Prolix-Gastrotipps - Freiburg
Samstag, 22. September 2018
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Verschiedenes

Freiburg: Zufriedene Mienen beim 45. Freiburger Weinfest
Weinfest Freiburg / Foto: FWTM
 
Freiburg: Zufriedene Mienen beim 45. Freiburger Weinfest
Wetterkapriolen und FuĂźball-Europameisterschaft zum Trotz

90.000 Besucher genossen den badischen Wein

Eine ausgesprochen positive Bilanz ziehen Gastronomen und Winzer aus der Region nach dem 45. Freiburger Weinfest. An sechs Tagen füllte sich der Münsterplatz nicht nur mit einheimischen Weinliebhabern, sondern auch mit zahlreichen auswärtigen Gästen. Und auch viele junge Besucher ließen sich von Winzern und Gastronomen zum gemütlichen Verweilen einladen. „Insgesamt 90.000 Besucher“, schätzt FWTM-Tourismus-Abteilungsleiterin Franziska Pankow, „tummelten sich in den letzten sechs Tagen auf Freiburgs schönstem Platz rund um das Münster. Besonders am Freitag und Samstag luden die warmen Temperaturen dazu ein, bis in die späten Abendstunden badischen Wein und das abwechslungsreiche kulinarische Angebot zu genießen.“

Der besucherstärkste Tag war der Samstag mit rund 26.000 Besuchern. Viele Besucher saßen weit über das Festgelände hinaus in der Stadt und tranken gemütlich den Wein aus der Region. Erstmals war das Freiburger Weinfest freitags und samstags bis 1 Uhr nachts anstelle bis Mitternacht geöffnet, was bei den Besuchern sehr gut ankam. Weniger gut besucht waren der Sonntag wegen der zu hohen Temperaturen und der Dienstag aufgrund des wechselhaften Wetters.

Alixe Winter, Geschäftsführerin der Alten Wache – Haus der Badischen Weine, ist mit dem Weinfest sehr zufrieden: „Trotz des wechselhaften Wetters und Fußball-EM ist die Weinfestbilanz für uns sehr positiv: Der Freitag und Samstag waren so gut besucht wie noch nie – das war Weinparty pur. Das Freiburger Weinfest ist einfach für jedermann etwas.“
Jörg Dattler, vom gleichnamigen Schlossbergrestaurant, hat sich über viele gut gelaunte, zufriedene Gäste gefreut: „Das Weinfestpublikum war bunt gemischt, insgesamt eine super Atmosphäre und viele junge Menschen … besser kann man den Badischen Wein nicht feiern.“
 
 

 
Freiburger MĂĽnstermarkt teilweise verlegt
Sechswöchige Sperrung des westlichen Münsterplatzes

Vom 18. Juli bis 31. August ist der westliche Teil des Freiburger Münsterplatzes aufgrund des Gerüstumbaus am Münsterturm durchgehend von Montag 6 Uhr bis Freitag 14 Uhr gesperrt. Die FWTM hat für die Marktbeschicker/innen Ersatzflächen organisiert: Teile des Münstermarktes werden in die Münster- und Kaiser-Joseph-Straße verlegt. Über die verlegten Standplätze informieren Plakate vor Ort. Samstags ist der Münsterplatz frei zugänglich und der Markt kann ohne Einschränkungen stattfinden.

Die Plakate auf dem Münsterplatz informieren die Besucher jeweils tagesaktuell über die angepassten, wechselnden Ersatzstandorte der Wochenmarktstände. Auch ein Flyer, der unter anderem durch das Infomobil der Tourist Information verteilt wird, klärt über die Münsterplatzsperrung sowie über die Besichtigungsmöglichkeiten des Freiburger Münsters und des Münsterturms auf. Der Flyer wurde von der FWTM gemeinsam mit dem Freiburger Münsterbauverein produziert.

Grund für die Sperrung ist der Umbau des Gerüstes am Münsterturm. Dieses wird um zwölf Meter verkleinert. Dabei werden mehr als 140 laufende Meter Eisenträger in den sechs Wochen abgebaut. Im Radius von 30 Metern rund um das Gerüst wird eine Sicherheitszone ausgewiesen, die per Bauzaun abgesperrt wird.

Betroffen sind die Flächen um das Hauptportal des Münsters. Die No-Go-Area reicht bis an das Gebäude der BW-Bank auf der Westseite und bis an die Domsingschule auf der Südseite heran. An diesen Stellen werden Fußgängertunnel installiert.
 
 

After Park Lounge“ und „Sansibar Beach Club“
Foto: Europapark
 
After Park Lounge“ und „Sansibar Beach Club“
Cocktails, Musik und Sommer-Feeling im Europa-Park

Bei entspannter Lounge-Musik, coolen Drinks und leckeren Snacks können die Besucher von Deutschlands größtem Freizeitpark die Sommerabende unbeschwert genießen. Das „Kaffi Hús“ im Isländischen Themenbereich des Europa-Park lädt vom 15. Juli bis 26. August immer freitags ab 19.00 Uhr zur „After Park Lounge“ ein. Tagsüber bringt der „Sansibar Beach Club“ die Gäste in Urlaubsstimmung. Vom 01. bis zum 31. August stehen täglich ab 14.00 Uhr Drinks und Häppchen sowie erholsame Momente im Portugiesischen Themenbereich auf dem Programm.

After Park Lounge
Wer nach den Abenteuern im besten Freizeitpark der Welt zur Ruhe kommen oder nach einer stressigen Arbeitswoche den Start ins Wochenende genießen möchte, ist vom 15. Juli bis 26. August im Europa-Park bestens aufgehoben. Auf der gemütlichen Steinterrasse des „Kaffi Hús“ im Isländischen Themenbereich können die Besucher zwischen schroffen Felsformationen und bunten Fischerhäuschen immer freitags ab 19.00 Uhr entspannen. Stilvolle Lounge-Möbel, Fackeln und angesagte Chill-out- und House-Musik von „DJ Nick Rivers“ bieten einen perfekten Start in das Wochenende. An der OutdoorBar werden verschiedene Frozen Cocktails mit und ohne Alkohol, Russian Mule, Himbeer-Mojito und ein Gin Tonic Spezial angeboten und für Genießer gibt es im „Kaffi Hús“ verschiedene Kaffeespezialitäten und leckere Snacks - für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die „After Park Lounge“ ist nicht nur für die Besucher des Europa-Park die perfekte Sommerparty-Location, denn über den Hoteleingang hat jeder ab 20.00 Uhr kostenlosen Zugang zum „Kaffi Hús“.

Sansibar Beach Club
Der Portugiesische Themenbereich des Europa-Park verwandelt sich im August in eine Urlaubsoase der ganz besonderen Art. Im „Sansibar Beach Club“ können die Besucher im Liegestuhl oder Strandkorb unter Palmen entspannen, während die Boote der „Atlantica SuperSplash“ durch das Wasser gleiten. Der Strandclub öffnet täglich ab 14.00 Uhr und bietet köstlichen Cocktails wie Rebujito oder Lillet Vive und hausgemachte Bowlen an. Bei chilliger Lounge-Musik und gemütlicher Strandatmosphäre kann auch mehrmals täglich den Meistern im Wasserspringen bei der High Divers Show „Swing, Twist and Splash“ zugeschaut werden. Ein 25 Meter hoher Turm erlaubt den Artisten spektakuläre Sprünge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Der „Sansibar Beach Club“ ist bis jeweils eine Stunde nach Parkschluss geöffnet und im Parkeintritt enthalten.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2016 bis zum 6. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Infoline: 07822/ 77 6688. Weitere Informationen auch unter www.europapark.de
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Fettes Essen beeinträchtigt die Schlafqualität
Tagsüber müde, nachts setzt der Atem öfter aus: Für Männer, die sich fettreich ernähren, ist der Schlaf weniger erholsam. Dies ergab eine australische Studie, die an der Universität von Adelaide durchgeführt wurde.
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Ă–KO-TEST: Eis fĂĽr Kinder
Uncoole Billigheimer

In der aktuellen Juli-Ausgabe wollte das ÖKO-TEST Magazin wissen, welche Qualität Speiseeis besitzt, das die Zielgruppe Kinder knallbunt bewirbt. Das Ergebnis: Bei sieben der getesteten 16 Eissorten muss die Verbraucherzeitschrift abwinken. Denn die Produkte enthalten Aromen unklarer Herkunft, zu viel vom Dickmacher Zucker, teils krebserregende Fettschadstoffe und oft jede Menge Hilfsstoffe statt hochwertiger Zutaten. Immerhin: Ein Produkt ist empfehlenswert.
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Buchtipp:
 
Buchtipp: "99 perfekte Restaurants, Bars & Cafés"
Weltweit die perfekten Locations finden

Es gibt Neues von den Machern von Smart Travelling: Mit den beiden stylishen Bildbänden „66 perfekte Hotels“ und „99 perfekte Restaurants, Bars & Cafés“ erscheinen zwei kuratierte Sammlungen von Lieblingsorten aus den beiden erfolgreichen Reisebuchreihen „Eine perfekte Woche“ und „Ein perfektes Wochenende“. Von extravaganten Übernachtungsplätzen über perfekte Wellnessoasen bis zu den angesagten Szenebars – mit diesen Reisebüchern entdeckt man die perfektesten Orte in Europa und auf der ganzen Welt.

Erfüllt von einer Leidenschaft für erlesene Orte, die durch ihre besondere Seele, Patina, individuelles Design, lokale Verbundenheit oder internationalen Glamour herausragen hat das Smart-Travelling-Team ihre Empfehlungen für Lieblingshotels und die besten Restaurants, angesagtesten Bars und unvergesslichsten Cafés zusammengestellt.

Von der luxuriösen Oase über das Relais zum Wohlfühlhotel für den Stadt-Nomaden und dem modernen klösterlichen Rückzugsort in den Bergen ist „66 perfekte Hotels“ eine wahre Schatzkiste an besonderen Übernachtungsmöglichkeiten nah und fern. Ebenso eine echte Inspiration ist „99 perfekte Restaurants, Bars & Cafés“, angefüllt mit traditionsreiche Cafés, urigen Tavernen, kleinen Trattorien, Feinschmecker-Paradiesen mit jeder Menge kulinarischen Best-ofs und kosmopolitischen Cocktailbars. Jeder Lieblingsort wird mit detailverliebtem Bildmaterial und in kurzen, prägnanten Texten vorgestellt. Ein persönliches Zitat inmitten einladender Bilder hebt das Authentische der Hotels, Restaurants und Bars hervor. Die Making-of-Seiten lassen hinter die Kulissen blicken und zeichnen ein ganz besonderes Bild der Autorinnen Nicola Bramigk und Nancy Bachmann, den Köpfen hinter Smart Travelling. „Kein Ort, an dem wir nicht persönlich waren, kein Tipp, der nicht aus eigener Erfahrung und von Herzen kommt. Als Reiseexperten, Scouts, Autoren und Fotografen packen wir immer wieder gerne unsere Koffer, machen uns in die entlegensten Winkel auf, um die perfekten Orte zu finden,“ so die beiden über ihre Passion.

SĂĽddeutschen Zeitung Edition 2016, 320 Seiten, EUR 19,90 (D), 20,50 (A)
ISBN 978-3-86497-344-4
 
 

Ă–KO-TEST Grillwurst
 
Ă–KO-TEST Grillwurst
Unter aller Sau

In der aktuellen Juli-Ausgabe wollte ÖKO-TEST wissen, wie gut Grillwürste sind. Das Verbrauchermagazin untersuchte nicht nur die Qualität der Produkte, sondern auch die Haltungsbedingungen der Schweine sowie die Rückverfolgbarkeit und die Transparenz der Hersteller. Das Testergebnis kann einem den Appetit verderben: In fast Dreiviertel der 20 getesteten Marken fand das Labor Mineralölrückstände, in einer Charge ein Antibiotikum über dem Grenzwert. Außerdem zeigte sich, dass die Art und Weise, wie die Tiere gehalten – und geschlachtet – werden, schlimm und teilweise grausam ist. Und: Die absolute Rückverfolgbarkeit vom Produkt bis auf den Hof ist nicht möglich.

Die konventionellen Grillwürste fallen allesamt durch den Test. In einer Wurst fand ÖKO-TEST etwa das Antibiotikum Florfenicol – eine Charge enthielt sogar so hohe Mengen, dass sie so gar nicht verkauft werden dürfte. Welcher Hof dafür verantwortlich ist, kann aber nicht rückverfolgt werden. Denn in einer Charge werden Zehntausende Schweine verarbeitet, die auf Hunderten Höfen aufgewachsen sind. Die absolute Rückverfolgbarkeit vom Produkt bis auf den Hof ist also verklärtes Wunschdenken. Außerdem stecken in 14 von 20 Grillwürstchen Mineralölrückstände, die aus den Kunststoffverpackungen oder dem Produktionsprozess stammen können. Diese können sich im Körper anreichern und möglicherweise zu Organschäden führen. ÖKO-TEST kritisiert zudem überflüssige Zusätze: Fast in allen Bratwürsten stecken Phosphate, welche dafür sorgen sollen, dass die Fleisch- und Wasseranteile in der Wurstmasse homogen bleiben. Ein Zuviel an Phosphor kann aber die Kompensationsmechanismen des Körpers überfordern und auch bei Gesunden die Nieren schädigen sowie das Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Besonders schockierend an dem Grillwurst-Test ist, wie wenig die konventionellen Hersteller auf das Tierwohl achten. Das Abschneiden der Schwänze wie das Eckzähneschleifen und die betäubungslose Kastration der Ferkel in den ersten Lebenstagen sind genauso Standard im Schweinestall wie die Gentechnik im Futtertrog. Auf Vollspaltenböden stehen die meisten der Schweine in den Ammoniakdämpfen ihres Kots und Urins und haben bei einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm gerade einmal 0,75 Quadratmeter Platz, manche wenig mehr. Nach draußen dürfen sie in den sechs Monaten ihres Lebens nur, wenn es in den Schlachthof geht. Auch dort ist die Vorgehensweise grausam: Das umfasst sowohl die Betäubung mithilfe von Strom oder Kohlendioxid als auch die Tötung. Denn wirkt die Betäubung nicht, erleben die Tiere mit, wie sie – am Hinterlauf aufgehängt – mit einem Messer getötet werden, manche landen sogar noch lebend in einem Brühbad.

ÖKO-TEST rät daher, nur gelegentlich Grillwürstchen zu essen – und diese dann in Bio-Qualität. Hier ist nicht nur die Rückverfolgbarkeit besser, sondern auch die Haltungsbedingungen. Die Tiere haben mehr Platz, die Schwänze werden nicht abgeschnitten und die Zähne nicht geschliffen. Allerdings ist in der Bio-Haltung die betäubungslose Kastration der jungen Eber in den ersten Lebenstagen die Regel.

Das Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2016 gibt es seit dem 30. Juni 2016 im Zeitschriftenhandel.
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Weingeschichte(n) aus dem SĂĽden
Weinerlebniswelt Kiliankeller (c) Weinerlebniswelt Heilbronn
 
Weingeschichte(n) aus dem SĂĽden
Weintourismus-Preise Baden-Württemberg 2016 verliehen / Minister Wolf: „In der Verbindung von Weinbau und Tourismus steckt großes Potenzial für das Urlaubsland Baden-Württemberg“

BRUCHSAL, Juni 2016 – Der Weinbau in Baden-Württemberg blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Es sind nicht nur die Weinberge, die in Baden und Württemberg die Kulturlandschaften und damit das Erscheinungsbild des Landes prägen. Zahlreiche Burgen, Klöster und Schlösser erzählen bis heute von der Bedeutung des Weins in Vergangenheit und Gegenwart. Anlässlich der Verleihung der Weintourismus-Preise Baden-Württemberg trafen sich im Schloss Bruchsal Akteure aus Weinbau und Tourismus und stellten Anekdoten und Kurioses aus der Weinbaugeschichte des Landes vor. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen, die von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband und dem Weinbauverband Württemberg vergeben werden, an das Offenburger Projekt „Genuss, Wein, Bewegung“ und an die „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn.

„Weinbau und Tourismus gehen in Baden-Württemberg eine ganz besondere Verbindung ein. Wer sich zwischen Taubertal und Bodensee auf eine Spurensuche begibt, findet bei uns im Süden viele preisgekrönte Winzer und malerische Weinberge, die Landschaften und Lebensgefühl prägen. Das macht den Weinbau zu einem bedeutenden Standortfaktor für das Urlaubsland Baden-Württemberg“, sagte in Bruchsal der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf. Denn neben dem Genuss von Spitzenweinen würden die Weinbauregionen in Baden und Württemberg ihren Gästen aus aller Welt auch spannende Einblicke in die hiesige Weingeschichte ermöglichen: „Vielerorts ist die Geschichte des Weinbaus besonders in den Kulturdenkmälern des Landes sichtbar und lebendig geblieben. Neben den Klöstern sind es in späteren Jahrhunderten auch Burgen und Schlösser, die eng mit dem Weinbau verknüpft waren.“ Beispiele wie Schloss Bruchsal, in dessen Ausstattung der Wein als Grundlage des Wohlstands gefeiert werde, gebe es zahlreiche im Land. „In diesen Monumenten steckt großes Potenzial für den Weintourismus in Baden-Württemberg, das künftig noch stärker genutzt werden soll“, so Minister Wolf weiter.

Wie spannend die Weinbaugeschichte in Baden-Württemberg für heutige Besucher geblieben ist, verdeutlichten auch die Vertreter der beiden Weinbauverbände. Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, verwies auf die Anfänge des Rebenanbaus auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee: „Ausgerechnet eine Insel gehört zu unseren ältesten belegten Anbauflächen. Das ist aber kein Wunder, denn schließlich wurde die Technik des Weinbaus im Mittelalter vor allem von Mönchen gepflegt. Auf der Reichenau lässt sich das bereits im Jahr 818 nachweisen. Und auch nach der Auflösung des Klosters setzte sich diese Tradition fort. Bis heute wird dort Inselwein kultiviert und noch immer im Keller des ehemaligen Benediktinerklosters ausgebaut.“

Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbands Württemberg, erinnerte daran, dass auch so manche Burg zu einem Ausflug in die Weingeschichte einlädt: „An Neckar oder Rems wachsen nicht nur einige unserer besten Weine. Hoch über den Flusstälern thronen dort auch eindrucksvolle Burgen, umgeben von Weinbergen und Weingeschichten. Legendär ist das Weingut auf Burg Hornberg im Neckartal. Es ist das älteste noch bestehende Weingut im Land, erstmals erwähnt 1184. Berühmt ist vor allem ein früherer Burgherr: Götz von Berlichingen, dem Goethe mit seinem Drama ein Denkmal setzte, baute hier mehr als vier Jahrzehnte lang Wein an.“

Weintourismus-Preise Baden-WĂĽrttemberg 2016

Von der glanzvollen Geschichte des Weinbaus leitete TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun in die Gegenwart des Weintourismus über: „Es ist beeindruckend, welche Entwicklung der Wein als touristisches Thema in den letzten Jahren genommen hat. Natürlich gehört der Genuss eines guten Tropfens für viele unserer Gäste zu einem Urlaub in Baden oder Württemberg dazu. Weintourismus bedeutet inzwischen aber weitaus mehr. Von Weinrouten über Vinotheken bis zu Kulturveranstaltungen ist ein vielfältiges Angebot entstanden, das außergewöhnliche Weinerlebnisse in den Mittelpunkt stellt.“

Um entsprechende Projekte und Angebote zu fördern und den Stellenwert des Weintourismus zu würdigen, habe die TMBW gemeinsam mit den beiden Weinbauverbänden den Weintourismus-Preis Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Braun lobte die diesjährigen Preisträger in seiner Laudatio als nachahmenswerte Beispiele, die das Thema Weinbau auf vorbildhafte Weise für den Tourismus aufarbeiteten und damit das touristische Angebot im Land bereicherten.

In ihrem Gesamtkonzept „Genuss, Wein, Bewegung“ habe die Stadt Offenburg Weingenuss und Stadterlebnis auf vorbildliche Weise zusammengeführt. Bei regelmäßigen Weinstadtführungen, Weinspaziergängen und an einem Weinwandertag können Gäste die Stadt und ihre Weine kennenlernen. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten führen die Touren durch Weinberge und zu Winzern in und um Offenburg. An mehreren Stationen erzählen Weinexperten Wissenswertes über die Weine und die Weinbaugeschichte der Stadt, Weinbaubetriebe bieten ihre Weine zur Verkostung an. Das weintouristische Konzept der Stadt Offenburg habe die Jury überzeugt, weil es Weinerlebnisse in hoher Kontinuität ermögliche. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlichen Produzenten diene als nachahmenswertes Beispiel auch für andere Weinbaugemeinden.
www.offenburg.de

Mit der ebenfalls ausgezeichneten „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn habe die dortige Genossenschaftskellerei Neuland betreten und sich erfolgreich für den Weintourismus geöffnet. Die größte Weingärtnergenossenschaft Baden-Württembergs bietet in ihrem 2015 neu eröffneten Besucherzentrum eine Vielfalt an weintouristischen Angeboten. Von Führungen in den Weinbergen über einen modernen Weinverkauf bis zu einem Open-Air-Kino reichen die Weinerlebnisse, ergänzt um ein überzeugendes gastronomisches Konzept. Der mutige Schritt vom reinen Produzenten zum touristischen Anbieter sei mustergültig umgesetzt worden und damit auch vorbildhaft für andere Winzer- und Weingärtnergenossenschaften.
www.wg-heilbronn.de

Neben den beiden Gewinnern wurden in diesem Jahr auch Anerkennungspreise an zwei ungewöhnliche und nachahmenswerte Projekte verliehen: der Klosterverwaltung Maulbronn gemeinsam mit der Stadt Maulbronn für das Projekt „Wein im Kloster“ sowie verschiedenen Projektträgern gemeinsam mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord für den „Engelssteig in Bühlertal“.
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Mittagstisch-in-Freiburg


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