstrichen, Nutella, erreicht in Aussehen, Geruch und Geschmack die Note „sehr gut“ und schneidet insgesamt „gut“ ab. Die Schokocreme kostet 59 Cent pro 100 Gramm. FĂŒr rund die HĂ€lfte des Preises bieten vier Handelsmarken „gute“ Nuss-Nougat-Cremes. Der beste nussig-schokoladige Aufstrich mit Biosiegel kostet 1,20 Euro fĂŒr 100 Gramm und ist ebenfalls „gut“.

Zwei weitere Bioprodukte schnitten nur „mangelhaft“ ab, darunter die teuerste Schokocreme im Test (1,74 Euro/100 Gramm). Bei ihr fanden die Tester Schadstoffe, die beim Raffinieren von Speiseöl entstehen können. Ein Stoff gilt als möglicherweise, der andere als wahrscheinlich krebserregend. Das zweite „mangelhafte“ Bioprodukt wurde wegen eines falschen Versprechens auf dem Etikett abgewertet. In insgesamt 16 der 21 getesteten Produkte waren Aflatoxine, also Schimmelpilzgifte, nachweisbar. Alle Nuss-Nougat-Cremes halten den aktuellen Grenzwert fĂŒr HaselnĂŒsse ein, aber 7 Produkte hĂ€tten noch vor wenigen Jahren nicht verkauft werden dĂŒrfen. Der Grenzwert wurde EU-weit erhöht.

Der ausfĂŒhrliche Test „Nuss-Nougat-Cremes“ erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift test (seit 24.03.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/nussnougatcreme abrufbar.
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Marco Gerlach ist Nachwuchssommelier 2016
Marco Gerlach
 
Marco Gerlach ist Nachwuchssommelier 2016
Auszeichnung fĂŒr Restaurantleiter des „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“

Am 13. MĂ€rz 2016 wurde auf der ProWein in DĂŒsseldorf der „Nachwuchssommelier des Jahres“ gekĂŒrt. Marco Gerlach, Restaurantleiter und Sommelier des „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“ im Europa-Park, ĂŒberzeugte die Jury und belegte den ersten Platz. Der Wettbewerb wird jĂ€hrlich vom Magazin MEININGERS SOMMELIER und dem Verband der Sommelier-Union Deutschland ausgeschrieben. Der Wettbewerb gilt als Messlatte fĂŒr den hohen Anspruch an das Wissen und das Handwerk eines gut ausgebildeten Sommeliers. Er ist zugleich Anreiz und Motivation fĂŒr junge, aufstrebende Gastronomie-Talente.

Die PrĂŒfung des jĂ€hrlich stattfindenden Wettstreits der besten Sommeliers begann mit einer Weinbegleitung, die fĂŒr ein vorgegebenes MenĂŒ anhand der Weinkarte zusammengestellt werden sollte. Anschließend wurde den Finalisten in den EinzelprĂŒfungen eine fehlerhafte Weinkarte vorgelegt. Hier galt es, vom einfachen Tippfehler ĂŒber falsche Anbaugebiete und QualitĂ€tsstufen die Fehler zu benennen. Es folgte eine Blindverkostung von zwei Weiß- und zwei Rotweinen, bei denen Eigenschaften wie Aussehen, Geruch, Geschmack, RĂŒckschluss auf Wein-Art, QualitĂ€t, Rebsorte und Anbaugebiet definiert werden mussten. Der nĂ€chste PrĂŒfungsteil bestand aus einer Powerpoint-PrĂ€sentation, bei der anhand der gezeigten Bilder geprĂŒft wurde, wie gut sich der Sommelier in der Weinwelt auskennt: Weinregionen und Erzeuger sollten optisch erkannt und zugeordnet werden.

Ein Schwerpunkt der praktischen PrĂŒfung war der klassische Service am Gast mit Servieren eines Champagners. Dazu gehörten beispielsweise das PrĂ€sentieren des Champagners, das korrekte Öffnen der Flasche, das Reinigen des Flaschenhalses und das Verkosten sowie Einschenken des Champagners. WĂ€hrend des Services mussten die Kandidaten außerdem Fragen der Experten beantworten.

Der Wettbewerb wird jĂ€hrlich vom Magazin MEININGERS SOMMELIER und dem Verband der Sommelier-Union Deutschland ausgeschrieben in Kooperation mit der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz/Hamburg, der IHK MĂŒnchen und dem International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Marco Gerlach, der seit 2012 im „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“ tĂ€tig ist, konnte die Jury mit seinem Fachwissen ĂŒberzeugen. „Ein verdienter Sieg“ urteilte die Jury, die ihn zum Nachwuchssommelier 2016 kĂŒrte. Gerlach war um keine Antwort verlegen und konnte besonders im praktischen PrĂŒfungsteil seine profunden Kenntnisse unter Beweis stellen. Sein Service am Gast zeigte nach Auffassung der Jury, dass hier ein Sommelier-Talent mit viel Sachkenntnis, GefĂŒhl und Freude am Beruf den Gast souverĂ€n, eloquent und charmant bedient.

Exklusive SternekĂŒche in Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Freizeitpark: Das „Ammolite - The Lighthouse Restaurant“ im Europa-Park hat binnen kĂŒrzester Zeit den Sprung an die gastronomische Spitze geschafft und sich weit ĂŒber die Region hinaus als eine feste GrĂ¶ĂŸe unter den besten Adressen fĂŒr Feinschmecker etabliert. KĂŒchenchef Peter Hagen und sein Team haben die Klasse ihrer vielseitig inspirierten KĂŒche mit konstantem Format unter Beweis gestellt; dafĂŒr stehen im dritten Jahr nach Eröffnung 16 Gault Millau Punkte und 2 MichelinSterne.
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Rust: Die Tore des Europa-Park sind wieder geöffnet
Tausende Besucher fiebern gespannt auf den Startschuss hin
 
Rust: Die Tore des Europa-Park sind wieder geöffnet
Herzlich Willkommen im "Besten Freizeitpark der Welt"

Das Warten hat ein Ende - am 19. MĂ€rz hat die Sommersaison 2016 in Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Freizeitpark wieder begonnen. Die Inhaberfamilie Mack begrĂŒĂŸte tausende GĂ€ste aus ganz Europa auf der FreilichtbĂŒhne im Italienischen Themenbereich. Die neue Saison steht fĂŒr den weltweit beliebtesten Freizeitpark ganz im Zeichen der Familie. Besonders freuen können sich die Besucher ab dem spĂ€ten FrĂŒhjahr auf den 14. europĂ€ischen Themenbereich „Irland – Welt der Kinder“ mit zahlreichen Attraktionen, einer großen Indoor-Spielewelt und neuen gastronomischen Angeboten. Schon jetzt begeistern der neue 4D-Film „Happy Family“ im Magic Cinema, das zweite VR-Erlebnis auf „Pegasus Coastiality“ und die sagenhafte Formel-1 Ausstellung rund um den Grand Prix von Monaco mit dem Titel „WON WORLD“ in der Mercedes-Benz Hall.

Einen besonderen Start in den Tag erlebte die Familie Mahr aus dem hessischen Rodgau. Sie hatte im Rahmen einer Charity Auktion anlĂ€sslich des 40. Geburtstags des Europa-Park ĂŒber das Portal „United Charity“ schon zum dritten Mal ein besonders exklusives Erlebnis ersteigert. Die Familie konnte als VIP den Start in die Sommersaison genießen. Das Gewinner-Paket enthielt neben der Teilnahme an der offiziellen Eröffnungszeremonie mit der Familie Mack eine zweistĂŒndige Exklusiv-FĂŒhrung, eine Übernachtung im 4-Sterne Superior Hotel Colosseo sowie Eintrittskarten fĂŒr den Europa-Park. Mit der großen Online Charity Auktion wurden 2015 insgesamt ĂŒber 25.000 Euro fĂŒr den guten Zweck eingenommen. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an die beiden gemeinnĂŒtzigen Vereine „Santa Isabel e.V.- Hilfe fĂŒr Kinder und Familien“ von Marianne Mack und „Einfach helfen e.V. “ von Mauritia Mack. Beide Vereine unterstĂŒtzen Menschen in der Region, die sich in einer besonders schwierigen Lebenssituation befinden und wegen Krankheit oder einem Schicksalsschlag dringend auf Hilfe angewiesen sind.
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Gutschein* fĂŒr einen Sonntagsbrunch im Schloss Reinach
Foto: Hotel Reinach
 
Gutschein* fĂŒr einen Sonntagsbrunch im Schloss Reinach
Das Buffet der 1.000 Köstlichkeiten: Beim Sonntagsbrunch im herrschaftlichen Saal Reinach erleben Sie zu zweit ungezwungene Gastlichkeit. Das beeindruckende Buffet lĂ€sst die Genießerherzen höher schlagen. Wir verlosen einen Gutschein*, der fĂŒr zwei Personen im Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen gĂŒltig ist. Um an dieser Verlosung teilzunehmen, bitte bis 27.06.16 einschreiben. Viel GlĂŒck!
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* nicht an den Adventssonntagen, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, an Ostern und am Muttertag gĂŒltig
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FWTM ehrt Marktbeschickerinnen und -beschicker fĂŒr langjĂ€hrige MĂŒnstermarkttreue
Maria Scherzer und Emilie Wiedemann halten dem Freiburger MĂŒnstermarkt seit 65 Jahren die Treue, Anni Scherzer blickt auf 60 Jahre Markterfahrung zurĂŒck

FĂŒr ihr jahrzehntelanges Engagement auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt zeichnet die FWTM auch in diesem Jahr zahlreiche Marktbeschickerinnen und -beschicker aus. Maria Scherzer und Emilie Wiedemann aus Eichstetten verkaufen seit 65 Jahren auf der MĂŒnsternordseite eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse sowie Blumen. Das ‚diamantene MarktjubilĂ€um’ von 60 Jahren Markterfahrungen feiert Anni Scherzer. Auf 40 Jahre Marktgeschehen können zwei der Ausgezeichneten zurĂŒckblicken, zwei weitere auf 35 Jahre und eine Marktbeschickerin auf 30 Jahre. Zu den „NachwuchskrĂ€fte“ zĂ€hlen sechs Beschicker und -innen, die seit 25 sowie 20 Jahren auf dem MĂŒnstermarkt anzutreffen sind.

„Die Marktbeschicker und -beschickerinnen tragen mit ihrem Angebot und ihrer persönlichen Anwesenheit zur Einzigartigkeit und Schönheit des Marktes rund um das Freiburger Wahrzeichen bei. Bei Wind und Wetter sind sie fĂŒr ihre Kunden da“, zollt FWTMGeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann den Marktbeschickerinnen und -beschickern seinen Respekt.

Bei der feierlichen Übergabe im Kaminsaal des Historischen Kaufhauses am 02. MĂ€rz erhalten alle Geehrten ein Geschenk sowie eine Urkunde als Dankeschön und zum Andenken an die gemeinsame Zeit auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt.

Folgende Beschickerinnen und Beschicker werden geehrt:

20 Jahre MĂŒnstermarkt
- Otmar und Antonia Gugel, Schallstadt-Mengen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse
- Herbert Rinklin, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse
- Hildegard Trautwein, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse

25 Jahre MĂŒnstermarkt
- Josef Kleine-König, Freiburg, Nordseite, eigenerzeugtes Bio- Obst und GemĂŒse
- Gerd und Willi Sexauer, Ihringen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse
- Christian Wisser, Glottertal, Nordseite, Winzerhof, Bauernbrot, Wurstwaren

30 Jahre MĂŒnstermarkt
- Gouri Chaudhuri-Schwöppe, Freiburg, SĂŒdseite, Holzwaren

35 Jahre MĂŒnstermarkt
- Walter und Inge BĂ€r, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse
- Wolfgang BĂŒhler, Hartheim, Nordseite, Bachkresse, BĂ€rlauch

40 Jahre MĂŒnstermarkt
- Thomas NĂŒbling, Denzlingen, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse
- GĂŒnter Stebner, Bahlingen, Nordseite, Imkerei

60 Jahre MĂŒnstermarkt
- Anni Scherzer, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse, Blumen

65 Jahre MĂŒnstermarkt
- Maria Scherzer, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse, Blumen
- Emilie Wiedemann, Eichstetten, Nordseite, eigenerzeugtes Obst und GemĂŒse, Blumen
 
 

ÖKO-TEST Obstsalate zum Mitnehmen
Obstsalat von Coffee Fellows sah unappetitlich aus und war nur halb gefĂŒllt
 
ÖKO-TEST Obstsalate zum Mitnehmen
Keime und Schimmelpilze to go

Sind Obstsalate zum Mitnehmen praktische Vitaminbomben oder eklige Keimschleudern? Dieser Frage ist das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen MĂ€rz-Ausgabe nachgegangen. Das ResĂŒmee: Obst to go enthĂ€lt weniger Vitamine, ist teilweise vergammelt und dreimal so teuer wie selbst gemachter Obstsalat.

Die aktuelle Untersuchung des ÖKO-TEST-Magazins zeigt, dass viele fertig gekaufte Obstsalate nicht zu empfehlen sind. Einige Produkte im Test waren so verdorben, dass die geschulten Sensoriker sie gar nicht mehr probieren wollten. Zudem sind viele auch wahre Keimschleudern: Mit Ausnahme von einem Produkt ĂŒberschritt jede Marke zumindest einen Richtwert der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) fĂŒr Hefen und Schimmelpilze. Bei den Enterobakterien – das sind Keime, die bei empfindlichen Personengruppen zu Magen-Darm-Beschwerden fĂŒhren können – hat das Labor in manchen Proben sogar Werte ĂŒber dem Warnwert der DGHM gemessen.

Das Verbrauchermagazin hat zudem den Gehalt an Vitamin C messen lassen. Denn Obst verliert, nachdem es aufgeschnitten wird, Vitamine. Es zeigte sich, dass viele Proben nicht mehr frisch sind. Viel FlĂŒssigkeit im Becher ist ebenso ein Zeichen fĂŒr mangelnde Frische.

ÖKO-TEST empfiehlt, die Obstsalate besser selber zu machen. Denn die sind nicht nur frischer und gesĂŒnder, sondern auch erheblich billiger: Die Produkte to go kosten das Doppelte bis Dreifache.

Das ÖKO-TEST-Magazin MĂ€rz 2016 gibt es seit dem 25. Februar 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

Freiburg: Neuvergabe zweier StandplĂ€tze fĂŒr Imbiss-StĂ€nde auf dem MĂŒnstermarkt
Wurst-Imbiss am MĂŒnsterplatz / Foto: Daniel JĂ€ger
 
Freiburg: Neuvergabe zweier StandplĂ€tze fĂŒr Imbiss-StĂ€nde auf dem MĂŒnstermarkt
Nach dem Ausfall zweier Anbieter vergibt die FWTM zum 01. April bis zum 31. Dezember 2016 zwei StandplĂ€tze auf der SĂŒdseite des Freiburger MĂŒnstermarktes, dem zentralen Einkaufspunkt fĂŒr frische und regionale Produkte. Verkauft werden dĂŒrfen Wurstangebote der „langen Roten“ und Bratwurst in verschiedenen Varianten.

Das Imbissangebot auf dem Freiburger MĂŒnstermarkt ist zurzeit eingeschrĂ€nkt, da zwei WurststĂ€nde nicht weiter betrieben werden. Die Familie von Paul Karle-HĂ€mmerle wird "Pauls Imbiss" nicht weiterfĂŒhren. Der beliebte Marktbeschicker verstarb Ende November 2015 ĂŒberraschend an Herzversagen. Auch die Endinger Metzgerei Dirr wird ihren Stand, der auf Grund eines Gasaustrittes im Oktober nieder gebrannt war, nicht weiter betreiben. Daher schreibt die FWTM aktuell die beiden StandplĂ€tze neu aus.

„Die zwei neuen WurststĂ€nden werden das beliebte Angebot auf dem MĂŒnstermarkt wieder vervollstĂ€ndigen“, so FWTM GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann. Zum 1. Januar 2017 werden dann erneut alle ImbissstĂ€nde auf dem Freiburg MĂŒnstermarkt neu ausgeschrieben.

Bewerbungen fĂŒr die StandplĂ€tze auf der SĂŒdseite des Freiburger MĂŒnstermarktes können bis zum 29. Februar 2016 bei der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, Rathausgasse 33, 79098 Freiburg eingereicht werden. Die vollstĂ€ndige Ausschreibung, die Richtlinien sowie das offizielle Bewerbungsformular können unter www.muenstermarkt.freiburg.de herunter geladen werden.
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Weißlacker und MilbenkĂ€se: Milchprodukte auf der Arche des Geschmacks
Dutzende von KĂ€sesorten stehen uns an der KĂ€setheke zur VerfĂŒgung, eine bunte Vielfalt an Formen der Milch: zart oder hart, mild oder krĂ€ftig, mit weißem, rotem oder blauem Schimmel, mit KrĂ€utern oder GewĂŒrzen, aus Kuh-, Schafs-, Ziegen- oder BĂŒffelmilch.

Handwerkliche KĂ€sesorten sind eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden, was sich im Geschmack und Geruch niederschlĂ€gt. So lĂ€sst sich bei handwerklichen KĂ€sesorten zum Beispiel oft auf die Art der Tiernahrung schließen: Weidet das Tier frei auf der Alm? Ein KĂ€se eines Tieres, das auch im Winter mit Heu gefĂŒttert wurde, entwickelt eine charakteristische Geschmacksnote und unterscheidet sich allein schon deshalb von industriellem KĂ€se.

Die geschmackliche Einzigartigkeit handwerklicher Milchprodukte kann durch industrielle Produktion nicht erreicht werden. Die Industrie setzt auf Standardisierung statt Vielfalt: Traditionelle und lokale Nuancen in Geschmack und Geruch, sowie Form- und Farbvielfalt von Milchprodukten werden zunehmend durch zeitoptimierte industrielle Herstellungstechniken und kĂŒnstliche Hilfs- und Zusatzstoffe ersetzt. Die Zugabe von kĂŒnstlichen Starterkulturen, unabhĂ€ngig von der Herkunft, fĂŒhrt zur Vereinheitlichung des Geschmackes. Es geht nicht nur die Produktvielfalt und damit die Vielfalt auf dem Teller verloren, sondern auch enormes traditionelles Wissen um handwerkliche Verarbeitungs- und Reifetechniken und das Fortbestehen verschiedener Kulturlandschaften, wie den Almregionen.

Die Slow Food Arche des Geschmacks, das internationale Projekt zum Schutz der biologischen und kulturellen Vielfalt, schĂŒtzt neben Nutztierarten und Kulturpflanzen unter anderem auch besondere handwerkliche Erzeugnisse. Sie beherbergt derzeit drei spezielle KĂ€sesorten, die beim Riechen, Schmecken und im Bruch die eigene Entstehungsgeschichte erzĂ€hlen:

Der Nieheimer KĂ€se aus Nordrhein-Westfalen ist ein SauermilchkĂ€se aus Kuhmilch, der in Nieheim (Kreis Höxter, Ostwestfalen-Lippe) nach traditionellem Rezept hergestellt wird. Er wird aus fettarmem Sauermilchquark hergestellt. Der trockene, nur leicht saure Quark wird fein gemahlen oder geklopft. Nach einer Reifung von drei bis fĂŒnf Tagen wird der KĂ€se mit Salz, KĂŒmmel und Wasser zu HandkĂ€se verarbeitet. Der Nieheimer KĂ€se wurde vermutlich schon Anfang des 19. Jahrhunderts in HauskĂ€sereien hergestellt. 1927 bestanden in Nieheim noch ca. 80 HauskĂ€sereien, nach dem Krieg waren es rund 30 HĂ€user, in denen gekĂ€st wurde. Heute vertreiben nur noch zwei KĂ€sereien am Ort ihre selbst gemachten Produkte. Die Region um Nieheim hat eine lange KĂ€setradition. Dies hĂ€ngt mit der charakteristischen Flechtheckenlandschaft zusammen. Im Schutze der Flechthecken (ein natĂŒrlicher "lebender" Zaun aus Haselnusshecken und eingeflochtenen Weidenzweigen) wuchsen am Rande der Wiesen und Weiden besonders viele nahrhafte und wohlschmeckende KrĂ€uter, wodurch die Milch einen besonders guten Geschmack bekam.

Der Weißlacker aus Bayern ist ein KĂ€se ohne Rinde, mit weißlicher, lackartiger Schmiere. Erfunden wurde der Weißlacker von den Wertacher GebrĂŒdern Josef und Anton Kramer im Jahre 1874. Ziel war, einen "BacksteinkĂ€s" durch Erhöhen des Salz- und Fettgehalts haltbarer zu machen. Der Fettgehalt liegt bei 45%, der Salzgehalt bei 5%. Hergestellt wird dieser einzige authentische KĂ€se des AllgĂ€us nur aus Milch und Salz. Die Milch kommt von Bergbauern, deren Höfe ĂŒber 800m ĂŒber dem Meeresspiegel liegen. Auf artgerechte Tierhaltung wird großer Wert gelegt. Nach dem Einlaben wird der Bruch vorsichtig walnussgroß geschnitten, nach 2-3 Stunden auf Spanntischen ausgeschöpft. Nach dem Wenden werden die KĂ€se fĂŒr 2 Tage in ein 20%iges Salzbad gelegt. Sechs Wochen verbringt der KĂ€se dann in einem warmen Raum, wo er zweimal pro Woche mit Salz "geschmiert" wird. Anschließend reift er neun Monate in einem Kaltlager. Die Herstellung ist heikel und nicht ohne Risiko. Der Weißlacker bereitet dem wahren Genießer ein auf der ganzen Welt einmaliges Geruchs- und Geschmackserlebnis.

Der WĂŒrchwitzer MilbenkĂ€se aus Sachsen-Anhalt ist ein "TrĂŒffel" unter den KĂ€sesorten, seine ungewöhnliche Geschmacksvielfalt ist sehr geschĂ€tzt. Er wird aus getrocknetem Magerquark hergestellt. Die Grundlage sind dafĂŒr Ziegen-, Schafs- oder Kuhmilch.Der KĂ€se lagert viele Wochen in Kisten mit speziellen KĂ€semilben. Hier erfĂ€hrt der Quark seinen Reifeprozess. Die Milben fermentieren den KĂ€se. Damit er nicht von ihnen aufgefressen wird, werden die Milben mit Roggenmehl gefĂŒttert. Dieser Prozess kann ein viertel bis hin zu einem halben Jahr in Anspruch nehmen und erfordert eine intensive und individuelle Betreuung. Weil die Milben im Winter eine Ruhephase haben, kann der KĂ€se auch nur saisonal vom FrĂŒhjahr bis zum Herbst hergestellt werden. Das Besondere des MilbenkĂ€ses ist die extrem lange Haltbarkeit, die bei einzelnen Exemplaren bis zu 30 Jahren nachgewiesen werden konnte.

Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung fĂŒr BiodiversitĂ€t schĂŒtzt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwĂ€rtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder "aus der Mode" gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es ĂŒber 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56:
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