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Montag, 23. April 2018
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Ă–KO-TEST Grillwurst
 
Ă–KO-TEST Grillwurst
Unter aller Sau

In der aktuellen Juli-Ausgabe wollte ÖKO-TEST wissen, wie gut Grillwürste sind. Das Verbrauchermagazin untersuchte nicht nur die Qualität der Produkte, sondern auch die Haltungsbedingungen der Schweine sowie die Rückverfolgbarkeit und die Transparenz der Hersteller. Das Testergebnis kann einem den Appetit verderben: In fast Dreiviertel der 20 getesteten Marken fand das Labor Mineralölrückstände, in einer Charge ein Antibiotikum über dem Grenzwert. Außerdem zeigte sich, dass die Art und Weise, wie die Tiere gehalten – und geschlachtet – werden, schlimm und teilweise grausam ist. Und: Die absolute Rückverfolgbarkeit vom Produkt bis auf den Hof ist nicht möglich.

Die konventionellen Grillwürste fallen allesamt durch den Test. In einer Wurst fand ÖKO-TEST etwa das Antibiotikum Florfenicol – eine Charge enthielt sogar so hohe Mengen, dass sie so gar nicht verkauft werden dürfte. Welcher Hof dafür verantwortlich ist, kann aber nicht rückverfolgt werden. Denn in einer Charge werden Zehntausende Schweine verarbeitet, die auf Hunderten Höfen aufgewachsen sind. Die absolute Rückverfolgbarkeit vom Produkt bis auf den Hof ist also verklärtes Wunschdenken. Außerdem stecken in 14 von 20 Grillwürstchen Mineralölrückstände, die aus den Kunststoffverpackungen oder dem Produktionsprozess stammen können. Diese können sich im Körper anreichern und möglicherweise zu Organschäden führen. ÖKO-TEST kritisiert zudem überflüssige Zusätze: Fast in allen Bratwürsten stecken Phosphate, welche dafür sorgen sollen, dass die Fleisch- und Wasseranteile in der Wurstmasse homogen bleiben. Ein Zuviel an Phosphor kann aber die Kompensationsmechanismen des Körpers überfordern und auch bei Gesunden die Nieren schädigen sowie das Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Besonders schockierend an dem Grillwurst-Test ist, wie wenig die konventionellen Hersteller auf das Tierwohl achten. Das Abschneiden der Schwänze wie das Eckzähneschleifen und die betäubungslose Kastration der Ferkel in den ersten Lebenstagen sind genauso Standard im Schweinestall wie die Gentechnik im Futtertrog. Auf Vollspaltenböden stehen die meisten der Schweine in den Ammoniakdämpfen ihres Kots und Urins und haben bei einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm gerade einmal 0,75 Quadratmeter Platz, manche wenig mehr. Nach draußen dürfen sie in den sechs Monaten ihres Lebens nur, wenn es in den Schlachthof geht. Auch dort ist die Vorgehensweise grausam: Das umfasst sowohl die Betäubung mithilfe von Strom oder Kohlendioxid als auch die Tötung. Denn wirkt die Betäubung nicht, erleben die Tiere mit, wie sie – am Hinterlauf aufgehängt – mit einem Messer getötet werden, manche landen sogar noch lebend in einem Brühbad.

ÖKO-TEST rät daher, nur gelegentlich Grillwürstchen zu essen – und diese dann in Bio-Qualität. Hier ist nicht nur die Rückverfolgbarkeit besser, sondern auch die Haltungsbedingungen. Die Tiere haben mehr Platz, die Schwänze werden nicht abgeschnitten und die Zähne nicht geschliffen. Allerdings ist in der Bio-Haltung die betäubungslose Kastration der jungen Eber in den ersten Lebenstagen die Regel.

Das Ă–KO-TEST-Magazin Juli 2016 gibt es seit dem 30. Juni 2016 im Zeitschriftenhandel.
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Weingeschichte(n) aus dem SĂĽden
Weinerlebniswelt Kiliankeller (c) Weinerlebniswelt Heilbronn
 
Weingeschichte(n) aus dem SĂĽden
Weintourismus-Preise Baden-Württemberg 2016 verliehen / Minister Wolf: „In der Verbindung von Weinbau und Tourismus steckt großes Potenzial für das Urlaubsland Baden-Württemberg“

BRUCHSAL, Juni 2016 – Der Weinbau in Baden-Württemberg blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Es sind nicht nur die Weinberge, die in Baden und Württemberg die Kulturlandschaften und damit das Erscheinungsbild des Landes prägen. Zahlreiche Burgen, Klöster und Schlösser erzählen bis heute von der Bedeutung des Weins in Vergangenheit und Gegenwart. Anlässlich der Verleihung der Weintourismus-Preise Baden-Württemberg trafen sich im Schloss Bruchsal Akteure aus Weinbau und Tourismus und stellten Anekdoten und Kurioses aus der Weinbaugeschichte des Landes vor. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen, die von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband und dem Weinbauverband Württemberg vergeben werden, an das Offenburger Projekt „Genuss, Wein, Bewegung“ und an die „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn.

„Weinbau und Tourismus gehen in Baden-Württemberg eine ganz besondere Verbindung ein. Wer sich zwischen Taubertal und Bodensee auf eine Spurensuche begibt, findet bei uns im Süden viele preisgekrönte Winzer und malerische Weinberge, die Landschaften und Lebensgefühl prägen. Das macht den Weinbau zu einem bedeutenden Standortfaktor für das Urlaubsland Baden-Württemberg“, sagte in Bruchsal der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf. Denn neben dem Genuss von Spitzenweinen würden die Weinbauregionen in Baden und Württemberg ihren Gästen aus aller Welt auch spannende Einblicke in die hiesige Weingeschichte ermöglichen: „Vielerorts ist die Geschichte des Weinbaus besonders in den Kulturdenkmälern des Landes sichtbar und lebendig geblieben. Neben den Klöstern sind es in späteren Jahrhunderten auch Burgen und Schlösser, die eng mit dem Weinbau verknüpft waren.“ Beispiele wie Schloss Bruchsal, in dessen Ausstattung der Wein als Grundlage des Wohlstands gefeiert werde, gebe es zahlreiche im Land. „In diesen Monumenten steckt großes Potenzial für den Weintourismus in Baden-Württemberg, das künftig noch stärker genutzt werden soll“, so Minister Wolf weiter.

Wie spannend die Weinbaugeschichte in Baden-Württemberg für heutige Besucher geblieben ist, verdeutlichten auch die Vertreter der beiden Weinbauverbände. Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, verwies auf die Anfänge des Rebenanbaus auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee: „Ausgerechnet eine Insel gehört zu unseren ältesten belegten Anbauflächen. Das ist aber kein Wunder, denn schließlich wurde die Technik des Weinbaus im Mittelalter vor allem von Mönchen gepflegt. Auf der Reichenau lässt sich das bereits im Jahr 818 nachweisen. Und auch nach der Auflösung des Klosters setzte sich diese Tradition fort. Bis heute wird dort Inselwein kultiviert und noch immer im Keller des ehemaligen Benediktinerklosters ausgebaut.“

Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbands Württemberg, erinnerte daran, dass auch so manche Burg zu einem Ausflug in die Weingeschichte einlädt: „An Neckar oder Rems wachsen nicht nur einige unserer besten Weine. Hoch über den Flusstälern thronen dort auch eindrucksvolle Burgen, umgeben von Weinbergen und Weingeschichten. Legendär ist das Weingut auf Burg Hornberg im Neckartal. Es ist das älteste noch bestehende Weingut im Land, erstmals erwähnt 1184. Berühmt ist vor allem ein früherer Burgherr: Götz von Berlichingen, dem Goethe mit seinem Drama ein Denkmal setzte, baute hier mehr als vier Jahrzehnte lang Wein an.“

Weintourismus-Preise Baden-WĂĽrttemberg 2016

Von der glanzvollen Geschichte des Weinbaus leitete TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun in die Gegenwart des Weintourismus über: „Es ist beeindruckend, welche Entwicklung der Wein als touristisches Thema in den letzten Jahren genommen hat. Natürlich gehört der Genuss eines guten Tropfens für viele unserer Gäste zu einem Urlaub in Baden oder Württemberg dazu. Weintourismus bedeutet inzwischen aber weitaus mehr. Von Weinrouten über Vinotheken bis zu Kulturveranstaltungen ist ein vielfältiges Angebot entstanden, das außergewöhnliche Weinerlebnisse in den Mittelpunkt stellt.“

Um entsprechende Projekte und Angebote zu fördern und den Stellenwert des Weintourismus zu würdigen, habe die TMBW gemeinsam mit den beiden Weinbauverbänden den Weintourismus-Preis Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Braun lobte die diesjährigen Preisträger in seiner Laudatio als nachahmenswerte Beispiele, die das Thema Weinbau auf vorbildhafte Weise für den Tourismus aufarbeiteten und damit das touristische Angebot im Land bereicherten.

In ihrem Gesamtkonzept „Genuss, Wein, Bewegung“ habe die Stadt Offenburg Weingenuss und Stadterlebnis auf vorbildliche Weise zusammengeführt. Bei regelmäßigen Weinstadtführungen, Weinspaziergängen und an einem Weinwandertag können Gäste die Stadt und ihre Weine kennenlernen. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten führen die Touren durch Weinberge und zu Winzern in und um Offenburg. An mehreren Stationen erzählen Weinexperten Wissenswertes über die Weine und die Weinbaugeschichte der Stadt, Weinbaubetriebe bieten ihre Weine zur Verkostung an. Das weintouristische Konzept der Stadt Offenburg habe die Jury überzeugt, weil es Weinerlebnisse in hoher Kontinuität ermögliche. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlichen Produzenten diene als nachahmenswertes Beispiel auch für andere Weinbaugemeinden.
www.offenburg.de

Mit der ebenfalls ausgezeichneten „Weinerlebniswelt“ in Heilbronn habe die dortige Genossenschaftskellerei Neuland betreten und sich erfolgreich für den Weintourismus geöffnet. Die größte Weingärtnergenossenschaft Baden-Württembergs bietet in ihrem 2015 neu eröffneten Besucherzentrum eine Vielfalt an weintouristischen Angeboten. Von Führungen in den Weinbergen über einen modernen Weinverkauf bis zu einem Open-Air-Kino reichen die Weinerlebnisse, ergänzt um ein überzeugendes gastronomisches Konzept. Der mutige Schritt vom reinen Produzenten zum touristischen Anbieter sei mustergültig umgesetzt worden und damit auch vorbildhaft für andere Winzer- und Weingärtnergenossenschaften.
www.wg-heilbronn.de

Neben den beiden Gewinnern wurden in diesem Jahr auch Anerkennungspreise an zwei ungewöhnliche und nachahmenswerte Projekte verliehen: der Klosterverwaltung Maulbronn gemeinsam mit der Stadt Maulbronn für das Projekt „Wein im Kloster“ sowie verschiedenen Projektträgern gemeinsam mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord für den „Engelssteig in Bühlertal“.
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Freiburg: Gläser für einen guten Zweck
Alixe Winter, Yvonne Faller, Franziska Pankow / Foto: FWTM
 
Freiburg: Gläser für einen guten Zweck
Freiburger Weinfest spendet 2.900 Euro fĂĽr das Freiburger MĂĽnster

Kurz vor dem diesjährigen Weinfest übergaben die Veranstalter – die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) in Zusammenarbeit mit Winzergenossenschaften, Weingütern und Gastronomiebetrieben der Region – 2.900 Euro aus den Erlösen des Verkaufs von Weinfestgläsern 2015 an den Münsterbauverein e. V. Das entspricht 10 Cent pro verkauftem Weinfestglas.

Den Scheck übergaben Alixe Winter, Geschäftsführerin der Alten Wache – Haus der Badischen Weine und FWTM-Abteilungsleiterin Franziska Pankow an Münsterbaumeisterin Yvonne Faller.

Das Freiburger Weinfest rund um das Freiburger Münster gehört zu den schönsten und stimmungsvollsten Weinfesten in Südbaden. Auch beim 45. Freiburger Weinfest, das dieses Jahr vom 7. bis 12. Juli stattfindet, werden von den Winzergenossenschaften, Weingütern und Gastronomiebetrieben 10 Cent je Weinglas zugunsten des Münsterbauvereins e. V. gespendet.

Weitere Informationen zum Freiburger Weinfest im Internet ...
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Taifun: Neue Kapazitäten für die Tofuherstellung
Die letzten Arbeiten im Bauprojekt sind beendet, der letzte Pinselstrich ist getan: Die Life Food GmbH/Taifun-Tofuprodukte hat den Bau ihres neuen Produktionsgebäudes abgeschlossen. Damit hat der Tofuhersteller nicht nur seine Kapazitäten erweitert, sondern auch den Standort Freiburg-Hochdorf gestärkt.

Nachdem im August 2014 der Spatenstich für die Erweiterung der bestehenden Firmengebäude getan worden war, konnte man Ende vergangenen Jahres nach und nach mit der Inbetriebnahme beginnen: Als erstes zogen die vier Verpackungslinien in die acht Meter hohe Halle ein. Rund 500.000 Packs verschiedener Tofuprodukte werden hier wöchentlich verpackt und mit Etiketten für 15 verschiedene Länder versehen. Denn unter der Marke Taifun sind die veganen Tofuspezialitäten der Freiburger europaweit im Naturkostfachhandel vertreten. Zusätzlich gibt es in Deutschland die Marke Tukan bio&vegan in konventionellen Supermärkten wie Edeka und Rewe.

Nach der Verpackung folgten Maschinen für die Herstellung der drei Tofu Salate, den neuesten Produkten aus dem Hause Taifun. Inzwischen wurden auch die freundlich gestalteten Sozialräume und Umkleiden für die Produktionsmitarbeiter in Betrieb genommen. Als Lebensmittelhersteller muss Life Food strenge Hygieneregeln befolgen, zu der das Tragen von Weißkleidung gehört. „Die Hygieneansprüche stellen neben Funktionalität und Brandschutz besondere Herausforderungen an die Bauplanung“, berichtet Geschäftsführer Alfons Graf. Mit dem kürzlichen Einzug der Produktionsplaner in das neue Großraumbüro, in dem ein modernes Bürokonzept mit integrierten schallgedämmten Gesprächsinseln umgesetzt wurde, ist der Bau nun endlich vollendet – erstmal: „Die noch nicht belegten Räumlichkeiten bieten Reserven für den Kapazitätsausbau der nächsten Jahre“, so Graf.

Die Erweiterung des Produktionsgebäudes im Gewerbegebiet Freiburg-Hochdorf, das Life Food schon 1995 bezogen hatte, ist das größte Bauprojekt in der 30jährigen Unternehmensgeschichte. Europas Marktführer in Sachen Bio-Tofu ermöglicht sich damit eine Steigerung der Produktionskapazitäten, denn die Anfrage nach den beliebten Tofuspezialitäten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zugleich bedeutet das Projekt eine Sicherung des Standorts Freiburg, wo Life Food bereits Ende der 80er Jahre den ersten Tofu herstellte und schafft im Zuge dessen neue Arbeitsplätze. Für das Gesamtprojekt investiert die Life Food GmbH bis 2018 rund 20 Millionen Euro.
 
 

Europa-Park Sommelier ausgezeichnet
Thomas und Roland Mack schätzen die Leistung von Vincenzo De Biase sehr
 
Europa-Park Sommelier ausgezeichnet
Vincenzo De Biase gehört zu den Besten seiner Zunft

Er zählt zu den 50 besten Sommeliers der Republik: Weinexperte Vincenzo De Biase ist im Rahmen eines prunkvollen Galaabends des Restaurantführers „Schlemmer Atlas“ im exquisiten „Hotel Palace Berlin“ am Kurfürstendamm ausgezeichnet worden. Im Vorfeld der Verleihung wurden deutschlandweit in zahlreiche Restaurants die Weinkarten und das Wissen der Sommeliers auf die Probe gestellt. Der Europa-Park Sommelier konnte sich dabei mit einer Angebotsvielfalt von 430 edlen Tropfen behaupten. „Die Auszeichnung ist für mich eine ganz besondere Ehre, die ich gerne auch stellvertreten für meine Kollegen im Hotel Resort entgegen genommen habe“, sagt der Weinexperte.

Seit 2012 ehrt der „Schlemmer Atlas“ die besten Sommeliers Deutschlands.
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Essen, was man retten will!
Foto: Archiv Slow Food Deutschland
 
Essen, was man retten will!
Traditionelle regionale Lebensmittel im FrĂĽhling

Mit der Arche des Geschmacks unterstützt Slow Food Pflanzensorten, Tierrassen und traditionelle Lebensmittel, die sich der gängigen 'Wachse-oder-weiche'-Mentalität der Lebensmittelindustrie nicht anpassen lassen, und dadurch vom Verschwinden bedroht sind. Dagegen etwas zu tun ist einfach: Essen, was man retten will! Denn was nachgefragt wird, wird auch weiterhin erzeugt und trägt so nicht nur zur Vielfalt auf unserem Teller bei, sondern auch zur biologischen und kulturellen Vielfalt unserer Region. Folgende traditionelle einheimische Sorten und Erzeugnisse lassen sich in dieser Jahreszeit durch Erwerb genießen oder können selbst angebaut werden:

Maiwirsing: Der Maiwirsing ist eine sehr helle und zarte Form des Wirsingkohls mit lockerer Kopfbildung aus dem Raum Köln-Bonn (Nordrhein-Westfalen). Es gibt heute nur noch 7 Betriebe, die ihn mit eigenem Saatgut anbauen. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn haben die Sorte "Bonner Advent" des Maiwirsings in ihre Sammlung "Bedrohte regionale Nutzpflanzensorten" aufgenommen und versuchen so die Sorte zu erhalten. Bei Kennern und Liebhabern ist er immer noch - oder wieder - sehr begehrt und auch die Gastronomie kommt langsam auf den Geschmack. Auch VertreterInnen des Slow Food Convivium Köln setzen sich für dessen Erhalt und Saatgutvermehrung ein.

Bremer Scheerkohl: Als Scheerkohl bezeichnet man in Bremen und Ostfriesland (Niedersachsen) eine lokale Varietät des Rapses. Der Scheerkohl war ein alltägliches Produkt in der Region. Er war ein fester Bestandteil der Bremer Küchentradition und gehörte zur regionalen Esskultur. Der Bremer Scheerkohl ist auf die klimatischen Bedingungen der Region mit den relativ geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und der Seltenheit starker Fröste eingestellt und in seinem Wachstum darauf angewiesen. Bis in die 1960er-Jahre handelte es sich um ein populäres Frischgemüse, preiswert und im Garten einfach anzubauen, das in gemüsearmen Monaten mehrfach in der Woche auf dem Tisch stand. Danach ist es aus der Mode gekommen, so dass die zahlreichen regionalen Schnittkohlsorten verschwanden. Mittlerweile hat er durch die Aktivitäten des Slow Food Conviviums Bremen eine gewisse Renaissance erfahren.

Nordhessische Ahle Wurscht: Die Nordhessische Ahle Wurscht ist ein Paradebeispiel dafür, dass es bei der Wurstherstellung auch ohne künstliche Schnellreifung und viele Zusatzstoffe geht: Traditionell hergestellte Ahle Wurscht ist eine lange gereifte Rohwurst aus Schweinefleisch. Die Verarbeitung zur Rohwurst erfolgt in warmem Zustand, spätestens jedoch am anderen Tag. An Zusätzen werden traditionell nur Salz und Salpeter sowie frisch gemahlene Gewürze beigegeben, die je nach Hersteller differieren und der Wurst eine individuelle Note gibt. Jegliche Art von chemischen Zusätzen, die die Reife beeinflussen, sind verboten. Je nach Wurstdurchmesser reift Nordhessische Ahle Wurscht zwischen 3 und 9 Monaten.

Hintergrund:

Regionale und handwerklich erzeugte Lebensmittel, alte Sorten und heimische Tierrassen sind Teil des kulturellen, historischen und biologischen Erbes Deutschlands. Sie gehören untrennbar zur Identität ihrer Region, und die regionale Erzeugung und der Vertrieb dieser traditionellen Lebensmittel tragen zu einer starken Lokalwirtschaft bei. Darum hat sich das Slow-Food-Projekt der Arche des Geschmacks ihren Erhalt auf die Fahne geschrieben. Bei der Erzeugung dieser guten, sauberen und fairen Erzeugnisse geht es nicht nur um die sinnlichen Eigenschaften des Produktes, sondern auch darum, dass sie mit Bedacht und Respekt gegenüber der Natur produziert werden und traditionelle Verarbeitungsmethoden aufrecht erhalten.

Die von Slow Food geförderten traditionellen Pflanzensorten, Tierrassen und handwerklichen Erzeugnisse - "Arche-Passagiere" genannt - sind einige der letzten Erzeugnisse aus landwirtschaftlichen und handwerklichen Strukturen, die an Landschaft, Klima und Lokalkultur angepasst sind und mit diesen in positiver Wechselwirkung stehen. Sie sind "best-practice"-Beispiele eines enkeltauglichen Lebensmittelsystems.

Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder "aus der Mode" gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56 ...
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Buchtipp: Sigrid Schimetzky
 
Buchtipp: Sigrid Schimetzky "Köstlich kochen mit Ziegenkäse"
Feiner Ziegenkäse aus der vegetarischen Landhausküche

Hier gibt's nichts zu meckern: Sigrid Schimetzky zeigt in ihrem Buch »Köstlich kochen mit Ziegenkäse«, erschienen im pala-verlag, wie sich Ziegenkäse aus der Region in köstliche Alltags- und Festtagsgerichte verwandeln lässt. Für sie ist Ziegenkäse, von Hand mit Sorgfalt und Liebe im kleinen bäuerlichen Betrieb hergestellt, der heimliche Star der Käsetheke. Vielfalt, Fantasie und handwerkliche Qualität sind ebenso überzeugende Argumente wie artgerechte Ziegenhaltung und der Einsatz für den Erhalt seltener Ziegenrassen.

Vorgestellt wird eine Vielzahl von vegetarischen Rezepten: Als aromatische Zutat sorgt Ziegenkäse nicht nur als Belag auf knusprigem Landbrot oder Gemüsequiche für eine besondere Note, sondern auch in knackigen Salaten, wärmenden Suppen, deftigen Nudel- und Kartoffelgerichten oder edlen Pasteten. Für den süßen Abschluss gibt es frisch gebackene Törtchen, erfrischende Eiscreme oder Desserts mit Früchten der Saison.

Die Autorin garniert ihre Rezepte mit Geschichten aus längst vergangenen Tagen und Einblicken in den Alltag der Ziegenbauern. Warenkundliche Informationen helfen beim nächsten Einkauf im Hof- oder Bioladen und am Käsestand.

Ein Buch, das die Liebe zum Land und zu den Tieren mit feiner Esskultur und bewusstem Kochen vereint.

pala-verlag 2016, 144 Seiten, EUR 16,00 (D)
ISBN: 978-3-89566-357-4
 
 

Restaurant „Spices“ verzaubert mit exotischen Genüssen
Thomas Mack freut sich über die Eröffnung von „Spices – Küchen der Welt“
 
Restaurant „Spices“ verzaubert mit exotischen Genüssen
Kulinarische Weltreise im Europa-Park

Ob fruchtige Currys, Bobotie, ein südafrikanischer Auflauf oder das brasilianische Nationalgericht Feijoada – auf diese und viele weitere internationale Spezialitäten dürfen sich Genießerherzen ab sofort in Deutschlands größtem Freizeitpark freuen. Das neue Restaurant „Spices – Küchen der Welt“ entführt die Besucher mit kulinarischen Leckerbissen in viele exotische Länder der Welt. Den Auftakt macht das Land der Gewürze – Indien.

Das neue Restaurant „Spices – Küchen der Welt“, das im Abenteuerland direkt neben dem Colonial House angesiedelt ist, überrascht Liebhaber exotischer Genüsse mit einem kulinarischen Geschmacksfeuerwerk. Abwechselnd zu den Jahreszeiten verändert sich dort auch die Speisekarte. In diesem Jahr startet die Reise in Indien, dem Land der Gewürze. Weiter geht es im Sommer nach Afrika und schließlich auf den südamerikanischen Kontinent.

Im Vordergrund stehen die abwechslungsreichen Küchen der Welt mit den landestypischen Produkten, Gewürzen und Rezepten. Viele Gerichte werden frisch vor den Augen der Gäste in einem Front-Cooking Bereich zubereitet. Die Rezepte und Kreationen stammen von einheimischen Köchen der jeweiligen Länder, die auch teilweise zur Unterstützung im Europa-Park zu Gast sind.

Kulinarische Genussreise: Indien – Afrika – Südamerika

Aromatisch, farbenfroh, würzig bis scharf und vielfältig – die indische Küche bietet vom 11. Mai bis 17. Juli Exotik pur! Ob ein pikantes Chicken Curry, eine Samosa Veggie Plate, ein Tandoori oder Mango-Lassi, „Spices – Küchen der Welt“ lässt keine Wünsche offen. Feinste Gewürze wie Kurkuma, Kardamom und Koriander unterstreichen die kreative und raffinierte Zubereitung der Speisen und verleihen damit den inspirierenden Geschmack Südasiens.

Ab dem 18. Juli bis Mitte September sorgen die Gastköchinnen Anita Roux und Maggie Sekepane für afrikanisches Flair im Europa-Park. Feinschmecker können sich hier auf eine Geschmacks-Safari der besonderen Art begeben. Die Küche des Schwarzen Kontinents ist für ihre Vielfalt bekannt, die an Gewürzen und Kräutern nicht spart. Vereint werden die Aromen aus zahlreichen Kulturen. Auch Fleischgerichte aller Art sind ein wichtiger Bestandteil der afrikanischen Esskultur. Als weiteres Highlight findet vom 20. Juli bis 28. August täglich ab 18 Uhr das „African Food Festival“ statt.

Ab Mitte September hält die Kulinarik Südamerikas Einzug in das „Spices“. Die Küche ehemaliger Kolonien, wie die der Spanier und der Portugiesen, hat viele Rezepte des Kontinents maßgeblich geprägt. Ob der typisch brasilianische Eintopf aus schwarzen Bohnen, Speck, Fleisch und Wurst, die Feijoada, ein feuriges Chili con carne oder aber ein zartes argentinisches Rindersteak – auch hier können die Gäste eine Vielzahl exotischer Leckerbissen testen.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2016 bis zum 6. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison).
Infoline: 07822/ 77 66 88.
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