Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Donnerstag, 3. Dezember 2020
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Verschiedenes

 
Aufruf gegen Patent auf Bier gestartet
Wir brauchen wirksame Verbote im europÀischen Patentrecht!

32 Nichtregierungsorganisationen, darunter Slow Food Deutschland e.V., starten heute einen Aufruf an die Politik und fordern endlich wirksame Verbote, um Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller ZĂŒchtung zu verhindern. Konkret wendet sich der Protest gegen Patente fĂŒr die Brauereikonzerne Carlsberg und Heineken, die 2016 vom EuropĂ€ischen Patentamt (EPA) erteilt wurden (EP2384110, EP2373154 und EP2575433). Sie erstrecken sich auf Gerste aus konventioneller ZĂŒchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Diese Patente beruhen auf zufĂ€lligen Mutationen im Erbgut der Pflanzen. Zwar haben sowohl die EU-Kommission als auch die Regierungen der EU-Staaten jĂŒngst noch einmal klargestellt, dass Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht nicht patentiert werden dĂŒrfen, doch das EuropĂ€ische Patentamt ist offenbar nicht bereit, sich in Zukunft auch daran zu halten, sondern will weiterhin Patente auf zufĂ€llige Mutationen erteilen. Die Organisationen fordern daher, dass die Politik jetzt dafĂŒr sorgt, dass die bestehenden Schlupflöcher schnellstmöglich geschlossen werden.

Der Einsatz der Gerste soll das Brauen billiger und das Bier lĂ€nger haltbar machen. Die Brauereikonzerne können somit gleich zweimal verdienen: am Verkauf des Biers und am Anbau der Gerste. Zugleich können sie aber auch andere ZĂŒchter daran hindern, eine noch bessere Gerste zu zĂŒchten. So weiten die Konzerne ihre Marktmacht weiter aus - zum Schaden von Landwirten, ZĂŒchtern, anderen Brauereien und der VerbraucherInnen.

"Wenn zufĂ€llige Mutationen im Erbgut von Pflanzen ausreichen, um Gerste und Bier als Erfindung zu beanspruchen, stimmt das ganze Patentsystem nicht. Die Politiker sollten diesem Treiben nicht lĂ€nger zusehen, sondern dafĂŒr sorgen, dass in Europa die Interessen der Verbraucher Vorrang vor den Interessen der Konzerne haben", sagt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Geht es nach den Vorstellungen des EuropĂ€ischen Patentamts, wĂ€ren aber Pflanzen und Tiere, bei denen natĂŒrliche Mutationen entdeckt oder bei denen zufĂ€llige Mutationen ausgelöst werden, auch in Zukunft patentierbar. Im Bereich der konventionellen ZĂŒchtung beruht etwa die HĂ€lfte der erteilten Patente auf derartigen "zufĂ€lligen Erfindungen".

"Solange Patente auf Pflanzen und Tiere mit zufĂ€lligen Mutationen erlaubt sind, bleibt das Verbot der Patentierung konventioneller ZĂŒchtung weitgehend unwirksam. Wir brauchen hier dringend eine Klarstellung seitens der Politik", sagt Ruth Tippe von der Initiative "Kein Patent auf Leben!". "Unsere Recherche zeigt, dass diese Patente einen großen Anteil im Bereich der konventionellen Zucht ausmachen."

Die Patente der Firmen Carlsberg und Heineken erstrecken sich nicht nur auf Braugerste, das Brauen von Bier und das Bier selbst, sondern auch auf alle Gerstenpflanzen mit den beanspruchten Eigenschaften, unabhĂ€ngig davon, wie sie gezĂŒchtet wurden. Deswegen fordern die Organisationen, dass auch die Reichweite der Patente klar begrenzt wird.

"Die derzeitige Praxis des EPA bedeutet, dass eine Firma, die beispielsweise per Gentechnik Pflanzen oder Tiere mit bestimmten Eigenschaften herstellt, auch Pflanzen oder Tiere mit diesen Eigenschaften beanspruchen kann, die mit ganz anderen Verfahren gezĂŒchtet oder in der Natur entdeckt werden", sagt Christoph Then fĂŒr die Koalition "Keine Patente auf Saatgut!". "Wenn man hier keine rechtlich wirksame Grenze zieht, können die Verbote viel zu leicht ausgehebelt werden."

Die Organisationen weisen darauf hin, dass das EPA schon in der Vergangenheit aus eigenen wirtschaftlichen Interessen heraus immer wieder versucht hat, die Patentverbote durch juristische Tricks auszuhebeln. Sie fordern, dass die Politik es nicht lĂ€nger dem EPA ĂŒberlĂ€sst, ĂŒber die Auslegung der Verbote zu entscheiden.

Der Appell wird gestartet von: Arbeitsgemeinschaft bĂ€uerliche Landwirtschaft (AbL, Deutschland), Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen in der EKD (AGU, Deutschland), Arche Noah (Österreich), Bioland (Deutschland), Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Bund Naturschutz in Bayern (BN), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW, Deutschland), Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN, Deutschland), Die freien BĂ€cker, FIAN (Deutschland), Frosamlerne (DĂ€nemark), Gen-ethisches Netzwerk (Deutschland), Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB, Deutschland), Kein Patent auf Leben! (Deutschland), Keine Patente auf Saatgut! (Europa), Kultursaat e. V. (Deutschland), Landesforeningen Praktisk Økologi (DĂ€nemark), IG Nachbau (Deutschland), IG Saatgut (Deutschland), NOAH - Friends of the Earth (DĂ€nemark), Plataforma TransgĂ©nicos Fora (Portugal), ProSpecieRara (Schweiz), PublicEye (Schweiz), Sambucus (Deutschland), Save our Seeds (SOS, Deutschland), SLOW (DĂ€nemark), Slow Food Deutschland (und DĂ€nemark regional), Swissaid (Schweiz), Umweltinstitut MĂŒnchen (Deutschland), Verband Katholisches Landvolk e. V. (Deutschland), Zivilcourage (Deutschland).

Der Appell richtet sich unter anderem an den deutschen Bundesminister fĂŒr Justiz, Heiko Maas. Die beteiligten Gruppen und VerbĂ€nde erwarten, dass die 38 MitgliedslĂ€nder des EPA, zu denen auch Deutschland und die LĂ€nder der EU gehören, in der ersten HĂ€lfte 2017 auf einer Sitzung des Verwaltungsrats der EuropĂ€ischen Patentorganisation einen Beschluss darĂŒber fassen, wie die bestehenden Verbote in Zukunft ausgelegt werden sollen. Die Nichtregierungsorganisationen fordern, dass Maas sich auf dieser Sitzung fĂŒr lĂŒckenlose Verbote einsetzt. Auch heute und morgen tagt der Verwaltungsrat des EPA in MĂŒnchen - BeschlĂŒsse werden allerdings frĂŒhestens auf der nĂ€chsten Sitzung im Juni 2017 erwartet.
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Schwarzwald mit fast 50 Experten auf der ITB
HĂŒhner gackern, Glocken lĂ€uten, der Kuckuck ruft ...

So klingt es nicht am Messestand des Schwarzwaldes auf der weltgrĂ¶ĂŸten Tourismusmesse ITB in Berlin. Aber viele Touristen wĂŒnschen sich so den Schwarzwaldurlaub – die Nachfrage nach dem einfachen Landleben ist grĂ¶ĂŸer als das Angebot. Dem will die Schwarzwald Tourismus GmbH nun mit einem neuen Konzept begegnen: „Na Du“: Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr NatĂŒrlicher Dorfurlaub.

Auf der Internationalen Tourismus Börse ITB in Berlin wurde der „NatĂŒrliche Dorfurlaub“ in der Pressekonferenz mit Minister Guido Wolf erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Schwarzwaldweit sollen etwa 20 Dörfer gefunden und gefördert werden, deren Kleinvermieter, Dorfstruktur und Vereinsleben dem nahe kommen, was sich StĂ€dter und Touristen als „Urlaub auf dem Dorf“ wĂŒnschen. Das Tourismusministerium und die Landtagsfraktion der CDU in Baden-WĂŒrttemberg haben dafĂŒr 160.000 Euro Fördermittel zugesagt.

Bis zum Sonntag vertritt die Schwarzwald Tourismus GmbH aus Freiburg die Ferienregion von Karlsruhe bis Basel, Pforzheim bis Waldshut auf der ITB. Rund 50 Tourismusexperten aus BadenBaden, Karlsruhe, Freiburg, der Europa-Park, der Europapark, die Health-Region Freiburg und Hochschwarzwald informieren seit Mittwoch Fachbesucher aus aller Welt. Am Samstag und Sonntag werden auch Zigtausende Urlauber sich in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm informieren. Mit dabei in Freiburg sind auch Schwarzwaldradio, die evangelische Landeskirche und die Anbieter von 360-Grad-Rundumvideos im Schwarzwald.

Am Donnerstag wurde der SĂŒdschwarzwald-Radweg rund um den Naturpark SĂŒdschwarzwald zum 3. Mal vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club Adfc als Vier-Sterne-Radweg ausgezeichnet. Die Radreiseanalyse sieht den Schwarzwald insgesamt als Top-Fahrraddestination. Im Wettbewerb von 148 Fahrradzielen landete die Ferienregion auf Platz 6 einer bundesweiten, reprĂ€sentativen Analyse zu den Lieblingszielen von Radurlaubern.

Auf der weltweit fĂŒhrenden Tourismusmesse prĂ€sentieren sich Urlaubsregionen von ihrer besten Seite. Wie gut ihnen das im Internet gelingt, hat die Berliner SEO Agentur Digitaleffects genauer angesehen und hierzu das Online-Marketing von ĂŒber 100 deutschen Urlaubsregionen unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Internet-Seite www.schwarzwald-tourismus.info ist die am besten fĂŒr Google und andere Suchmaschinen optimierte Seite. DafĂŒr wurde die Schwarzwald Tourismus GmbH mit dem SEO-Preis ausgezeichnet.

zum Bild oben:
Haben Sie schon mal Milch direkt aus dem Melkeimer getrunken? Oder nestfrische Eier zum FrĂŒhstĂŒck verspeist? Frischgebackenes Brot aus dem Holzofen probiert? Ferien auf einem der traditionsreichen Bauernhöfe in Baiersbronn machen es möglich. / Foto: © Baiersbronn Touristik
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Buchtipp: "Kochwerkstatt"
Diese KĂŒchengerĂ€te sind wirklich sinnvoll...

Stabmixer, Eismaschine, Dampfgarer, BrĂ€ter oder Mörser und Co. In deutschen KĂŒchen stehen immer mehr GerĂ€tschaften und Maschinen. Wie man sie richtig nutzt und sinnvoll einsetzt, erklĂ€rt die Stiftung Warentest in der zweiten erweiterten und neu erschienen Auflage des Buches „Kochwerkstatt“.

Die moderne KĂŒchentechnik wird meist dazu verwendet, die Gerichte schneller und einfacher zuzubereiten. „Damit wird man ihr aber nicht gerecht“, so Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, die das Buch mit vielen Tipps und Rezepten in Abstimmung mit den Experten der Stiftung Warentest verfasst haben. Mit dem Stabmixer kann man eben nicht nur GemĂŒse pĂŒrieren, sondern auch Suppen und Saucen binden, KrĂ€uter zerkleinern und eine Vinaigrette aufschlagen.

Meuth und Neuner-Duttenhofer erklĂ€ren mit viel Witz und Sachverstand, wie moderne Technik oder alte GerĂ€tschaften beim Kochen helfen. Mit vielen Rezepten, Tipps und Praxisbeispielen geben sie Einblicke in ihre ganz persönliche Kochwerkstatt. Damit bekommen Saucen mehr Stand, Vitamine, Farben und Aromen bleiben erhalten, und in der richtigen Pfanne gelingt das perfekte Steak garantiert. Die Kochwerkstatt ist ein Kochbuch fĂŒr alle, die es genau wissen wollen.

Die Autoren: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer sind verheiratet und leben und arbeiten auf ihrem Apfelgut im Nordschwarzwald. Bekannt sind sie als Gastgeber der Fernsehsendung „Servicezeit Essen und Trinken“ im WDR-Fernsehen.

„Kochwerkstatt“ hat 512 Seiten und seit dem 8. Oktober 2014 zum Preis von 39,90 Euro im Handel erhĂ€ltlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/kochwerkstatt.

Stiftung Warentest 2014, 512 Seiten, EUR 39,90
ISBN 978 3 86851 409 4
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Power-Suppen: 100 Trend-Rezepte mit heimischen Superfoods
Suppen sind Allroundtalente. Sie sind gesund, lassen sich prima vorbereiten oder einfach mitnehmen und im Handumdrehen ist eine leichte Mahlzeit serviert. Power-Suppen, das neue Kochbuch der Stiftung Warentest, hÀlt mehr als 100 unkomplizierte Rezepte bereit.

Suppe belastet nicht, denn durch das feine Zerkleinern, das Garen der meisten Zutaten und den hohen Wasseranteil sind Suppen leicht verdaulich. Sie sind reich an Ballaststoffen, die dem Darm guttun und somit das Immunsystem stĂ€rken. Suppen sind konzentrierte NĂ€hrstoff-Booster. Ein ganzes Kapitel widmet sich Toppings und Einlagen. Außerdem gibt es zahlreiche Grundrezepte fĂŒr selbstgemachte BrĂŒhen. Zu jedem Rezepte gibt es ausfĂŒhrlichen Infos zu den gesundheitsfördernden Wirkungen bestimmter Zutaten.

Ob Bouillons, Cremesuppen oder herzhafte Eintöpfe, asiatischer HĂŒhnerpot, Matcha-FlĂ€dlessuppe oder coole Gurken-Minz-Suppe – „Power-Suppen“ liefert ĂŒber 100 Rezepte: Vegetarisch oder vegan, mit Fleisch oder Fisch und Basisrezepten fĂŒr stĂ€rkende BrĂŒhen.

Die Autorin Dagmar von Cramm ist ErnĂ€hrungswissenschaftlerin, Food-Journalistin und Mitglied im PrĂ€sidium der deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung.

Das Buch "Power-Suppen" hat 176 Seiten und ist ab dem 21. Februar fĂŒr 16,90 im Handel erhĂ€ltlich oder kann online unter www.test.de/powersuppen bestellt werden.
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Freiburg Tourismus 2016: Neuer GĂ€sterekord
Mehr ÜbernachtungsgĂ€ste, kĂŒrzere Aufenthaltsdauer, weniger AuslĂ€nder, mehr InlĂ€nder

FĂŒr das Jahr 2016 zieht die FWTM fĂŒr den Tourismus und das Veranstaltungs- und Kongresswesen in Freiburg eine positive Bilanz. Im vergangenen Jahr kamen so viele ÜbernachtungsgĂ€ste wie noch nie nach Freiburg, allerdings blieben sie kĂŒrzer. So verzeichnete der Freiburger Reiseverkehr, also die Summe aus Hotels, Gasthöfen, Pensionen, CampingplĂ€tzen und der Jugendherberge, fĂŒr das Jahr 2016 insgesamt 761.200 GĂ€ste, was einem Plus von 0,8 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr entspricht. Damit erzielte die Hotellerie einen Zuwachs von 0,3 Prozent auf insgesamt 1.092 Millionen Übernachtungen. Im Bereich der Pensionen, CampingplĂ€tze und Jugendherbergen gab es hauptsĂ€chlich aufgrund der schlechten WetterverhĂ€ltnisse weniger Übernachtungen. Im gesamten Reiseverkehr stabilisiert sich die Anzahl der Übernachtungen in Freiburg mit 1.438 Millionen damit fast auf Vorjahresrekord von 1.448 Millionen. Der AuslĂ€nderanteil ist um 2,1 Prozent zurĂŒckgegangen, wofĂŒr als Ursache maßgeblich die internationale Krisensituation ausgemacht werden kann. Dieser Trend ist bundesweit spĂŒrbar, jedoch wird der RĂŒckgang durch inlĂ€ndische GĂ€ste mehr als wettgemacht.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann: „Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Bei den Übernachtungszahlen ist aus unserer Sicht kaum noch Wachstum möglich. Die KapazitĂ€tsgrenze ist bei den Hotels erreicht. Freiburg ist in den letzten Jahren in allen Bereichen stark gewachsen, nur im Bereich der HotelkapazitĂ€ten ist die Infrastruktur fĂŒr die GĂ€ste nicht mitgewachsen. Daher freuen wir uns ĂŒber die großen Investitionen in den Zuwachs von ca. 760 Zimmer in 2017.“

Die Zahl der Tage und Wochenenden, an denen Freiburg ausgebucht ist, nimmt zu. So hat Freiburg im baden-wĂŒrttembergischen Vergleich die höchste Bettenauslastung. In 2016 betrug die Auslastung in der Freiburg Hotellerie 57,1 Prozent, in Heidelberg 55,9 Prozent, in Stuttgart 52,4 Prozent, in Baden-Baden 48,9 Prozent und landesweit 43,6 Prozent. Kleinere HĂ€user sowie Privatzimmer gehen nicht in die Statistik ein.

Dem Bettenzuwachs von 7 Prozent in der Freiburger Hotellerie in den letzten zehn Jahren steht ein Übernachtungszuwachs um 25 Prozent im gleichen Zeitraum gegenĂŒber. Freiburg liegt damit im Bundesvergleich auch bei der Auslastung der angebotenen Hotelzimmer direkt hinter Hamburg und MĂŒnchen auf Platz drei. Die ĂŒberdurchschnittlich hohe Zimmerauslastung in der Freiburger Hotellerie hat dazu gefĂŒhrt, dass in- und auslĂ€ndischer Investoren im ersten Halbjahr von 2017 vier große Hotels in Freiburg eröffnen werden: Hampton by Hilton, Wyndham Super 8-Hotel Freiburg, Holiday Inn Express und Motel One. Des Weiteren wird das Hotel Rheingold nach dem Umbau eine KapazitĂ€t von 150 Zimmer haben. In Planung sind auch ein weiteres Privathotel auf dem GĂŒterbahnhof-Areal mit 60 Zimmer sowie das Resort Luisenhöhe und die Erweiterung des Hotels am Stadtgarten mit 30 Zimmern.

Anders als in den Vorjahren war das Ausland nicht Wachstumsmotor: Der AuslĂ€nderanteil an ÜbernachtungsgĂ€sten ist aufgrund der internationalen Sicherheitslage, um 2,1 Prozent zurĂŒckgegangen, was aber durch einen steigenden GĂ€steanteil aus Deutschland ausgeglichen werden konnte. Eine Entwicklung die auch in anderen StĂ€dten zu beobachten war. So ist in Heidelberg beispielsweise der Anteil an auslĂ€ndischen ÜbernachtungsgĂ€sten um 4,6 Prozent gesunken. Neben dem Aspekt der Sicherheit und der nationalen und internationalen medialen Aufmerksamkeit aufgrund der beiden MordfĂ€lle, wurde der Freiburger Tourismus auch stark durch Wetterkapriolen geprĂ€gt. KĂ€lte, Starkregen und Unwetter begrenzten die Reiselust in die sonnigste Stadt Deutschlands und beeinflussten insbesondere die negative Entwicklung im Campingbereich.

Am stĂ€rksten abgenommen haben die Besuche aus China: Im Vergleich zum Vorjahr ist ein RĂŒckgang um 25,5 Prozent auf 11.496 Übernachtungen zu beobachten. Die Top Ten HerkunftslĂ€nder der Freiburger ÜbernachtungsgĂ€ste fĂŒhrt nach wie vor die Schweiz als Spitzenreiter mit insgesamt 127.492 Übernachtungen an, gefolgt von Frankreich mit 41.514 Übernachtungen. Auf Platz drei befindet sich Spanien mit 34.528 Übernachtungen. Aus Italien sind 32.780 Übernachtungen zu verzeichnen, dicht gefolgt von den Niederlanden mit 32.659 Übernachtungen. Es folgen das Vereinigte Königreich (32.659), die USA (31.262), die arabischen Golfstaaten (25.726), Russland (14.733). Mit 14.035 Übernachtungen verdrĂ€ngt Israel China (einschließlich Hongkong) vom 10ten Platz im Jahr 2016.

In 2016 konnte erfolgreich der Freiburger Buchungsservice fĂŒr Hotelzimmer und Ferienwohnungen etabliert werden, den die FWTM mit der Freiburger Hotellerie ins Leben gerufen hat. Hierzu gehört unter anderem die Vermittlung von UnterkĂŒnften bei telefonischen Buchungsanfragen, bei Onlinebuchungen ĂŒber www.freiburg.de und auch bei Kongress- und Gruppenreservierungen. Von den vier neuen Hotels, die in 2017 in Freiburg eröffnet werden, sind bereits Wyndham Super 8-Hotel Freiburg und Hampton by Hilton die Vertragspartnerschaft mit dem Freiburger Buchungsservice eingegangen. Motel One hat eine Teilnahme angekĂŒndigt.

Die Vermittlung von UnterkĂŒnften an Kongressteilnehmer und Gruppen erfolgt durch das Freiburg Convention Bureau der FWTM. So hat das Convention Bureau beispielsweise die Hotelbuchung fĂŒr rund 700 Teilnehmern am 28. Ordentlichen Gewerkschaftstag der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) vom 06. bis 10. Mai 2017 in der Messe Freiburg ĂŒbernommen. HierfĂŒr wurden Zimmer bei 20 Freiburger Hotels gebucht und ein Umsatz von 370.000 Euro erzielt. Franziska Pankow, FWTM-Abteilungsleiterin Tourismus, Convention Bureau & Events: „Die Umsatzzahlen des Convention Bureau zeigen, welche Bedeutung das Messe- und KongressgeschĂ€ft fĂŒr die Hotellerie und Gastronomie in Freiburg hat: Es ist nicht nur ein bedeutender Image- sondern auch Wirtschaftsfaktor.“

Auch fĂŒr das Jahr 2017 rechnet die FWTM aufgrund der guten, konjunkturellen Wirtschaftslage und gut gebuchter Kongressund Messehallen sowie eines vollen Veranstaltungskalenders mit einem hohen Besucheraufkommen. Besondere Veranstaltungshighlights in 2017 sind unter anderen die 10. GebĂ€ude.Energie.Technik Messe (GETEC) vom 17. bis 19. Februar. 1.200 Teilnehmer werden zum 120. Deutschen Ärztetag vom 23. bis 26. Mai 2017 in Freiburg erwartet. Auch mit dem European Resuscitation Council Cogress (1.000 Teilnehmern), dem 125. JubilĂ€umskongress der IUFRO - the International Union of Forest Research Organizations (2.000 Teilnehmer) sowie dem 28. Ordentlicher Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (700 Teilnehmer) kommen drei weitere große Veranstaltungen an den Kongressstandort Freiburg. In der SICK-ARENA werden mitunter internationale Stars wie David Garrett am 26. April auftreten und auch das Konzerthaus wartet mit hochkarĂ€tigen Konzerten – wie zum Beispiel mit dem Klavierabend des weltbekannten Pianisten Lang Lang am 19. MĂ€rz – auf.

Die FWTM entwickelt derzeit zusammen mit dem Institut Projekt M und in Abstimmung mit dem Tourismusbeirat ein Tourismuskonzept zur strategischen Weiterentwicklung des Freiburg-Tourismus hinsichtlich zukĂŒnftiger Infrastruktur- und Tourismusmarketingmaßnahmen. Das Tourismuskonzept wird Mitte des Jahres fertiggestellt. Ein Aspekt des Tourismuskonzeptes ist eine GĂ€stebefragung, durch die unter anderem ermittelt wird, welche Dienstleistungen die Freiburger GĂ€ste erwarten und welche Angebote am Standort Freiburg und in der Region sie besonders nutzen. Eine wichtige Maßnahme, die bereits in Angriff genommen wurde und bis Juli 2017 umgesetzt wird, ist eine neue touristische Webseite fĂŒr Freiburg, in die auch das stĂ€dtische Buchungsportal intergiert sein wird. Die Webseite wird sich stĂ€rker als bisher an den Anforderungen moderner Kommunikation und an den Informations- und ServicebedĂŒrfnisse der GĂ€ste ausrichten.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernd Dallmann: „Wir warten dringend auf das Urteil zur Bettensteuer, damit wir das Tourismuskonzept auch finanziell umsetzen können."
 
 

 
Statistisches Landesamt bestĂ€tigt Übernachtungsrekord im Schwarzwald
2016 war der Schwarzwald so erfolgreich wie nie zuvor

Die Ferienregion Schwarzwald ist im In- und Ausland so beliebt wie nie: 2016 stieg die Zahl der deutschen Urlauber ebenso wie die auslĂ€ndischer GĂ€ste um 2,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Zwischen Januar und Dezember 2016 ĂŒbernachteten 5,78 Mio. BundesbĂŒrger und 2,34 Mio. AuslĂ€nder insgesamt 21,54 Mio. Mal in der Region. Damit ist der bisherige Übernachtungsrekord von 21,2 Mio. in 1991 deutlich ĂŒbertroffen worden. Von der Statistik erfasst sind nur Betriebe mit mindestens zehn Betten. BerĂŒcksichtigt man die kleineren Betriebe und die vielen Privatpensionen in der Ferienregion dĂŒrften GĂ€ste 2016 weit mehr als 30 Mio. Mal ĂŒbernachtet haben.

Zwar stiegen die Ankunftszahlen in den anderen Ferienregionen des Landes zum Teil stĂ€rker an, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau. Von den statistisch erfassten 52 Mio. Übernachtungen aller Ferienregionen in Baden-WĂŒrttemberg 2016 entfielen 41,4 Prozent auf den Schwarzwald.

Die stĂ€rksten ZuwĂ€chse verzeichneten 2016 Hotel Garni mit plus 10,7 Prozent bei AnkĂŒnften und plus 8,7 Prozent bei Übernachtungen sowie FerienhĂ€user und Ferienwohnungen mit 7,8 Prozent mehr GĂ€sten und 3,7 Prozent mehr Übernachtungen.
 
 

 
Geschmackssache: Selbst zubereitet oder fix und fertig gekauft?
Selbst zubereitete Milchshakes schnitten bei einer Verkostung besser ab als die gekauften Pendants. Dies galt allerdings nur, solange die selbst zubereiteten Shakes "gesund" waren. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die interessante Einblicke in die sensorische Beurteilung gibt, zugleich aber viele Fragen aufwirft.
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Außergewöhnliche NĂ€chte fĂŒr Groß und Klein
Familienfreundliche CampingplĂ€tze bieten besondere UnterkĂŒnfte

STUTTGART, 8. Februar 2017 – Ob Schlafhöhle oder JagdhĂŒtte, Safarizelt oder SchĂ€ferwagen: Urlauber finden auf CampingplĂ€tzen, die das GĂŒtesiegel „familien-ferien in Baden-WĂŒrttemberg“ tragen, ĂŒber Zelt und Wohnwagen hinaus viele originelle Quartiere.

Schlafen mit Blick in die Baumkronen: Auf dem Campingplatz SchwarzwĂ€lder Hof in Seelbach ist das möglich. Vier moderne HolzhĂ€uschen stehen dort im GrĂŒnen – teils nah am Boden, teils auf StĂ€mmen in drei bis vier Metern Höhe. Jedes der BaumhĂ€user ist mit einem Doppel- oder Etagenbett ausgestattet und fĂŒr zwei Personen geeignet. Ideal also fĂŒr ein gemeinsames Abenteuerwochenende von Mutter und Kind oder Opa und Enkel. SpielplĂ€tze und ein Hallenbad gehören zum breiten Angebot des SchwarzwĂ€lder Hofs fĂŒr Kinder, und die große Saunalandschaft steht ihnen an zwei Tagen in der Woche ebenfalls offen. Wer mit der Großfamilie anreisen will, kann auch eines der rustikalen BlockhĂ€user buchen, die sich fĂŒr bis zu 16 GĂ€ste eignen und eine großzĂŒgige KĂŒche haben (BaumhĂ€user 30 Euro pro Person ab 13 Jahren, NaturstammhĂ€user ab 34 Euro pro Person, www.spacamping.de).

Familien verbinden gerne die lockere AtmosphĂ€re eines Campingplatzes mit einem komfortablen Quartier und bequemen Betten. Dabei haben sich die Betriebe mit Zelten, Caravans und Mobilheimen, die gemietet werden können, auf GĂ€ste eingestellt, die ohne eigene AusrĂŒstung anreisen. Kinder lieben solche Abenteuer und auch Eltern freuen sich ĂŒber besondere Urlaubserlebnisse, wie zum Beispiel eine Nacht in einem kuscheligen Schlaffass. Zwei solche FĂ€sser liegen auf dem Campingplatz Kreuzhof in Lenzkirch im Naturpark SĂŒdschwarzwald: Sie sind aus Holz gebaut, ĂŒber vier Meter lang und haben einen Durchmesser von ĂŒber zwei Metern. Mehrere Fenster bringen Licht ins Fass, in dem neben einem Doppelbett sogar Tisch und StĂŒhle untergebracht sind (Schlaffass 60 Euro fĂŒr zwei Personen, www.camping-kreuzhof.de).

Nur wenige Kilometer entfernt in Hinterzarten macht auch der Campingplatz Bankenhof seinen GĂ€sten ein besonderes Angebot: Neben Mietwohnwagen und einer Ferienwohnung können sie auch gemĂŒtliche FerienhĂŒtten buchen. Die HolzhĂ€uschen mit spitzem Dach sind mit Betten, KĂŒhlschrank und Essgeschirr ausgestattet und auf einer Holzterrasse stehen Tisch und StĂŒhle bereit. Wem das nicht Entspannung genug ist, der kann vor Ort Massagen und Yogastunden buchen und im Seebach angeln. Kinder vergnĂŒgen sich auf dem Spielplatz und mit Gokarts, RĂ€dern und Rollern zum Leihen (FerienhĂŒtte fĂŒr zwei Personen 40,20 Euro, www.bankenhof.de).

Das Hofgut Hopfenburg bei MĂŒnsingen im BiosphĂ€rengebiet SchwĂ€bische Alb klingt nach Bauernhof – und den gibt es dort auch noch ebenso wie ein Backhaus und etliche historische Bauten. Außerdem finden sich auf der weitlĂ€ufigen Ferienanlage neben Zeltwiesen und StellplĂ€tzen inzwischen auch ganz besondere Quartiere aus aller Welt: ob heimischer SchĂ€ferwagen, französischer Zirkuswagen, kirgisische Jurte, Safarizelt oder Tipi. Je nach Unterkunft haben darin zwei bis sechs Personen Platz und sie können dank Heizung auch im Winter bezogen werden (je nach Quartier ab 63,20 Euro fĂŒr zwei Personen, www.hofgut-hopfenburg.de).

Auch am Ufer des Bodensees können Urlauber in Indianer- und Safarizelten nĂ€chtigen. Auf dem Camping Park Gohren in Kressbronn stehen zwei kleinere Tipizelte fĂŒr bis zu sechs Personen bereit und ein großes, das 15 GĂ€ste aufnehmen kann. Die Safarizelte haben eine KĂŒche und erinnern mit Fotos und Stoffen im Zebramuster an ihre afrikanischen Vorbilder. Viel Komfort bieten auch die modernen Minilodges fĂŒr zwei Personen und die Ferienchalets, die aus Holz und mit ĂŒberdachter Veranda gebaut sind und sich fĂŒr zwei bis vier ÜbernachtungsgĂ€ste eignen (je nach Quartier ab 75 Euro fĂŒr zwei Personen, www.campingplatz-gohren.de).

JagdhĂŒtten gleichen die kleinen HolzhĂ€uschen auf dem GelĂ€nde des Camping- und Ferienparks Orsingen am Bodensee, zu dem auch ein Freibad gehört. Die HĂŒtten sind mit Betten, Kochecke und einer Terrasse ausgestattet. Wer nur ein gemĂŒtliches Bett ohne viel Drumherum sucht, kann abends auch in eine der Auenhöhlen krabbeln: Die in den Hang integrierten Schlafröhren fĂŒr zwei Personen haben eine runde TĂŒr mit Fenster, eine etwa 1,40 Meter breite LiegeflĂ€che und sogar elektrisches Licht (Auenhöhle ab 15 Euro fĂŒr zwei Personen, www.camping-orsingen.de).

Auf dem Wirthshof in Markdorf nahe des Bodensees haben Urlauber die Wahl zwischen Mobilheimen, Bungalowzelten und urigen BlockhĂŒtten, die ĂŒber Stockbetten und Platz fĂŒr vier Personen verfĂŒgen. Zum 5-Sterne-Campingplatz gehört ein 4-Sterne-Hotel mit Sauna- und Wellnessbereich, der auch von den CampinggĂ€sten genutzt werden kann (BlockhĂŒtte ab 43 Euro fĂŒr zwei Personen, www.wirthshof.de). Speziell fĂŒr Kinder hat die Familie Wirth eine Spielscheune, BastelrĂ€ume, Sport- und SpielplĂ€tze eingerichtet und sie gestaltet jedes Jahr ein umfangreiches Ferienprogramm.

Deshalb wurde der Wirthshof – wie auch die anderen genannten CampingplĂ€tze – mit dem QualitĂ€tssiegel „familien-ferien in Baden-WĂŒrttemberg“ ausgezeichnet. Nur diejenigen Anbieter, die bei der PrĂŒfung vor Ort einen umfangreichen Kriterienkatalog erfĂŒllen, dĂŒrfen das Siegel tragen. Verantwortlich dafĂŒr ist die Tourismus Marketing GmbH Baden-WĂŒrttemberg (TMBW) gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und GaststĂ€ttenverband (DEHOGA) Baden-WĂŒrttemberg. Urlaubsideen fĂŒr Familien sowie mehr Informationen zu den CampingplĂ€tzen, UnterkĂŒnften, Orten und Attraktionen, die zu den PreistrĂ€gern gehören, finden Interessierte auf www.familien-ferien.de
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